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Erfolg enossaler Implantate bei Patienten mit dentaler Aplasie

Schaper, Ella Maria


Originalveröffentlichung: (2019) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (11.030 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-145592
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14559/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6778-6
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.03.2019
Erstellungsjahr: 2019
Publikationsdatum: 28.05.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel dieser retrospektiven Arbeit war es, die Überlebens- und Erfolgsrate von inserierten Implantaten bei dentaler Aplasie zu evaluieren. Dabei erfolgte die Auswertung des Implantaterfolgs nach den anerkannten Kriterien von Albrektsson (1986) und Buser (1990).
43 Patienten mit dentaler Aplasie wurden von November 2000 bis September 2015 mit 165 dentalen Implantaten in der Abteilung für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie (Abteilungsleiter Prof. Dr. Dr. H.-P. Howaldt) des Universitätsklinikums Gießen, versorgt. Für die Nachuntersuchung standen 37 Patienten und 155 Implantate zur Verfügung, davon 21 Frauen und 16 Männer in einem Alter von 17 bis 54 Jahren (medianes Durchschnittsalter 28 Jahre). Das Alter bei der Implantatinsertion lag zwischen 17 und 44 Jahren (medianes Durchschnittsalter 20 Jahre).
Die klinische Untersuchung umfasste die Parameter Plaque-Index, Sondierungstiefen, Blutung auf Sondierung, Lockerungsgrad, Periotest®, Vorliegen von keratinisierter Gingiva, Vorliegen einer Infektion und Implantatverlust. Für die radiologische Untersuchung wurde von jedem Patienten eine Panoramaschichtaufnahme angefertigt, um das periimplantäre Knochenniveau zu analysieren. Die Patientenzufriedenheit wurde dokumentiert und umfasst die Kaufunktion, das Sprechvermögen, die ästhetischen Aspekte und die allgemeine Zufriedenheit.
Bei den 37 nachuntersuchten Patienten lag bei zwei dieser Patienten eine ektodermale Dysplasie vor, zwei weitere hatten eine Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte, neun Patienten eine Oligodontie und 24 eine Hypodontie. Insgesamt wurden 155 Implantate in beiden Kiefern inseriert; 86 im Oberkiefer und 69 im Unterkiefer. Zwei Implantate im Oberkiefer mussten explantiert werden. Dabei ergab sich eine Überlebensrate dentaler Implantate für den Oberkiefer von 97,7% und für den Unterkiefer von 100%. Insgesamt betrug die Überlebensrate der dentalen Implantate 98,7%. Die Erfolgsrate nach Buser betrug 96,8%, während die Erfolgskriterien nach Albrektsson eine Erfolgsrate von 88,4% ergaben. Der Grund für das schlechtere Ergebnis nach den Albrektsson-Kriterien war die Bewertung des marginalen Knochenverlustes um das Implantat.
Die allgemeine Zufriedenheit der Patienten bei der Nachuntersuchung war sehr hoch. Alle Patienten konnten sich normal ernähren und testierten eine gute Kaufähigkeit. Das Sprechvermögen zeigte sich für alle Patienten akzeptabel. Das ästhetische Ergebnis war nur für einen Patienten (2,7%) nicht zufriedenstellend.
Die Überlebens- und Erfolgsrate dentaler Implantate bei Patienten mit dentaler Aplasie ist als hoch zu bewerten und unterscheidet sich nicht signifikant von ähnlichen Studien. Eine Nichtanlage von Zähnen kann deshalb nicht als ein Risikofaktor für eine Implantation angesehen werden.
Kurzfassung auf Englisch: The aims of the retrospective study were to evaluate the implant survival and success rate in patients with tooth agenesis. The assesment of implant success was based on the criteria of Albrektsson (1986) and Buser (1990).
Forty-three patients were selected with tooth agenesis and had been treated with 165 dental implants from November 2000 to September 2015 in the Department of Maxillofacial Surgery and the Department of Prosthetic Dentistry of the University Hospital Giessen (Director Prof. Dr. Dr. H.-P. Howaldt). For the follow-up examination, 37 patients and 155 implants were available: 21 females and 16 males between the ages of 17 to 54 years (median age 28 years). The age at implant placement ranged from 17 to 44 years (median age 20 years).
The clinical examination included parameter such as plaque index, pocket probing depth, bleeding on probing, mobility, Periotest®, present of keratinized gingiva, infection and implant loss. Radiographical examination using a panoramic x-ray, is made of each patient to analyse the peri-implant bone level. Patient’s satisfaction was documented and covered chewing ability, pronunciation ability, esthetic aspects and general satisfaction.
Out of the 37 patients, two were diagnosed with ectodermal dysplasia, another two with cleft lip and palate, nine with oligodontia and 24 with hypodontia. 155 implants were placed in both jaws; 86 in the maxilla and 69 in the mandible. Two implants had to be explanted, both in the upper jaw. The implant survival rate for the maxilla was 97.7% and for the mandible 100%. Altogether, the implant survival rate was 98.7%. The success rate according to Buser et al. is 96.8% while Albrektsson et al. success criteria result in 88.4%. The reason for a low outcome in the Albrektsson criteria was the evaluation of the marginal bone loss around the implant.
The patient’s general satisfaction was high in the follow-up examination. All patients could eat normal diet with a good chewing ability. The pronunciation ability was for all patients acceptable. The esthetic outcome was unsatisfied for only one patient (2.7%).
The survival and success rate of dental implants in patients with dental agenesis is high and not significantly different from other implant studies. Dental agenesis cannot be considered as a risk factor for dental implantation.
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