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Einschätzung der Wirksamkeit und Evaluation von dem Praxiskurs "Stressbewältigung im Medizinstudium" : eine Pilotstudie

Schumann, Elena


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-144320
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14432/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Stressbewältigung , Medizinstudium , Praxiskurs
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.03.2019
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 30.04.2019
Kurzfassung auf Deutsch: Im Herbst 2008 wurde von PD Dr. Jurkat das Praxisprojekt „Stressbewältigung im Medizinstudium“ ins Leben gerufen, u.a. aufgrund der von ihm erfolgten Studien zur Belastung von Medizinstudierenden. In den darauffolgenden Jahren wurde der Praxiskurs weiterentwickelt und ausgebaut.
Die Idee dieser Arbeit war die Wirksamkeit und die Effekte der Inhalte im Rahmen einer Pilotstudie zu überprüfen um daraus Hypothesen generieren zu können. Es sollte herausgefunden werden, welche Themen für die Teilnehmer besonders hilfreich waren und wie sie den Kurs einschätzten.
In dieser Pilotstudie wurden Prä-Post-Vergleiche mit verschiedenen Fragebögen angestellt. Der Selbst-Test für Medizinstudierende zu Stress und Zufriedenheit sowie der BDI wurden jeweils am Anfang und Ende eingesetzt. Zusätzlich wurde der STQL-S am mittleren Termin und ein erweiterter Evaluationsbogen am Ende des Kurses von den Teilnehmern ausgefüllt.
Es konnte eine signifikante Verbesserung in den Bereichen Stress und Zufriedenheit verzeichnet werden. Die Mittelwerte der Kategorie Stressbelastung konnten signifikant von M 10.79 (SD 1,92) auf M 8,27 (SD 1,76) gesenkt werden. Ähnlich sieht dies bei der Zufriedenheit aus. Hier wurde der Mittlerwert von 8,44 (SD 2,56) signifikant auf 6,81 (SD 1,94) gesenkt. In überraschendem Ausmaß konnte auch der BDI-Mittelwert reduziert werden. Nach Abschluss des Kurses lag dessen Mittelwert bei 6,46 (SD 4,44), was einem unauffälligen Mittelwert entspricht und es zu einer absoluten Senkung um mehr als 6 Punkte des Mittelwertes kam. Aus dem Evaluationsbogen lässt sich schließen, dass den meisten Teilnehmern besonders die Art des Kurses sowie die Atmosphäre zugesagt hat. Ebenso werden besonders häufig der Erfahrungsaustausch und die Diskussionen genannt. Die von den Teilnehmern als interessant angegebenen Themen waren Zeitmanagement und Prüfungsängste. Dies spiegelt auch in großem Ausmaß die angegebenen Motivationen der Teilnehmer wieder, an dem Kurs teilzunehmen. Hilfreich empfinden die Medizinstudenten besonders die praktischen Anwendungen und Beispiele, wie die Erstellung eines Zeitplans. Das Autogene Training wird ebenfalls mit am häufigsten genannt.
Der Kurs „Stressbewältigung im Medizinstudium“ wurde durch diese Arbeit zum ersten Mal ausführlich evaluiert und es erfolgte eine erste Einschätzung der Wirksamkeit. Es sollten weitere Studien diesbezüglich vor allem mit größeren Stichproben folgen.
Kurzfassung auf Englisch: In the fall of 2008 PD Dr. Jurkat started the stress management project "Stressbewältigung im Medizinstudium". It is based partly on his studies regarding feelings of stress in medical students. In the following years, the course developed and expanded further.
The main point of this dissertation was to examine the effect of the context used in the course, which ones were the most helpful topics and how the participating students assessed the course.
In this pilot study pre and post comparisons took place using different questionnaires. The "Selbst-Test" for medical students concerning stress and satisfaction levels as well as the "BDI" were employed at the beginning and end of each course. In addition, the "STQL- S" in the middle of the course and an extended evaluation questionnaire were handed out and asked to be completed by the participants at the end of the course.
Significant improvement in the areas of stress and satisfaction were displayed. The average of the category stress was significantly lowered from M 10.79 (SD 1.92) to M
8.27 (SD 1.76). Similarities were depicted regarding the satisfaction levels which were significantly lowered from the average of M 8.44 (SD 2.56) to M 6.81 (SD 1.94). Furthermore, the BDI average was also reduced in a surprising magnitude. After the completion of the course, the BDI average was M 6.46 (SD 4.44), which corresponds to an inconspicuous average though was decreased by more than 6 points. The evaluations showed that for most participants the type of course as well as the atmosphere had a particular appeal. Also, the positive exchange of experiences and the discussions were mentioned frequently. The topics time management and test anxiety were found interesting by the students. To a large extent this finding reflected the participants stated motivation to repeat the course. The medical students perceived the practical applications and examples such as the creation of a time table as particularly helpful. The autogenic training was mentioned tob e helpful as well.
The course "Stressbewältigung im Medizinstudium" was thoroughly evaluated for the first time in this dissertation. An initial assessment of the effectiveness ensued. Further studies with greater sampling numbers should follow.
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