Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Prevalence of seizures in dogs and cats with structural changes found in magnetic resonance imaging (MRI) and computed tomographic imaging (CT)

Kütük, Kemal Gökhan


Originalveröffentlichung: (2018) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (51.900 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-140378
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2019/14037/

Bookmark bei del.icio.us


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere, Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6671-0
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.02.2018
Erstellungsjahr: 2018
Publikationsdatum: 20.02.2019
Kurzfassung auf Englisch: The purpose of this study was to determine a possible association between diagnostic imaging findings and the occurrence of seizures in dogs and cats. We, therefore, retrospectively evaluated the prevalence of seizures in dogs and cats with vascular, inflammatory, infectious, traumatic, anomalous, neoplastic and degenerative lesions of the brain in the course of disease or rehabilitation. Medical records of the Small Animal Surgery Clinics of the Department of Veterinary Clinical Sciences, Justus-Liebig University, Giessen, Germany, were evaluated retrospectively. Groups were built according to general lesion types and according to the VITAMIN D scheme. For each group, patient data including breed, age at the onset of seizures or at the time of referral, seizure type, neurologic examination and diagnostic imaging findings, the clinical and, if available, histo-pathological diagnosis were collected. Assessment of neurologic condition of patients with head trauma was made by means of the Modified Glasgow Coma Scale (MGCS). A time period of at least two years after the discharge of the patient was planned for the evaluation of long-term outcome in animals with head trauma. To obtain information for long-term evaluation, patient owners were interviewed via telephone. According to the lesion groups mentioned the prevalence of seizures related to each lesion type was determined using the formula: prevalence = number of animals with epilepsy/ number of animals per group.
The retrospective search of the database has revealed a total of 346 dogs and 143 cats that were referred either due to epileptic seizures or clinical neurological symptoms that underwent CT or MRI of the neurocranium. Of those, 209 dogs and 86 cats have fulfilled the inclusion criteria and enrolled into the study. In dogs with cerebrovascular accident seizure prevalence was 0.38. None of the cats in this study with suspected vascular cerebral disease had a seizure history. The prevalence of seizures in dogs with infectious CNS inflammation was 0.4 and with non-infectious inflammatory CNS diseases was 0.21. In cats, the prevalence of seizures due to inflammatory CNS diseases was 0.5. In the group of traumatic brain diseases none of the included patients showed epileptic seizure activity. A total of 69 dogs were diagnosed with CNS anomaly and of those 22% were suffering from seizures. Internal hydrocephalus had a prevalence of 13.2 %. In this group were 5 cats were included and only one cat with porencephaly had seizures. The prevalence of seizures in dogs with brain neoplasia was 0.65 and 0.19 in cats. There was only one Dachshund showing MRI changes relating to degenerative disorder of the cerebrum, which was presumed to be cerebral atrophy.
Whereas limited case numbers may not allow to draw conclusions about vascular, neoplastic and degenerative brain disease and epileptic seizures, two main results can be taken from this epidemiological study. It has been stated that seizures are the typical clinical sign found in animals with internal hydrocephalus and in animals with head trauma. As we could not confirm this statement from our source population a reappraisal of these notions and further epidemiological, multicenter studies are necessary to further elucidate the association and underlying pathophysiology of seizures and internal hydrocephalus as well as brain trauma.
Kurzfassung auf Deutsch: Der Zweck dieser Studie war es, die Assoziation zwischen Befunden von diagnostischen Bildgebungsverfahren und dem Auftreten von Anfällen bei Hunden und Katzen zu bestimmen. Die Prävalenz von Krampfanfällen bei Hunden und Katzen mit vaskulären, entzündlichen, infektiösen, traumatischen, neoplastischen und degenerativen Läsionen sowie Missbildungen des Gehirns wurden im Verlauf der Erkrankung oder Rehabilitation retrospektiv dokumentiert. Die Aufzeichnungen von Hunden und Katzen, die einer Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) des Kopfes unterzogen wurden, wurden untersucht. Die Gruppen wurden nach den allgemeinen Läsionstypen nach dem VITAMIN D-Schema gebildet. Für jede Gruppe wurden Patientendaten einschließlich Rasse, Alter bei Beginn der Anfälle oder zum Zeitpunkt der Überweisung, Anfallsart, Befunde der neurologischen Untersuchung und Bildgebungsverfahren sowie die klinische und, wenn vorhanden, histo-pathologische Diagnose dokumentiert. Die Beurteilung des neurologischen Zustands von Patienten mit Kopftrauma erfolgte mittels modifizierter Glasgow Coma Scale (MGCS). Besitzer von Tiere mit Schädelhirn-Trauma wurden mindestens zwei Jahren nach der Entlassung des Patienten per Telefon nach möglicher Anfallsaktivität befragt. Nach den angegebenen Läsionsgruppen wurde die Prävalenz von Anfällen, die mit jedem Läsionstyp in Verbindung stehen, nach folgender Formel bestimmt: Prävalenz = Anzahl der Tiere mit Epilepsie / Anzahl der Tiere pro Gruppe.
Die retrospektive Suche der Datenbank ergab insgesamt 346 Hunde und 143 Katzen, die entweder Aufgrund der epileptischen Anfällen oder neurologischen Symptome überwiesen und mittels MRT oder CT untersucht worden sind. Insgesamt 209 Hunde und 86 Katzen haben die Einschlusskriterien erfüllt. Bei Hunden mit zerebrovaskulärer Erkrankung wurde eine Prävalenz von epileptischen Anfällen von 0,38 bestimmt. Keine der Katzen in dieser Studie mit Verdacht auf vaskulärer Zerebralkrankheit hatte epileptische Anfälle. Die Prävalenz von Anfällen bei Hunden mit infektiöser ZNS-Entzündung betrug 0,4 und bei nicht-infektiösen entzündlichen ZNS-Erkrankungen 0,21. Bei Katzen betrug die Prävalenz von Anfällen durch entzündliche ZNS-Erkrankungen 0,5. In der Gruppe der Schädel-Hirn Trauma Patienten zeigte keiner der eingeschlossenen Patienten epileptische Anfälle. Insgesamt wurden 69 Hunde mit ZNS-Anomalie diagnostiziert und von diesen 22% hatten Anfälle. Hunde mit einem Hydrozephalus zeigten eine Prävalenz von 13,2 %. In dieser Gruppe waren insgesamt 5 Katzen enthalten und nur eine Katze mit Porencephalie hatte Krampfanfälle.
Die Prävalenz von Krampfanfällen bei Hunden mit Neoplasien des Gehirns betrug 0,65 und 0,19 bei Katzen. Es gab nur einen Dackel mit MRT Befunden die degenerative Erkrankung des Großhirns zeigten, und daher wurde die zerebrale Atrophie diagnostiziert.
Während begrenzte Anzahl der Fälle nicht erlaubt, Schlussfolgerungen über vaskuläre, neoplastische und degenerative Hirnkrankheiten und epileptische Anfälle zu ziehen, ergeben sich aus dieser epidemiologischen Studie zwei Hauptergebnisse. Obwohl in der Literatur immer wieder angegeben ist, dass Krampfanfälle das typische klinische Zeichen bei Tieren mit Hydrozephalus und bei Tieren mit Kopftrauma sind, können wir diese angaben nicht bestätigen. Eine Neubewertung dieser Begriffe und weitere epidemiologische, multizentrische Studien sind notwendig, um die Assoziation und die zugrundeliegende Pathophysiologie von Krampfanfällen und innerem Hydrozephalus sowie Hirntrauma weiter zu erforschen.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand