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Kurz- und mittelfristige klinische und radiologische Ergebnisse der Mini-Hip® Kurzschaftprothese

Early and midterm clinical and radiological results with the Mini-Hip® short stem replacement

Stallmann, Nikola


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-123994
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12399/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): primärer Hüftgelenkersatz , Kurzschaft-Endoprothese , klinische Ergebnisse
Freie Schlagwörter (Englisch): primary hip arthroplasty , short stem endoprosthesis , clinical results
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.11.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 23.12.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen der vorliegenden Studie sollte die Frage geklärt werden, welche klinischen und radiologischen Ergebnisse die Mini-Hip® Kurzschaftprothese nach zwei bis fünf Jahren Nachuntersuchungszeitraum liefert und ob die klinischen und radiologischen Ergebnisse und die Standzeiten vergleichbar sind mit denen anderer Kurzschäfte bzw. Standardschäfte. Des Weiteren sollte gezeigt werden, ob es Hinweise auf Zusammenhänge zwischen radiologischen und klinischen Ergebnissen bzw. zwischen Patientenmerkmalen und klinischen Ergebnissen gibt. Es sollte außerdem erörtert werden, ob die genannten Vorteile einer Kurzschaftprothese den Einbau, trotz besserer bzw. längerer Nachuntersuchungen von Standardschäften, rechtfertigen.
Dazu wurden zwischen 09/2008 und 11/2013 im Johanna Etienne Krankenhaus in Neuss und im Ortho Endo Center in München 172 Patienten, die mit einer Mini-Hip® Kurzschaftprothese versorgt wurden, rekrutiert und im Rahmen dieser Doktorarbeit nach durchschnittlich 3,5 (± 0,9) Jahren anhand von drei Fragebögen, einer klinischen Untersuchung und der Anfertigung eines Röntgenbildes nachkontrolliert. Das durchschnittliche Alter der Studienteilnehmer lag präoperativ bei 59,5 ± 10,6 Jahren bei einer Geschlechterverteilung von 86 Frauen (50,0 %) und 86 Männer (50,0 %).
Die vorliegende Studie zeigt, dass bei acht Patienten eine Komplikation auftrat, von denen fünf Fälle den Schaft betrafen. Somit hat die Mini-Hip® eine Überlebensrate von 98,3 % nach einem Jahr und von 97,1 % für den postoperativen zwei bis fünf Jahresverlauf. Der mittlere HOOS stieg von einem präoperativen Wert von 30,1 Punkten auf 91,3 Punkte bei der letzten Untersuchung.
Die klinischen und radiologischen Ergebnisse dieser Studie unterstützen die Verwendung dieser metaphysär verankerten Kurzschaftprothese. Die Überlebensraten und der Anstieg der Hüftscores sind vergleichbar zu anderen Kurzschaftprothesen und zu Standardschäften, wobei hier die Langzeitergebnisse für die Mini-Hip® noch abzuwarten sind. Bei Patienten mit höherem Alter, die mutmaßlich keine Wechseloperation mehr benötigen, sollte eine Standardschaftprothese mit längerem Nachuntersuchungszeitraum bevorzugt werden, bis Langzeitergebnisse auch für die Mini-Hip® vorhanden sind. Trotz der guten Kurzzeitergebnisse ist es daher wichtig, weitere Studien zu Überlebensraten der Prothese durchzuführen, um zu ermitteln, ob die vielversprechenden, kurz- und mittelfristigen Ergebnisse auch durch ein Langzeitüberleben der Prothese gestützt werden.
Kurzfassung auf Englisch: The object of the present study was to examine the clinical and radiological results of the short stemmed Mini-Hip® prosthesis after two to five year follow up and to evaluate whether the results are comparable to those of other short stems and those of conventional stems.
It was the aim to investigate if the argued advantages of short stems justify the use even though there are valuable long term studies for conventional stems that have been used for over 20 years.
Between 09/2008 and 11/2013 172 patients, who had a Mini-Hip® implantation on the hip joint were recruited at the Johanna Etienne Hospital in Neuss and at the Ortho Endo Centre in Munich. These patients were followed up over a mean of 3.5 years (± 0.9). Each follow up year the patients answered three questionnaires on their hip, had a clinical examination and a radiographic check up. The mean age at the time of the operation was 59.5 years (± 10.6). The gender distribution displayed 86 females (50.0 %) and 86 males (50.0 %).
Of the 172 cases five stems had to be replaced because of aseptic loosening (four cases, 2.3 %) and septic loosening (one case, 0.6 %). Additionally three acetabular cups had to be revised. Therefore the survival rate for loosening of the stem was 97.1 % for the two to five year postoperative course.
Significant improvements of both scores could be detected throughout the postoperative period. The Oxford Hip Score increased from 17.7 points preoperative to 45.6 points and the Hip Dysfunction and Osteoarthritis Outcome Score went from 30.1 points to 91.3 points at the last check up.
The results of this study support the use of the investigated cementless metadiaphyseal anchoring short stem system. The survival rate and the increase of the clinical scores are comparable to those of other short stems and conventional stems. Nevertheless there is a need for further clinical and radiological follow up in order to validate the long-term success of this short stem and to evaluate if the promising short and midterm results are supported by a long term survival of the prosthesis.
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