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Operationen des Pankreas am Universitätsklinikum Gießen : Ergebnisqualität, Einfluss der perioperativen Volumentherapie und Vergleich der Anastomosentechniken Pankreatogastrostomie versus Pankreatojejunostomie

Operations of the pancreas at UKGM : quality of outcome, influence of perioperative fluid therapy and comparison of pancreatogastrostomy versus pancreatojejunostomy

Tolksdorf, Konrad Theodor August


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-123244
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12324/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Pankreaskarzinom , Volumentherapie , Pankreasanastomose , Mortalität
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Allgemein-, Visceral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.10.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 14.11.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Die Operationen des Pankreas sind schwerwiegende, komplikationsbehaftete Eingriffe. In der hier vorgelegten Arbeit wurde die Ergebnisqualität der zwischen dem 01.01.2004 und 31.12.2013 am Universitätsklinikum Gießen durchgeführten Pankreasoperationen im Hinblick auf stationäre Verweildauer, postoperative Komplikations- und Letalitätsraten retrospektiv evaluiert. Ein Schwerpunkt lag hierbei auf dem Einfluss der perioperativen Volumengabe und der Wahl der Pankreasanastomosentechnik auf eben diese Parameter.
Im untersuchten Zeitraum wurden 313 elektive Operationen am Pankreas durchgeführt und hier ausgewertet. Dabei lag der Wert der interventionsbedürftigen Komplikationen leicht unter den in jüngster Vergangenheit veröffentlichten Morbiditätsraten anderer Studien, während die intrahospitale Letalitätsrate sich mit der anderer Untersuchungen deckte. Bei der Auswertung der erhobenen Daten stellte sich heraus, dass die am Universitätsklinikum Gießen operierten Patienten einen weitaus schlechteren präoperativen Gesundheitsstatus und vorangeschrittenere Tumorstadien aufwiesen als die Studienpatienten anderer Veröffentlichungen.
Auch konnte in der hier vorgelegten Arbeit gezeigt werden, dass ein restriktives perioperatives Volumenregime sich offenbar positiv auf das Outcome bei Pankreasoperationen auswirkt. Bei zurückhaltender Flüssigkeitsgabe traten bei besserem postoperativem, intensivmedizinischem Gesundheitsstatus signifikant weniger schwerwiegende Komplikationen auf. Ein Faktor, dem in weiterführenden prospektiven Studien nachgegangen werden sollte.
Im Vergleich der Operationstechniken der Pankreatojejunostomie und Pankreatogastrostomie konnte kein signifikanter Unterschied zwischen den allgemeinen Komplikationsraten festgestellt werden. Sowohl Pankreasfisteln als auch Pankreasanastomoseninsuffizienzen traten bei beiden Operationstechniken ähnlich häufig auf. Somit ist von einer Gleichwertigkeit der Anastomosenarten im Hinblick auf die Ergebnisqualität auszugehen.
Kurzfassung auf Englisch: Surgical operations on the pancreas are complex procedures and can lead to severe postoperative complications. In this study the quality of outcome of the performed operations at Universitätsklinikum Gießen was evaluated for the period between January 2004 and Dezember 2013 focussing on the length of hospital stay, postoperative morbidity and mortality. The influence of perioperative fluid therapy and the technique of the pancreatic anastomosis on these parameters were analysed.
In the evaluated period of time, 313 elective surgical operations were performed. The overall evaluation of these procedures showed a lower rate of severe complications requiring intervention than recently published by other authors. However the intrahospital mortality was comparable to the rates found in recent literatureand this is probably a result of the poorer preoperative condition of health und more advanced tumor stage of the patients operated at Universitätsklinikum Gießen.
It was shown that a restrictive perioperative fluid regime has an apparently positive influence on the outcome of pancreatic surgery. Patients with a restrictive fluid therapy had a significantly lower rate of severe postoperative complications and a better postoperative course of recovery compared to patients who underwent a permissive fluid therapy. This is a factor which should be analysed in subsequent prospective studies.
No significant difference between pancreatojejunostomy and pancreatogastrostomy regarding the overall rate of complications could be established. Both pancreatic fistula and insufficiency of the pancreatic anastomosis occurred with the same frequency. Consequently the equivalence of both techniques in terms of outcome can be assumed.
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