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Revaskularisation der unteren Extremitäten: ein retrospektiver Vergleich der femoropoplitealen Hybridtechnik versus alleiniger Bypassanlage

Schmidt, Silvia


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-122368
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12236/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Chirurgie, Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.08.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 30.08.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Zur Revaskularisation der unteren Extremität kommen verschiedene Verfahren zur Anwendung. Diese können unter den beiden Hauptdisziplinen der endovaskulären und offen-chirurgischen Revaskularisation zusammengefasst werden. Aufgrund von Mehretagenerkrankungen werden die Methoden zunehmend in sogenannten Hybrideingriffen miteinander kombiniert.
Ziel dieser Arbeit war es herauszufinden, ob das Hybridverfahren andere Ergebnisse im Hinblick auf das Outcome der Patienten hervorbringt als die konventionelle Behandlung mit einem Bypass. Um eine Beurteilung dieser Fragestellung zu ermöglichen, war es wichtig, die Ausgangssituation der beiden Gruppen zu untersuchen.
Die Studie wurde retrospektiv anhand von bereits vorhandenen Daten durchgeführt. Anhand der Ein- und Ausschlusskriterien wurden 109 Fälle identifiziert. Entsprechend des durchgeführten Verfahrens erfolgte die Zuteilung zu den beiden Studiengruppen. Die Wahl des Verfahrens traf der behandelnde Operateur, sodass die Zuteilung ohne Randomisierung erfolgte. Die Dauer des Follow-up betrug im Mittel 18 Monate.
Untersucht wurde der postoperative Aufenthalt insgesamt und auf ICU, die Früh- und Spätkomplikationen sowie die Mortalität. Aufgrund der geringen Fallzahl konnten bezüglich des Outcome keine statistisch signifikanten Unterschiede, wohl aber eine Tendenz festgestellt werden. Die Vergleichbarkeit der Gruppen wurde durch die statistisch signifikant unterschiedliche Anschlusssituation der beiden Gruppen beschränkt.
Die Zunahme der Prävalenz und der Komplexität des Krankheitsbildes der pAVK stellen dessen Behandlung vor neue Herausforderungen. Die Kombination von endovaskulären und offen chirurgischen Verfahren stellt einen neuen vielversprechenden Behandlungsansatz für das Bild der Mehretagenerkrankung dar. In Ermangelung an einheitlichen Ergebnissen und medizinischen Leitlinien zu diesem Verfahren sind prospektive Studien mit größeren Fallzahlen und homogenen Definitionen sowie Patientenkollektiven nötig, um den wachsenden Anforderungen an die Therapie dieser Erkrankung adäquat zu begegnen.
Kurzfassung auf Englisch: For revascularization of the lower extremity different methods are used. These can be grouped under two main disciplines of endovascular and open surgical revascularization. Due to multilevel peripheral arterial disease, the methods are increasingly combined in so-called hybrid procedures with each other.
The aim of this work was to find out, whether the hybrid method yields in different results in terms of patient outcome as conventional treatment with a bypass. In order to allow for an assessment of this issue, it was important to investigate the initial situation of the two groups.
The study was performed retrospectively based on existing data. Based on the inclusion and exclusion criteria, 109 cases were identified. According to the method performed the allocation resulted into the two study groups. The choice of method made the attending surgeon, so that the allocation was made without randomization. The duration of follow-up was 18 months on average.
The postoperative stay in ICU and overall, the early and late complications and mortality were analysed. Due to the small number of cases no statistically significant differences concerning the outcome could be made, but a tendency could be found. The comparability of the groups was limited by the statistically significant difference between the connection situations of the two groups.
The increase in the prevalence and complexity of the clinical picture of PAD provide the treatment with new challenges. The combination of endovascular and open surgical procedures represents a promising new treatment approach for the image of the multilevel PAD. In the absence of consistent results and clinical practical guideline on this procedure prospective studies with larger sample sizes and homogeneous definitions and patient populations are needed to meet the growing demands to address the treatment of this disease adequately.


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