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Nachhaltiges Konsumhandeln : Relevanz von Reflexionsfähigkeit im Rahmen von Bildung für nachhaltige Entwicklung

Metz, Martina


Originalveröffentlichung: (2016) Giessen : VVB Laufersweiler Verlag
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (24.251 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-120645
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/12064/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaft
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6439-6
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.02.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 24.05.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Nachhaltige Entwicklung und nachhaltiger Konsum liegen in der Verantwortung aller Ebenen der Gesellschaft. Jedoch verhindern Verhaltensroutinen und soziale Normen häufig einen notwendigen Wandel.
Diese Arbeit fokussiert auf Strukturen des Konsumhandelns von Studierenden und ist geprägt durch das innovative Konzept „Forschung in der Lehre“, wobei reflexive Fotografie und Bildung für nachhaltige Entwicklung verbunden werden. Ziel ist ein tieferer Einblick in das Konsumhandeln von Studierenden und die Anregung zur Reflexion des Konsumhandelns.
Methodisch umfasst die Arbeit ein qualitatives Experiment (mit qualitativer Bildanalyse und qualitativer Textanalyse von Präsentations-Transkripten) sowie einen Fragebogen.
Die Fotos zeigen die Heterogenität und Individualität der studentischen Lebensstile. Dabei geben sie Hinweise auf Handlungsweisen, z.B. Produkte aus Discountern auf den dortigen Einkauf oder billige Kleidung auf entsprechende Einkaufsgewohnheiten. Einrichtungsgegenstände lassen Rückschlüsse auf Ansprüche bezüglich der Wohnqualität zu. Der Inhalt der Kühlschränke steht symbolisch für Ernährungsgewohnheiten und im Haushalt verfügbare Lebensmittel. Die qualitative Textanalyse zeigt Faktoren in den Kategorien „Motive und Einstellungen“ sowie „förderliche“ und „hinderliche Aspekte“ für nachhaltigen Konsum. Zu Motiven zählen v.a. Aspekte von Praktikabilität, Spaß, Nachhaltigkeit, günstiger Preise und auch Luxus. Bei hinderlichen und förderlichen Faktoren wird jeweils auf Familie und die Lebenswelt Bezug genommen. Der Fragebogen spiegelt das generelle Phänomen, dass Nachhaltigkeit am häufigsten mit Umweltaspekten verbunden wird. Generell kann das Prinzip von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung, zumindest auf der Ebene des Faktenwissens, in der Studierendengruppe als sehr gut bekannt angesehen werden. Die Auswertung der geschlossenen Fragen des Fragebogens zeigt, dass von einem hohen Ausgangswert bei der Fähigkeit zur Reflexionsfähigkeit bei den Studierenden auszugehen ist. Dieser hat sich bei der Post-Erhebung im Vergleich zur Prä-Erhebung kaum verändert.
Die Methodologie „Forschung in der Lehre“ wird schlussfolgernd als erfolgreich und gewinnbringend für Forschende, Lehrende und Lernende bewertet. Aus Sicht der Forschenden ist ein Vorteil die Nähe bzw. der gute Zugang zur Zielgruppe. Studierende sind eine interessante Zielgruppe, da sie einerseits relativ homogen bezüglich des Alters sind. Andererseits stehen sie am Übergang vom schulischen zum beruflichen Leben, wodurch sich Transformationen im Leben ergeben. In dieser kritischen Phase ist es interessant zu erforschen, welche Einstellungen zum Leben und Motive des Handelns vorhanden sind.
Kurzfassung auf Englisch: Sustainable development and sustainable consumption lie in the responsibility of all levels of society. But, routines and social norms often contradict a necessary social change.
The doctoral thesis focuses on structures of students’ consumption behaviour and is coined by the innovative concept “research in education” connecting reflexive photography and education for sustainable development. Its aim is to gain deeper insight into students’ consumption behaviour and to induce self-reflection processes.
On a methodical level, the thesis comprises a qualitative experiment (including qualitative photo analysis and qualitative text analysis) as well as a questionnaire.
Data analysis reveals that photos can represent the heterogeneity and individuality of students’ lifestyles. They indicate consumption behaviour, e.g. by showing products which were bought in discount stores, or by representing cheap clothing. Furnishing allows conclusions regarding students’ standards of living. Contents of refrigerators symbolize eating habits and food available in the represented households.
The qualitative text analysis shows factors in the categories “motives and attitudes” as well as “supportive” and “inhibiting” aspects of sustainable consumption. Motives are especially aspects of practicability, fun, sustainability, cheap prices, and also luxury. Family and living environment are seen as both, supportive and inhibiting.
The questionnaire mirrors the general phenomenon that sustainability is mostly associated with environmental aspects. Basically, the principles of sustainability as well as sustainable development can be perceived as well represented in the group of students, at least on the level of factual knowledge. Analysis of closed questions reveals a high basic level of self-reflection ability which could barely be influenced in a pre-post-design.
Concluding, the methodology “research in education” is evaluated as successful and insightful for researchers, teachers, and students. Researchers have the advantage of getting good access to their target group. Students are a very interesting target group because on the one hand, they are relative homogeneous. On the other hand, they are in a transition phase between school and working life going along with transformations. In this critical stage of life, it is especially interesting and important to study their attitudes to life and motives according to their consumption behaviour.
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