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Ergebnisse eines alloarthroplastischen Gelenkersatzes mit einer bonitbeschichteten bikondylären Knie-Endoprothese

Mylek, Madlen


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-119996
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/11999/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: MediClin Waldkrankenhaus Bad Düben
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.02.2016
Erstellungsjahr: 2016
Publikationsdatum: 21.03.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Von Februar 2009 bis April 2010 fand im Rahmen einer mittelfristigen, retrospektiven Studie eine Nachuntersuchung der bikondylären, nicht geführten CPR-Knietotalendoprothese im Mediclin Waldkrankenhaus Bad Düben statt. Die Mehrzahl der 84 Patienten, entsprechen 106 Kniegelenken, bekamen ihren endoprothetischen Oberflächenersatz 2000-2003 implantiert. Der postoperative Zeitraum ist im Mittel 7,36 Jahre. Einer klinischen Untersuchung unterzogen sich 44 Patienten (56 KG), 40 (50 KG) beantworteten ausschließlich Fragebögen und von 41 Patienten (53 KG) standen Röntgenbilder zur Auswertung zur Verfügung. Das durchschnittliche Alter lag bei 67 Jahren.
Wichtige Grundlage bildeten der KSS, ein objektiv-subjektiver Fragebogen, und die subjektiven Fragebögen, WOMAC, KOOS und SF-36, u.a. für die Korrelationen.
Zu den objektiven Ergebnissen zählen der BMI und die Auswertung der Röntgenbilder. Anhand festgelegter Messpunkte wurden Femur-, Tibiateil-, Femurbeuge-, Tibiawinkel und die mechanische Achse bestimmt, sowie das Knochen-Implantat-Interface nach Aufhellungssäumen untersucht. In allen Fällen lag ein achsgerechter, stabiler Endoprothesensitz und kein röntgenologischer Varus vor.
Der BMI wurde präoperativ und zur Nachuntersuchung erhoben, der sich im Mittel nicht veränderte. 44,6% konnten ihren BMI senken (statistisch mehr Frauen), bei 36,6% der Patienten nahm der BMI zu. Ein hoher BMI (Übergewicht oder Adipositas) erschwerten die Bewältigung alltäglicher Aufgaben, nicht zuletzt wegen bestehender Schmerzen und den Gebrauch von Gehhilfen. Die Unfähigkeit zu sportlichen Aktivitäten beeinflusste die Möglichkeit der Gewichtsabnahme zusätzlich.
Im Vergleich führte die posterior stabilisierende Endoprothese (11 KG) zur Kreuzbanderhaltenden (92 KG) zu mehr Schmerzen und Problemen bei alltäglichen Aufgaben und negativen Beeinflussung der Lebensqualität.
Des Weiteren wurden primäre (81 KG)und sekundäre (22 KG) Gonarthrosen gegenübergestellt. Bei sekundären Gonarthrosen zeigten sich mehr Schmerzen im Vergleich zu primären Gonarthrosen.
Eine vorausgegangene TKKO beeinflusste Schmerzen, Streckdefizit und Gehleistung negativ, im Gegensatz zu denen die nie eine Umstellungsosteotomie hatten.
Eine hohe Zufriedenheit ergab sich bei wenig Schmerzen, fehlendem Streckdefizit, guter Beugefähigkeit und psychischer Gesundheit.
Insgesamt wurde von 74,5% der operierten Patienten der postoperative Gesundheitszustand als viel bis etwas verbessert eingestuft.
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