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Pulmonalvenenisolation bei paroxysmalem Vorhofflimmern mittels Kryoballonkatheter der 2. Generation: Untersuchung über interventionsbezogene elektrophysiologische und biophysikalische Effekte

Bobzin, Martin


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-119935
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2016/11993/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Pulmonalvenenisolation , Kryoballon , Vorhofflimmern , Ablationstherapie
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinikum Kassel, Medizinische Klinik II
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 29.02.2016
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 16.03.2016
Kurzfassung auf Deutsch: Vorhofflimmern besitzt aufgrund einer hohen und in der Zukunft weiter zunehmenden Prävalenz eine große gesellschaftliche Bedeutung. Wichtige Faktoren sind neben der mit der Erkrankung verbundenen Morbidität und erhöhten Mortalität auch die aufgrund klinischer Beschwerden deutlich eingeschränkte Lebensqualität. Bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern stellt eine Therapie zum Erhalt des Sinusrhythmus eine wichtige Therapieoption dar. Neben der medikamentösen Behandlung hat sich seit einigen Jahren die interventionelle Ablationstherapie etabliert. Dazu kann neben anderen Verfahren auch ein Kryoballonsystem eingesetzt werden.
Seit Oktober 2012 steht eine weiterentwickelte Generation des Kryoballons zur Verfügung. Zur Untersuchung der Ablationseigenschaften des neuen Ballons wurde eine Analyse der Ablationsbehandlung von 58 konsekutiv im Klinikum Kassel behandelten Patienten durchgeführt.
Die Troponin I-Freisetzung zeigte eine große Variabilität und korrelierte schwach negativ mit dem BMI, der Vorhofgröße und der mittleren minimalen Ballontemperatur. Interessanterweise fand sich keine Korrelation des Troponin I mit der kumulativen Ablationszeit und keine Korrelation der CK und der CK-MB mit den genannten Parametern.
Die Ablationsergebnisse zeigten eine hohe Effektivität des neuen Ballons: Alle Pulmonalvenen konnten erfolgreich abladiert werden, wobei dies in 84 % der Fälle bereits mit der ersten Kryoanwendung gelang. Die Ablationszeit bis zur elektrischen Isolation der Pulmonalvene war kürzer als bei vergleichbaren Untersuchungen mit dem Ballon der 1. Generation. Es konnten nur geringe lokoregionale Unterschiede zwischen den einzelnen Pulmonalvenen beobachtet werden.
Die effektive Strahlendosis und das zusätzliche Lebenszeit-Krebsrisiko korrelierten stärker mit dem BMI als mit der Durchleuchtungszeit. Dabei zeigte sich bei den stark übergewichtigen Patienten (BMI größer 35) ein besonderes Risiko mit einem bis zu sechsfach erhöhten Krebsrisiko.
Kurzfassung auf Englisch: The high and increasing prevalence of atrial fibrillation accords it an increasing social relevance. The major issues involved with this phenomenon include the associated morbidity, elevated mortality and the remarkable reduction in the quality of life of its sufferers. A therapy for preserving sinus rhythm is an important therapy option for patients with paroxysmal atrial fibrillation. In addition to the conventional treatment with drugs, interventional ablation therapy has been established a few years ago. One method to this end involves a cryoballoon system.
A second generation of the cryoballoon became available in October 2012. A recent study conducted at the Klinikum Kassel studied the ablation characteristics of the new balloon involving 58 patients. The troponin I release revealed considerable variation and correlated slightly negative with the BMI, the size of the atrium and the mean minimal balloon temperature. Interestingly, there was no correlation between troponin I and the cumulative ablation time and no correlation between the CK or the CK-MB and all the parameters mentioned.
The ablation results showed the new balloon to be high effective: all pulmonary veins were ablated completely. 84 percent of the first cryo applications were successful. The ablation time to isolation of the pulmonary vein was shorter than that with the balloon of the first generation. Only little regional differences between the pulmonary veins were observed.
The effective dose of radiation and the attributable lifetime cancer risk correlated more strongly with the BMI than with the fluoroscopy time. The cancer risk in highly obese patients (BMI more than 35) increased up to six times.
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