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Dentinhaftfestigkeit aktueller Bondingsysteme in Abhängigkeit vom Verblasdruck

Schmidt, Alexander


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-117807
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11780/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Adhäsiv , Dentinhaftfestigkeit , Verblasdruck , Thixotropie , Viskosität
Freie Schlagwörter (Englisch): shear bond strength , adhesive , air-blowing pressure , viscosity
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für ZMK, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.10.2015
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 10.11.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin, herauszufinden, ob unterschiedliche Verblasdruckwerte einen Einfluss auf den Dentinhaftverbund verschiedener Adhäsivsysteme haben.
Es wurden sechs auf dem Markt befindliche Adhäsive (Optibond FL/ Kerr, Bioggio, Schweiz; Clearfil SE Bond/ Kuraray, Okayama, Japan; iBond/ Heraeus-Kulzer, Hanau, Deutschland; GBond/ GC Corporation, Tokyo, Japan; Scotchbond Universal/ 3M ESPE, St. Paul, USA; Clearfil S3 Bond Plus/ Kuraray, Okayama, Japan) mit zwei unterschiedlichen Verblasdruckwerten (1,5 bar und 3,0 bar) verarbeitet. Pro Verblasdruckwert wurden 16 bovine Frontzähne untersucht, aus welchen Prüfkörper hergestellt wurden. Auf die Prüfkörper wurde nach der Applikation der Adhäsive ein definierter Kompositzylinder aus Stumpfaufbaumaterial (Clearfil Photo Core/ Kuraray, Okayama, Japan) aufgebracht, ausgehärtet und nach 24 Stunden Wasserlagerung bei 37° C mithilfe einer Universalprüfmaschine abgeschert. Die resultierenden Haftwerte wurden miteinander verglichen und statistisch ausgewertet.
Bei dem auf Aceton-Wasser basierenden Self-Etch-Adhäsiv GBond konnte ein hochsignifikanter Unterschied (p< 0,001) bei der Anwendung verschiedener Verblasdruckwerte nachgewiesen werden. Die aufgestellte Nullhypothese, ein veränderter Verblasdruckwert habe keinen Einfluss auf das resultierende Haftergebnis, konnte somit für GBond widerlegt werden.
Weiterhin konnte gezeigt werden, dass neben den bisher verantwortlich gemachten Lösungsmitteleffekten auch die Fließfähigkeiten bzw. die Viskositäten der in Bondingsystemen enthaltenen Harzkomponenten für unterschiedliche Haftwerte von Adhäsivsystemen verantwortlich sind.
Schlussfolgernd lässt sich daher feststellen, dass anhand der Zusammensetzung der Adhäsive keine Rückschlüsse auf einen idealen Verblasdruck gezogen werden können. Vielmehr sollten die Hersteller der Dentaladhäsive genaue Angaben über die Anwendungsparameter ihrer Bondingsysteme geben, welche vom Zahnarzt strikt eingehalten werden müssen. Nur dadurch lassen sich auch klinisch langlebige und stabile Haftverbunde erzielen.
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