Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Dos miradas sobre el espacio público en Cartagena (Colombia) y Quito (Ecuador) : de componente relevante conceptualmente pero relegado en la práctica a instrumento central de gestión urbana

Vergara, Adrián ; Gierhake, Klaus


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (177 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-117145
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11714/

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet: Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: ResearchPaper
Zeitschrift, Serie: Discussion papers / Zentrum für Internationale Entwicklungs- und Umweltforschung ; 69
Sprache: Spanisch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 30.09.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Der öffentliche Raum lateinamerikanischer Städte kann als ein Konfliktfeld verstanden werden, in dem viele Akteure und deren Interessen zusammentreffen, und die dann auch die strukturellen Probleme der Stadt reflektiert. Bisherige Studien zeigen unterschiedliche Tendenzen der Nutzung öffentlichen Raumes: eine schleichende Privatisierung; ein auf funktionelle Aspekte reduzierter Raum, entweder ein Umfeld für Freiheit oder eines für Kontrolle, oder auch für Machtdemonstration und Artikulation von Widerstand. Die Interpretation als Instrument zur Umsetzung transversaler Politik ist sehr jungen Datums.
An den Beispielen von Cartagena (Kolumbien) und Quito (Ecuador) werden Entwicklungstendenzen diskutiert. Beide Städte gehören dem UNESCO Programm „Kulturerbe der Menschheit“ an, beide verfügen über ein sehr gut erhaltenes koloniales Zentrum, eine historisch gewachsene Zentralität, damit im Prinzip über eine hervorragende Ausgangssituation, um auf der Basis „öffentlichen Raum“ eine neue Ausrichtung der Stadtentwicklung zu erarbeiten.
Für die Stadtverwaltung stellt sich nun die Herausforderung, neue Interaktionsmöglichkeiten zu schaffen.
Dieser Prozess wurde in Quito zwischen 2009 – 2014 weit vorangebracht, mit den Kulturprogrammen, dem kommunalen Fahrrad und den Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für die Bevölkerung ein fühlbares Niveau räumlichen Zusammenhaltes geschaffen. Dieses stellt die Basis zur Entwicklung eines städtischen Beziehungskapitals dar. Mit diesem Verständnis des öffentlichen Raumes, Bestandteil von fünf der sieben Entwicklungsachsen der Metropolitanplanes, und des Kolonialen Zentrums, Bestandteil aller Sektorpläne, wird eine neue Struktur der Raumplanung geschaffen, eine Art ergänzender Koordinierungsinstrument auf der Mikro-Ebene räumlicher Planung entwickelt.
Einen solchen Prozess kann man in Cartagena nicht beobachten. Die Ziele des metropolitanen Entwicklungsplanes sind deutlich ungenauer, nur sektorspezifisch formuliert. Es dominieren Elemente von Management und Kontrolle. Darüber hinaus ist die Entwicklung des Kolonialen Zentrums ein mehr oder weniger isolierter Planungsbereich. Es gibt keine spezifische Politik für den Umgang mit dem öffentlichen Raum. Innerhalb der vier Entwicklungsachsen der Stadt, werden Koloniales Zentrum und öffentlicher Raum nur indirekt erwähnt.
Kurzfassung auf Englisch: The public space in Latin American cities can be considered as a field of conflict, where many actors meet with their separate interests reflecting also structural city problems. Studies to date show different tendencies of utilization of public space: insidious privatization, spaces reduced to functional aspects, fields either for freedom or for control, or also for the demonstration of power or resistance. The interpretation as an instrument for the realization of transversal politics is of very recent date.
With special reference to Cartagena (Columbia) and Quito (Ecuador) developmental tendencies are discussed. Both cities belong to the UNESCO programme “Cultural Human Heritage”, both have a well preserved colonial centre, a historically grown centrality and therefore principally an excellent starting situation for elaborating a novel perspective of urban development on the basis of “public space”. This is a challenge for the municipal administration to create new opportunities for interaction.
This process has been far advanced in Quito from 2009 to 2014. With the culture programmes, the communal bicycle project, and measures for the advancement of public safety a noticeable level of spatial coherence was created which represents the basis for the development of an urban relationship capital. With this concept of public space that was part of five of seven development axes of the Metropolitan plan’s and of the colonial centre as well as of all sector plans a novel structure of spatial planning has been developed, a kind of supplementary co-ordination instrument at the micro level of spatial urban planning.
In Cartagena such a process cannot be observed. The aims of the metropolitan development plans have been formulated clearly less accurately pertaining only to specific sectors. Elements of management and control dominate. Furthermore the development of the colonial centre has been a more or less isolated area of planning.
There has been no specific policy for dealing with public space. With respect to the four urban development axes the colonial centre and public space have been mentioned only indirectly.
Lizenz: Lizenz-Logo  Creative Commons - Namensnennung, Nicht kommerziell, Keine Bearbeitung