Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Abschlussbericht zum eingesetzten digitalen Kartenmaterial

Schaarschmidt, Sandra


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (567 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-116626
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11662/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Digitale Karten , Kartenmaterial , GeoBib Projekt , Generalgouvernement , Datenanpassung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Medien und Interaktivität
Fachgebiet: Geographie
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: ResearchPaper
Zeitschrift, Serie: GeoBib Dokumentation ; M5.7R
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 26.08.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen des Projekts GeoBib ist eine annotierte und georeferenzierte Online-Bibliographie der frühen deutsch- und polnischsprachigen Holocaust- und Lagerliteratur (1933-49) entstanden. Die frühen Texte, die die Verbrechen des Holocaust thematisieren, wurden systematisch erfasst, um sie wieder auffindbar zu machen, im kollektiven Gedächtnis zu bewahren und für die künftige Forschung zu erschließen.

Das Besondere ist, dass die bibliographischen Daten mit einem Online-Atlas verknüpft sind, mit dessen Hilfe zusätzlich zur textbasierten Suche eine geographische Suche ermöglicht wird. Dadurch können Daten aus der Bibliographie kartographisch dargestellt werden, so dass Forschungsfragen aus einer zusätzlichen, räumlichen Perspektive nachgegangen werden kann. Der Benutzer kann zum Beispiel nach Orten, die mit den Texten in Verbindung stehen (wie Erscheinungsorten von Werken, handlungsrelevanten Orten, Geburtsorten von Autoren etc.), suchen und das Ergebnis mittels Karte einsehen und anpassen.

Im WebGIS des GeoBib-Projekts sollen daher passend zu den historischen Texten auch die zur damaligen Zeit gültigen administrativen Grenzen visualisiert werden. Da bisher kein einheitlicher und vollständiger Vektordatensatz für das historische Europa der 1930er und 1940er Jahre existiert, wurden zunächst bereits bestehende Datensätze recherchiert, um daraus das angestrebte Datenpaket zusammenzustellen.

Da die recherchierten Geodaten aus verschiedenen Quellen stammen, mussten sie harmonisiert und auf die projektspezifischen Bedürfnisse angepasst werden. Durch die projektinterne Erstellung weiterer Vektordaten wurden die zusammengetragenen Daten so weit wie möglich ergänzt.

Im Folgenden wird erörtert, aus welchen Quellen sich der Geodatensatz des Projekts GeoBib zusammensetzt, welche Daten ergänzend selbst erstellt werden konnten, welche Anpassungen (nicht) durchgeführt werden konnten und welches weitere Adaptionspotential sich daraus für die Zeit nach Projektende ergibt.

Das Dokument ist Teil der Schriftenreihe „GeoBib Dokumentation“, welche die im Laufe des Projekts "GeoBib" entstehenden internen Reports umfasst und somit die fortlaufenden Projektarbeiten dokumentiert.

Ziel des Projekts GeoBib ist es, die frühen Texte der deutsch- bzw. polnischsprachigen Holocaust- und Lagerliteratur von 1933 bis 1949 zu erfassen und deren bibliographische Angaben (ohne Volltexte) in einer Online-Datenbank bereit zu stellen. So können diese frühen Texte, die in weiten Teilen aus dem kulturellen und kollektiven Gedächtnis verdrängt wurden, für die öffentliche, wissenschaftliche und didaktische Wahrnehmung erschlossen und aufbereitet werden. Die systematische Erfassung der bis 1949 publizierten Texte sowie die Anreicherung durch exemplarische Informationen zu den Verfassern, zu gegebenenfalls erschienenen Rezensionen und Sekundärliteratur orientieren sich dabei an internationalen Annotationsstandards. Metadaten und Textinhalte (Orte, Lager, Gettos etc.) werden georeferenziert, d.h. anhand von Kartenmaterial verortet und in einem geographischen Informationssystem erfasst und dargestellt. Das zu entwickelnde Web-Portal soll dabei – neben der bibliographischen Suche – auch über geographische Karten gezielt Texte zu einer bestimmten Region auffindbar machen. Dabei sollen Abfragemöglichkeiten nach räumlichen Kriterien und bibliographischen Attributen kombinierbar sein.
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