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Verlauf der corticalen und spongiösen Knochendichte nach jährlicher Infusion von 5 mg Zoledronsäure bei schwerer Osteoporose und pathologischer Fraktur

Knapp, Gero Bernd Wilhelm


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-115629
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11562/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Osteoporose , Bisphosphonate
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Chirurgie, Anästhesie und Urologie, Klinik und Poliklinik für Unfallchirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 22.06.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 10.07.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Im Rahmen der vorliegenden Dissertation sollte der Verlauf der corticalen und spongiösen Knochendichte an der Lendenwirbelsäule von Patienten mit Osteoporose unter der Therapie von Zoledronat 5 mg intravenös beobachtet werden.
In der Beobachtungsstudie wurde die Therapie von insgesamt 53 Patienten, die aufgrund einer pathologischen Fraktur durch ihre Osteoporose, behandelt wurden, überprüft. Das verwendete Medikament Zoledronsäure (Aclasta®) ist seit 2009 in Deutschland für Frauen und Männer bei Osteoporose zugelassen und wird als Kurzinfusion einmal jährlich verabreicht.
Weiterhin sollten die knochenspezifischen Laborparameter Kalzium, Vitamin D, Parathormon und die Phosphatase im Verlauf beobachtet werden sowie das Nebenwirkungsprofil der Infusion dokumentiert werden.
Zur Überprüfung wurde jeweils vor Therapiebeginn und ein Jahr danach eine Knochendichtebestimmung mittels quantitativer Osteodensitometrie (QCT) an der Lendenwirbelsäule durchgeführt und die Laborparameter (Kalzium, Vitamin D, Parathormon und alkalische Phosphatase) bestimmt.
Die Ergebnisse der Arbeit zeigen einen unterschiedlichen Verlauf in der Dichte der Corticalis und Spongiosa. Während die corticale Knochendichte (cBMD) um 9,74 mg/ml (p=0,004) Ca-HA im Durchschnitt ansteigen konnte, wurde bei der spongiösen Knochendichte (sBMD) nur ein diskreter Zuwachs von 5,67 mg/ml Ca-HA (p=0,27) im Durchschnitt beobachtet.
Damit konnte in der Studie eine signifikante Zunahme der Knochendichte in der Corticalis der Lendenwirbelsäule gezeigt werden.
Die verwendeten Laborparameter wiesen bis auf das Parathormon ebenfalls eine Änderung unter Therapie. So konnte bei der Vitamin D und Kalzium-Konzentration im Serum ein signifikanter Anstieg beobachtet werden, während die alkalische Phosphatase einen signifikanten Abfall der Aktivität zeigte.
Bei den unerwünschten Ereignissen wurden die für Zoledronat bekannten Nebenwirkungen bestätigt. Bei 36 % der Patienten konnten nach der ersten Infusion Nebenwirkungen beobachtet werden, wobei die vier häufigsten Beobachtungen grippeähnliche Symptome, Arthralgie, Übelkeit und Hyperhidrose mit Fieber waren.
Zusammenfassend wurde in dieser Arbeit erstmals ein getrennter Verlauf von corticaler und spongiöser Knochendichte unter intravenöser Therapie mit Zoledronat nachgewiesen. Innerhalb eines Jahres war es im Vergleich zwischen spongiöser Knochendichte in der Corticalis der Lendenwirbelsäule zu einem signifikant höheren Zuwachs an Knochendichte gekommen.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this study was to observe the development in cortical and spongious bone mineral density in the lumbar spine in male and female patients with severe osteoporosis under therapy with once yearly intravenous 5mg zoledronic acid.
Therefore we included 53 patients in this observation study who have already undergone a fracture. The bisphosphonate Zoledronic acid (Aclasta®), is certified since 2009 in Germany for women and men with Osteoporosis and is given in a short infusion once yearly.
Furthermore the bone-specific laboratory parameters Kalzium, Vitamin D, ready hormone and the Phosphatase in the process should be observed as well the side effect profile of the infusion.
For the purpose of verification, the bone mineral density of the lumbar spine was measured by quantitative computer tomography (QCT) before the start of the therapy and one year after beginning. Also we determined the laboratory parameters Kalzium, Vitamin D, parathyroid hormone and alkaline Phosphatase.
We found differences in the density of cortical and spongious bone in the lumbar spine. While the corticale bone density (cBMD) could rise around 9,74 mg/ml Ca-HA on the average (p=0,004), in the spongious bone density (sBMD) only a discrete increase was observed by 5,67 mg/ml Ca-HA on the average (p=0,27).
The study showed a significant increase in cortical bone density of the lumbar spine after one year of treatment.
The changes in the biochemical laboratory parameters were significant for Kalzium, Vitamin D and alkaline Phosphatase. For Kalzium and vitamin a significant increase of the serum concentration was observed within the therapy. The activity of alkaline Phosphatase was significantly reduced after one year. The change of parathyroid hormone should be evaluated as random.
With the unwanted events for Zoledronat admitted the known side effects could be confirmed. Side effects arose with 36% of the patients after the first infusion, whereby the four most frequent were flu-like symptoms, arthralgia, nausea and hyperhidrosis with fever.

In this observation study a separated process in cortical and spongious bone mineral density in the lumbar spine could be shown for the first time. After one year of treatment with intravenous zoledronic acid a significant increase of the cortical bone density in patients with osteoporosis was achieved in this study.
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