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Vorbilder und Feindbilder : religiöse Ideen in christlichen Gemeinschaften

Kuhn, Thomas


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-115511
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11551/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Religion , Religionssoziologie , Max Weber , qualitative Sozialforschung
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Soziologie
Fachgebiet: Soziologie
DDC-Sachgruppe: Sozialwissenschaften, Soziologie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2015
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 02.07.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Im Anschluss an Max Webers Arbeiten, in denen religiösen Ideen eine wichtige Rolle zur Erklärung innerweltlichen Handelns beigemessen wurde, wurde in dieser Arbeit gefragt, welche religiösen Ideen sich in Glaubensgemeinschaften der Gegenwart nachweisen lassen. Sechs Gemeinschaften, die zusammen ein breites Spektrum der zeitgenössischen christlichen Religiosität abbilden, wurden hierzu vermittels leitfadengestützer Interviews, teilnehmender Beobachtung und Dokumentenanalyse untersucht. Neben der Frage, ob und gegebenenfalls wo sich solche religiösen Ideen heute noch nachweisen lassen, wurde auch die Frage thematisiert, welche Rolle diese Ideen im Leben der Gläubigen insbesondere außerhalb der Gemeinde spielen.

Es zeigte sich, dass religiöse Ideen in Gemeinschaften „religiöser Virtuosen“ nach wie vor nachweisbar sind. Jedoch finden sie in einer säkularisierten Gesellschaft kaum Resonanzraum. Religiöse Ideen sind daher im Alltagshandeln dieser Virtuosen entweder hintergründig wirksam ohne je offen artikuliert zu werden – oder sie werden offen ausgedrückt und es wird dabei in Kauf genommen, im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr verstanden zu werden. Bei den Forschungen in Ortsgemeinden, die freilich die übergroße Mehrheit der Gläubigen repräsentieren, ließen sich jedoch keine religiösen Ideen im Sinne der Fragestellung nachweisen.

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