Giessener Elektronische Bibliothek

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Vergleichende molekularepidemiologische Untersuchung porciner und humaner MRSA unter besonderer Berücksichtigung von Virulenzfaktoren

Hauck, Catherine


Originalveröffentlichung: (2015) Giessen : Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (8.610 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-114159
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11415/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Wiederkäuer und Schweine, Professur für Schweinekrankheiten; Universitätsklinikum Heidelberg, Department für Infektiologie, Krankenhaus- und Umwelthygiene
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6293-4
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.12.2014
Erstellungsjahr: 2015
Publikationsdatum: 08.04.2015
Kurzfassung auf Deutsch: LA-MRSA von Schweinen breiten sich seit ihrer Entdeckung im Jahre 2005 immer weiter unter den Schweinebetrieben und Personen mit Schweinekontakt aus. Von diesen Personengruppen können sie in Krankenhäuser eingetragen werden und stellen ein Risiko für die Bevölkerung dar. Genauso können aber auch mutmaßlich virulentere MRSA des ST398, welche in Krankenhäusern von HA-und CA-MRSA neue Virulenzgene über horizontalen Gentransfer erworben haben wieder von Landwirten, welche keinem Entlassungsscreening unterzogen wurden auf Schweine übertragen werden. So entsteht ein Kreislauf der Übertragung vermutlich immer virulenterer MRSA. Das Ziel dieser Studie war es MRSA von Schweinen, Landwirten, Tierärzten, Tiermedizinstudenten und Umgebungsproben zu isolieren und mit MRSA von Patienten aus dem Uniklinikum Heidelberg zu vergleichen, unter besonderer Berücksichtigung der Virulenzfaktoren. Außerdem sollte ein möglicher Eintrag von schweineassoziierten MRSA in das Uniklinikum Heidelberg nachgewiesen werden.
Als MRSA-Proben wurden Nasentupfer von Schweinen, Landwirten, Tierärzten und Studenten sowie Umgebungsproben entnommen und mit MRSA von Patienten des Uniklinikums Heidelberg verglichen. Die Tupfer wurden in CASO-Bouillon 24h bei 37°C angereichert und auf COS-5 %-Agar sowie MRSA-ID Agar ausgestrichen und 24h bei 37°C bebrütet. Die rosa gewachsenen MRSA-Kolonien von dem MRSA ID Agar wurden weiter durch MALDI-TOF als S. aureus und mittels VITEK2 als MRSA bestätigt. Bei den MRSA der Krankenhauspatienten erfolgte noch eine MRSA-Bestätigung mit einer mecA-/femB-PCR. Die Genotypisierung mit Analyse des ST und der Virulenzfaktoren wurde mit dem Microarray durchgeführt.
Kurzfassung auf Englisch: Porcine LA-MRSA are spreading more and more at pig farms and among persons coming into contact with pigs since they were discovered in 2005. They can be brought into hospitals by these groups of persons and they pose a risk to the population. But in precisely the same way, probably more virulent MRSA of the ST398 strain which have acquired new virulence genes by horizontal gene transfer in hospitals from HA and CA-MRSA can be transferred again to pigs by farmers without discharge screening. This produces an infection loop for probably more and more virulent strains of MRSA. The aim of this study was to isolate MRSA strains from pigs, farmers, veterinarians, veterinary students and ambient samples and to compare them with MRSA of patients from the University Hospital of Heidelberg, with special consideration of the virulence factors. Furthermore, a possible transfer of pig-associated MRSA strains into the University Hospital of Heidelberg was to be proven.
As MRSA samples, nasal swabs were taken from pigs, farmers, veterinarians, veterinary students and farm ambient samples and they were compared with MRSA strains from patients of the University Hospital of Heidelberg. The swabs were enriched in tryptic soy agar (TSA) for 24 hours at 37°C and streaked on Columbia agar with 5% sheep’s blood (COS) and MRSA ID agar and were incubated for 24 hours at 37°C. The pink grown MRSA colonies from the MRSA ID agar were also confirmed as S. aureus using MALDI-TOF technology and as MRSA using the VITEK 2 system. In addition, the MRSA strains from the hospital patients were confirmed as MRSA by mecA-/femB-PCR. Genotyping with an analysis of the ST and of the virulence factors was performed using the microarray.
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