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Determinanten der Nachfrage nach Biomilch : eine ökonometrische Analyse

Schröck, Rebecca


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-113946
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11394/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Biomilch , Haushaltspanel , Probit Analyse , Fixed-Effects-Modell , Handelsmarken
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Agrarpolitik und Marktforschung
Fachgebiet: Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement fachübergreifend
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: ResearchPaper
Zeitschrift, Serie: Agrarökonomische Diskussionsbeiträge ; 91
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 23.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: In der deutschen Literatur zum Markt für Biolebensmittel mangelt es bislang an quantitativen, ökonometrischen Analysen, die die Preis- und Einkommenselastizität der Nachfrage untersu-chen. Die vorliegende Arbeit liefert einen Beitrag, diese Forschungslücke zu schließen, indem Käufercharakteristika und Determinanten der Nachfrage nach Biomilch anhand von Daten des GfK-Haushaltspanels Consumer Scan für den Untersuchungszeitraum 2004 bis 2007 quantita-tiv analysiert werden. Es wird ein mehrstufiges Schätzverfahren angewendet. Auf der ersten Stufe wird mit Hilfe einer Probit-Analyse untersucht, welche Haushaltscharakteristika einen Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit haben, Biomilch zu kaufen. Kauft ein Haushalt Biomilch, analysiert die zweite Stufe, welche Determinanten die nachgefragte Menge beeinflussen. In einem dritten Schritt wird untersucht, ob sich die Preissensitivität der Verbraucher zwischen verschiedenen Haushaltsgruppen bzw. zwischen verschiedenen Einkaufsstätten unterscheidet.
Die Schätzergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, Biomilch zu kaufen, mit steigen-dem Bildungsniveau, mit steigendem Einkommen, wenn sehr junge Kinder im Haushalt leben und bei einer weiblichen Haushaltsführung wächst. Sie sinkt dagegen, wenn mehr als ein Kind im Haushalt lebt.
Die auf der zweiten Stufe berechneten Preiselastizitäten zeigen, dass Biomilch in Deutschland – sowohl in Marken- als auch in Handelsmarkenqualität –sehr unelastisch nachgefragt wird. Die nach Haushaltscharakteristika differenzierten Schätzungen ergeben, dass Alter, Einkom-men und Haushaltsgröße bei Biomilch einen deutlich geringeren Einfluss auf die Preissen-sibilität der Verbraucher haben als bei konventionell erzeugter Milch. Sowohl für Biomilch als auch für konventionell erzeugte Milch ist die Preiselastizität der Nachfrage in Discountern höher als in anderen Formen des Lebensmitteleinzelhandels. Erwartungsgemäß reagieren Verbraucher im Naturkosthandel am wenigsten auf Preisänderungen.
Die im Betrag niedrigen Preiselastizitäten der Nachfrage nach Biomilch legen den Schluss nahe, dass sich mit Preisaktionen im Einzelhandel keine Umsatzsteigerungen erzielen lassen. Zur Unterstützung des Wachstums des deutschen Biomilch-Marktes bieten sich vielmehr an-dere Marketingmaßnahmen an, die vornehmlich auf der Kommunikations- und Distributions-politik der Unternehmen beruhen.
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