Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Dimensionsstabilität und Präzision verschiedener Abformtechniken am Beispiel mehrerer Implantate im augmentierten zahnlosen Oberkiefer unter Verwendung des Xive® - Implantatsystems

Franke, Albert


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (7.135 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-113907
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11390/

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us


Freie Schlagwörter (Deutsch): Implantat , Abformung , Prothetik
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.03.2015
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 24.03.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Studie untersucht die Dimensionsstabilität und die Präzision der drei etablierten Abformungsverfahren Transfertechnik (indirekt), unverblockte Pick-up-Technik (direkt) und verblockte Pick-up-Technik (direkt). In diesem speziellen Fall sollten mehrere gewinkelte Implantate unter ansonsten konstanten Bedingungen in ihrer Übertragbarkeit auf ein Labormodell hin überprüft werden.
Dazu wurde ein vorhandenes Gipsmodell eines behandelten Patienten in Kunststoff überführt, von den acht inserierten Implantaten kamen letztlich sechs Implantate zur Vermessung. Die Implantatpositionen lagen in regio 17,15,12,21,23,27. Die Transfertechnik wurde mit konfektionierten Abformlöffeln durchgeführt, bei den direkten Abformmethoden wurden individuelle Löffel genutzt. Als Abformmaterial wurde bei allen Abdrücken Polyether verwendet, für jedes Abformverfahren wurden jeweils zehn Abformungen, die jeweils zu zehn Gipsmodellen ausgegossen wurden, hergestellt. Die indirekte Abformtechnik nutzte Transferkappen, die vor Abformung auf die Abformpfosten rotationssicher aufgesteckt wurden. Die Verblockung der direkten Technik wurde mittels Kunststoff auf einem Arbeitsmodell hergestellt, nach 24 Stunden Lagerung erneut getrennt und mit einer geringen Menge des gleichen Kunststoffes erneut verklebt, nach weiteren 30 Minuten Wartezeit abgeformt. Alle Abformungen wurden standardisiert unter Einsatz einer „Abformmaschine“ vorgenommen. Für jede Abformtechnik wurde eine reproduzierbare Abformlöffel-Urmodell-Konfiguration eingestellt.
Alle angefertigten 30 Gipsmodelle wurden mit einer 3D-Koordinatenmessmaschine vermessen und die Daten mit dem vor Abformungsbeginn vermessenen Urmodell verglichen in den Kategorien Neigungs- und Rotationsachsenänderung sowie der dreidimensionalen Verschiebung im Koordinatensystem.
Die Ergebnisse zeigten signifikante Abweichungen. Die verblockte direkte Abformtechnik erreichte die präziseste Imitation des Urmodells, gefolgt von der Transfertechnik. Die unverblockte direkte Technik erzielte im Vergleich die ungenauesten Werte.
Die Dimensionsstabilität korreliert direkt mit der verwendeten Abformmethode. Die Nullhypothese wurde verworfen, die Verblockung bei multiplen angulierten Implantaten hat eine Verbesserung der Wiedergabequalität eines Gipsmodells zur Folge.
Kurzfassung auf Englisch: The current study analyses the dimensional stability and accuracy of three established impression techniques: the indirect closed tray technique, the unsplinted open tray technique and the splinted open tray technique. In this specific case, various angulated implants were investigated in their transferability to a plaster model under otherwise constant conditions.
For this purpose an existing gypsum model of a treated patient was transferred into plastics, six of eight inserted implants were measured. The implant positions were at regions 17,15,12,21,23,27. Stock trays were used for the indirect technique, whereas custom-made trays were used for both direct techniques. Polyether impression materials were used for all impressions, ten impressions were taken for each impression procedure and ten stone casts were fabricated from the impressions. Transfer caps were used for the closed tray technique, which were placed rotation-locked on abutments before impression making. The splinting of open tray was produced on a stock cast, after setting for 24 hours separated and reconnected with a small amount of the same acrylic resin. After waiting 30 minutes, the impression was then taken. All impressions were taken with an “impression machine” under standardized conditions, so that a reproducible configuration between tray and cast could be adjusted for each technique.
All 30 produced dental stock casts were measured with a three dimensional coordinate measuring machine and data was compared to the master model, which had been measured before impression taking, in relation to changing rotation axis, tilting axis and three dimensional shift in the coordinate system.
Results showed significant deviations. The splinted open tray technique achieved the most precise imitation of the master model, followed by the closed tray technique. The unsplinted open tray technique obtained the most imprecise values in comparison with the other techniques.
Dimensional stability correlates directly to the used impression technique. The null hypothesis was rejected, splinting of various angulated implants showed significant improvement of the plaster models´ reproduction quality.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand