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Frequency and relevance of genetic alterations of the ID3-TCF3-CCND3 pathway in pediatric mature B-cell Non-Hodgkin lymphoma

Frequenz und Relevanz von genetischen Veränderungen im ID3-TCF3-CCND3 Signalweg in pädiatrischen reifen B-Zell Non-Hodgkin-Lymphomen

Rohde, Marius


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-113692
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11369/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Burkitt Lymphom , Non-Hodgkin Lymphom , ID3 , Mutationen
Freie Schlagwörter (Englisch): Burkitt lymphoma , Non-Hodgkin lymphoma , ID3 , mutation
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin - Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.02.2015
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 13.03.2015
Kurzfassung auf Englisch: B-cell Non-Hodgkin Lymphoma (B-NHL) is the most common type of Non-Hodgkin Lymphoma in childhood and adolescent cancer patients. B-NHL can be further classified into subtypes, with Burkitt lymphoma (BL) being the most common entity in pediatric patients. Recently published large-scale next-generation sequencing studies unveiled sets of recurrently mutated genes in tumor cells of pediatric and adult B-NHL patients and introduced functionally related Inhibitor of DNA 3 (ID3), Transcription Factor 3 (TCF3) and Cyclin D3 (CCND3) as potential drivers of BL lymphomagenesis. However, validation of these findings showed inconsistent mutation rates and assessment of clinical relevance was limited.
In the present study frequency and relevance of mutations in ID3, TCF3 and CCND3 were analyzed within a well-defined cohort of 84 uniformly diagnosed and treated pediatric B-NHL patients. Mutation frequency was 77% (ID3), 13% (TCF3) and 37% (CCND3) in BL (including Burkitt leukemia) and mutations remained almost exclusive for MYC rearrangement positive cases. ID3 mutations were detected in remarkably higher frequency than previously published. There was no clear association between mutation status and outcome, but certain concurrent mutations where enriched in more advanced stages of the disease.
As a control group of a related malignancy, 96 samples from precursor B-cell leukemia (pB-ALL) patients were also analyzed for ID3 mutations. As expected, no mutations were found, but two cases showed genomic variants in ID3. Interestingly, for one of these cases it was possible to show a genetic alteration involving MYC, which is usually a key feature of BL.
We conclude, that almost 90% of MYC rearrangement positive B-NHL harbored mutations in at least one of the investigated genes and therefore this study promotes the corresponding pathway to play an essential role in BL and especially in pediatric cases.
Kurzfassung auf Deutsch: B-Zell Non-Hodgkin Lymphome (B-NHL) sind der häufigste Typ von Non-Hodgkin Lymphomen bei Kindern und Jugendlichen mit malignen Krebserkrankungen. B-NHL können weiter in Subtypen klassifiziert werden, in denen das Burkitt Lymphom (BL) die häufigste Entität bei Kindern und Jugendlichen darstellt. In der jüngsten Zeit haben Ganzgenomsequenzierungen von Tumorproben eine Liste von besonders häufig mutierten Genen in B-NHL von pädiatrischen und erwachsenen Patienten gezeigt. Unter anderem wurden die funktionell zusammenhängenden Kandidaten ID3, TCF3 und CCND3 als mögliche Antreiber der Lymphompathogenese bei BL beschrieben. Allerdings zeigten sich in verschiedenen Studien inkonsistente Mutationsfrequenzen und die Untersuchung der klinischen Bedeutung war limitiert.
In dieser Studie wurden die Frequenz und Relevanz von Mutationen in den drei Kandidatengenen ID3, TCF3 und CCND3 in einer klar definierten Kohorte von 84 einheitlich diagnostizierten und behandelten pädiatrischen Fällen mit B-NHL untersucht. In BL (inklusive Burkitt Leukämie) waren die Mutationsfrequenzen 77% (ID3), 13% (TCF3) und 37% (CCND3) und in Bezug auf die Gesamtkohorte kamen Mutationen in den untersuchten Kandidatengenen fast ausschließlich in Fällen mit gleichzeitiger MYC- Translokation vor. Die Frequenz der ID3 Mutationen war unerwartet höher als bisher publiziert. Es zeigte sich kein klarer Zusammenhang zwischen dem Mutationsstatus und der Prognose. Es ergaben sich jedoch Hinweise für einen Zusammenhang von bestimmten Mutationskombinationen mit höheren Krankheitsstadien.
In einer Kontrollgruppe von 96 pädiatrischen Fällen mit einer akuten Vorläufer-B-Zell lymphoblastischen Leukämie ließen sich keine ID3 Mutationen feststellen, sondern lediglich zwei Fälle mit nichtkodierenden Varianten. Interessanterweise gelang es, für einen dieser Fälle eine genetische Aberration des MYC-Gens nachzuweisen, dessen Translokation eigentlich die typische molekulare Veränderung für BL ist.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass nahezu 90% der untersuchten MYC- rearrangierten pädiatrischen B-NHL eine Mutation in mindestens einem der drei untersuchten Kandidatengene aufwiesen und damit unterstreicht diese Arbeit die besondere Rolle der beschriebenen Gene, insbesondere in pädiatrischen Burkitt Lymphomen.
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