Giessener Elektronische Bibliothek

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Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen : telefonische Beratung als flächendeckende Interventionsmöglichkeit?

Overweight and obesity in childhood and adolescence : telephone based counseling as nationwide intervention method?

Markert, Jana


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.712 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-112538
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2015/11253/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ernährungswissenschaft , Adipositas , Systemische Beratung , Telefonberatung/SMS
Freie Schlagwörter (Englisch): science of nutrition , obesity , systemic telephone counseling , short message service
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaft; Universität Leipzig, Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) für Adipositaserkrankungen
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Naturwissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.11.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 05.01.2015
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit stellt innovative, mediengestützte Konzepte zur unterstützenden Beratung von Kindern und Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas für den präventiven und therapeutischen Bereich vor. Den Kern der vorliegenden Dissertationsschrift bilden drei Veröffentlichungen (Originalartikel) aus internationalen Fachzeitschriften, in denen Konzepte der systemischen Telefonberatung zur Unterstützung von Familien bzw. Jugendlichen mit Übergewicht und Adipositas beschrieben werden. Folgende Ergebnisse können aus der Arbeit abgeleitet werden: Für präventive Maßnahmen im Bereich der Adipositas im Kindes- und Jugendalter können Kinderarztpraxen eine gute Möglichkeit darstellen, betroffene Familien zu erreichen. Die Erreichbarkeit von Familien mit einem niedrigen sozioökonomischen Status (SES) für präventive Lebensstilinterventionen bleibt schwierig. Die angesprochenen Familien nehmen ein telefonbasiertes, verhaltenspräventives Angebot jedoch nur begrenzt wahr. Telefonbasierte Lebensstilinterventionen können einen günstigen Effekt auf den BMI-SDS von Kindern u. Jugendlichen (4-17 Jahre) haben, wenn sie gemäß dem Programmmanual durchgeführt werden. Die Ergebnisse des vorgestellten T.A.F.F.-Programms sind vergleichbar mit herkömmlichen Beratungsprogrammen, bei denen die Beteiligten persönlich aufgesucht werden bzw. die Beratung in Gruppen oder Einzelsettings in einer Praxis oder Klinik angeboten wird. Nachsorge mittels digitaler Medien ist gut umsetzbar. 14- bis 18-jährige Jugendliche nehmen diese Form der Nachbetreuung nach einer stationären Adipositastherapie an; die Dropout-Raten sind gering. Für den Nachsorge-Bereich ist zu überdenken, Programme direkt aus den entsprechenden Rehabilitationskliniken heraus anzubieten. Die bereits entstandene Therapeuten-Patienten-Beziehung zwischen dem in der Reha-Klinik tätigen (psychologischen) Personal und den Betreuten könnte als Ausgangsbasis genutzt werden.
Kurzfassung auf Englisch: The PhD-thesis presented herein describes innovative media supported preventive and therapeutic counseling concepts for children and adolescents with overweight or obesity. The core of the thesis is represented by three original articles published in international scientific peer-reviewed journals. The articles describe telephone counselling concepts supporting families and adolescents with overweight and obesity in their weight management process. The following results have been obtained: Pediatricians in private offices are highly interested in addressing families with children with overweight for participation in intervention programs. The majority of pediatricians (85%) supported a preventive telephone counseling program by transferring the offer to the respective families. To get families with a low socioeconomic status (SES) involved in obesity prevention programs remains challenging. Participation rates of individually addressed families are still disappointing. This fact underlines the demand for societal changes in the context of obesity. Telephone based lifestyle interventions can have a favorable effect on the BMI z-score of children and adolescents (4-17 y.), if they are performed according to the study protocol. Therefore, the effectiveness of the presented telephone counseling program T.A.F.F. (Telephone based adiposity prevention for families) is comparable to other counseling programs which are based on personal contact in practices or hospitals. Media supported (telephone and SMS) weight maintenance programs for adolescents after in-patient obesity therapy are feasible. Adolescents (14-18 y.) participate in the TeAM program (Telephone based adiposity management) and adhere to it sufficiently. Weight maintenance programs after in-patient therapy provided directly by the respective (rehabilitation) hospital should be considered, as they could continue on the established relation between patient and therapist.
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