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Auswirkungen unterschiedlicher MRT-Sequenzen auf die manuelle Größenbestimmung von Bandscheiben

Pohl, Caroline


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-112468
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11246/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Neuroradiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 10.11.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 19.12.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Zielsetzung dieser Studie war die Definition von Landmarken an der menschlichen Wirbelsäule bei MRT Bildern, mittels derer verschiedene Größen der Bandscheiben manuell vermessen werden konnten, so konnte auch untersucht werden, wie sich diese gemessenen Größen im Tagesverlauf und in Abhängigkeit von den genutzten MRTSequenzen unterschieden. Die gewonnenen Daten sollen zur Entwicklung einer Software gestützten Vermessung von Bandscheiben, die in einem späteren Projekt erfolgen soll, beitragen.
Es wurden die Wirbelsäulen eines männlichen und weiblichen Probanden an drei Tagen jeweils morgens und abends mittels einer MR-tomographischen Untersuchung bildmorphologisch dargestellt. Dabei wurde ein 1,5 Tesla starker Magnetom „Avanto“ der Firma Siemens, Erlangen, Deutschland benutzt. In diesen jeweils sechs durchgeführten Messungen sind an 10 Bandscheiben vier Größen („anteriore Höhe“, „posteriore Höhe“, „Höhe in der Mitte der Bandscheibe“, „ap-Länge“) jeweils dreimal wiederholt gemessen worden.
Ein ex vivo Präparat einer Schweinewirbelsäule diente als Phantom bezüglich der Tagesvariabilität und der Reliabilität der MRT Darstellung und wurde sowohl mittels MR-Bildgebung mit dem oben genannten Magnetom, sowie mittels Bildgebung durch einen Volumen Computer Tomographen, dem eXplore Locus Ultra der Firma GE Health Care, London, Ontario, Kanada, untersucht. Die so gewonnenen Bilddaten wurden verglichen.
Es wurden Vergleiche der Sequenzen untereinander angefertigt, sowie die Ergebnisse der morgendlichen und abendlichen Messung verglichen und mittels gepaarten t-Tests statistisch ausgewertet.
Es zeigte sich tendenziell, dass sich die erhobenen Werte der „anterioren“ und „posterioren Höhe“ und der „Höhe in der Mitte der Bandscheibe“ in den Sequenzen T1 und T2 signifikant kleiner darstellten als in der Sequenz TIRM; die ap-Länge jedoch stellte sich in der TIRM-Sequenz kleiner dar als in den Sequenzen T1 und T2, was sich sowohl bei den Vermessungen der menschlichen Wirbelsäule, als auch bei der Vermessung der Schweinewirbelsäule im MR-Tomographen zeigte.
Man beobachtete eine signifikante Größendifferenz der gemessenen Größen der Bandscheiben über den Tagesverlauf, bei der die Messergebnisse der morgendlichen Messungen größer sind als die der abendlichen Messungen, obwohl die MR tomographischen Aufnahmen erst 2 bis 4 Stunden nach dem Aufstehen angefertigt worden sind. Vergleicht man die Daten der Schweinewirbelsäule, gewonnen in der MRTomographie mit denen der Computertomografie, so sind die Bandscheibengrößen, gewonnen in der MR-Tomographie, größer als die der Computertomographie. Da bei den VCT Bildern die knöchernen Strukturen klarer abgrenzbar waren, liegt die „wahre“ Größe der Bandscheibe wahrscheinlich näher an diesem ermittelten Messwert, als bei den als größer gemessenen Messwerten der MRT Bildgebung, auch wenn als Einflussfaktor bei der Schweinewirbelsäule die ex-vivo Messung und damit ein möglicherweise niedrigerer Wassergehalt der Bandscheibe hinzukommt.
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