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Analyse von Zelltodparametern nach Polytraumatisierung

Analysis of cell death parameter after polytrauma

Nouland, Denise van den


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-112288
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11228/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Polytrauma , Zelltot , Cytokeratin18 , CK18 , IL6
Freie Schlagwörter (Englisch): Polytrauma , cell death , Cytokeratin18 , CK18 , IL6
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Chirurgie, Anaesthesiologie und Urologie, Klinik für Anaesthesiologie und Operative Intensivmedizin
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.09.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 19.12.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Das Polytrauma stellt die häufigste Todesursache der unter 45-jährigen dar. Die Krankenhausletalitätsrate von schwer verletzten Trauma-Patienten beträgt 10,3%, wovon ca. die Hälfte der Patienten schon innerhalb der ersten 24 Stunden nach Krankenhausaufnahme hauptsächlich aufgrund ihrer schweren Verletzungen versterben. Spätere Haupttodesursachen sind schwerwiegende Komplikationen wie z.B. Organversagen, Multiorganversagen oder die Entwicklung einer Sepsis. Dabei ist bis jetzt unklar, ob die Apoptose und Nekrose möglicherweise eine vorherrschende Rolle bei den polytraumatisierten Patienten spielen. Von großem Interesse war vor allem die prognostische Wertigkeit der Cytokeratine CK18 und cCK18 in Bezug zum Outcome der Patienten. Die Bestimmung des vorherrschenden Zelltods ist vielleicht auch bezüglich neuer therapeutischer Interventionen, welche das schlechte Outcome von polytraumatisierten Patienten verbessen könnten, nützlich.
Die Ausgangsdaten und klinische Daten von insgesamt 77 Patienten wurden analysiert, davon überlebten 64 Patienten, 13 verstarben. Die Blutproben wurden direkt bei der Aufnahme in die Klinik, sowie an Tag 3, 5, 7 und 9 um 7 Uhr morgens entnommen. Das durch Caspasen gespaltene (cCK18) und das ungespaltene Cytokeratin18 (CK18) wurden als Marker für den Zelltod gemessen. Darüber hinaus wurde IL6 bestimmt.
Da CK18 und cCK18 zum Zeitpunkt der Aufnahme keinen signifikanten Unterschied zwischen den überlebenden und verstorbenen Patienten zeigten, sind diese nicht als Prädiktor für das Outcome geeignet. Jedoch waren bei den verstorbenen Patienten augenscheinliche frühe apoptotische und späte nekrotische Reaktionen nachzuweisen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht die Absolutwerte, sondern der Anstieg, bzw. Abfall der Werte im Vergleich zum ersten Tag aussagekräftige Informationen preisgaben. Zudem wurden Zusammenhänge mit weiteren Parametern untersucht.
CK18 und cCK18 sind zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht als Prädiktor für das Outcome geeignet, sie bergen im Verlauf aber möglicherweise zusätzliche Informationen über den Zustand der Patienten sowie deren Outcome und könnten eventuell helfen die Entwicklung neuer Therapien zu unterstützen.
Kurzfassung auf Englisch: Polytrauma is the most frequent cause of death for patients under 45 years of age. The in-hospital mortality rate from severe injured trauma patients is 10,3%, with one half of the patients already dying in the first 24 hours after admission to the hospital mainly due to their severe trauma. Later, the main causes of death are serious complications such as organ failure, multi-organ dysfunction, or developing a sepsis. It is still unclear if necrosis and apoptosis possibly play a predominant role in polytraumatised patients. Particularly of great interest was the prognostic value of the cytokeratines CK18 and cCK18 regarding the outcome of the patients. Perhaps is determining the prevalent mode of cell death also valuable, concerning new therapeutic interventions might improve unsatisfactory outcomes in polytraumatised patients.
A total of 77 patients were analysed based on baseline and clinical data, of which 64 were survivors and 13 non-survivors. Blood samples from patients were collected at the time of admission to the hospital, as well as day 3, 5, 7 and 9 at 7am. Caspase-cleaved (cCK18) and uncleaved cytokeratin-18 (CK18) were measured as a marker of cell death, as well as IL6.
Since CK18 and cCK18 showed no significant difference in between the survivors and non-survivors at the time of admission they are not qualified as a predictor for the outcome. Furthermore, clear signs of early apoptotic and late necrotic reactions were detectable in non-survivors. Although it is worth noticing, that the absolute values did not reveal meaningful information, whereas the increase and decrease of the values in comparison to the first day did. Also connections with further parameters were investigated.
CK18 and cCK18 are not qualified as a predictor for the outcome at the time of admission, however in the process they possibly contain additional information over the situation of the patients and their outcome, and perhaps they can help to support the development of new therapies.
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