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Culture and risk based water and land management in karst areas : an understanding of local knowledge in Gunungkidul, Java, Indonesia

Kultur und Risk-Based-Wasser- und Landmanagement in Karstgebieten : ein Verständnis der lokalen Kenntnisse in Gunungkidul, Java, Indonesien

Retnowati, Arry


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-112166
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11216/

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Freie Schlagwörter (Englisch): culture , hazard , local knowledge , landscape model
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Anthropogeography
Fachgebiet: Geographie
DDC-Sachgruppe: Geowissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 03.12.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 05.12.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Diese Studie wurde in der Karst-Region GunungKidul in Indonesien durchgeführt, welche weltweit bekannt ist für ihre konischen Hügel. Charakteristisch fürKarst-Regionen ist das Risiko von Wasserknappheit während der Trockenzeit. Diesesbringt die einheimische Bevölkerung dazu, Anpassungsstrategien zu entwickeln um mit den limitierten Wasser- und Landressourcen zu haushalten. So hat die Bevölkerung die Fähigkeit entwickelt Zeichen der Natur zu deuten, von klimatischen Bedingungen bis hin zum Verhalten von Pflanzen und Tieren, gekoppelt mit der Identifikation physikalischer Erscheinungen, um mit dem jährlichen Wandel der Jahreszeiten zurechtzukommen.
Intensive Beobachtungen, auch ilmu titen genannt, von Veränderungen der Umwelt, insbesondere klimatischer Faktoren, haben den Menschen geholfen ein landwirtschaftliches System zu entwickeln, welches sich dem jährlichen Wandel der Jahreszeiten anpasst. Pranata Mangsa ist die wichtigste ilmu titen und befasst sich mit der Veränderung klimatischer Faktoren und ihrer Auswirkungen auf das Verhalten von Pflanzen und Tieren und gehört zum lokalen Wissen. Pranata Mangsa und die Identifikation physikalischer Erscheinungen wird in der Tumpangsari Landwirtschaft angewandt, welche den Zeitpunkt des Verbrauchs von Wasser und Landressourcen beachtet. Der Zyklus von PranataMangsa besteht aus Parabeln die Zeichen der Natur beschreiben. Es braucht also tiefes Verständnis und Interpretations fähigkeit um daraus Naturrisiken abzuleiten. Diese Herausforderung nimmt auf Grund des weltweiten Wandels von Klimafaktoren, welche den zeitlichen Ablauf des Pranata Mangsa Zyklus beeinflussen, zu.
Die Fähigkeit von ilmutiten im Pranata Mangsa muss neuentwickelt werden um sich globalen Herausforderungen im lokalen Kontext stellen zu können. Die vorliegende Studie führt qualitative Untersuchungen in einem partizipatorischen Ansatz durch und nutzt Fokusgruppen-Diskussionen (FGD) sowie detaillierte Interviews. Dies wird unterstützt von Feldbeobachtungen und räumlicher Analyse, welche das information communication technologies (ICT) nutzt. Lokal-räumliches Wissen der Bewohner der Karst-Region Gunungkidul wird in ein Landschaftsmodell übertragen. Dieses Modell soll jeden Zeitrahmen von Pranata Mangsa abbilden, um den Leuten zu helfen die Änderungen oder Störungen ihrer Umwelt zu identifizieren, sammeln und analysieren.
Lokales Wissen der Karst-Region GunungKidul muss wieder hervorgeholt und passend zu den sich entwickelnden Umweltveränderungen neuerfunden werden. PranataMangsa mag altmodisch und überholt sein, doch die Fähigkeit Wissen aus der Natur und ihrer Interaktion mit Mensch, Pflanzen und Tieren zu ziehen, bestimmt den Umgang der Menschen mit Wasser und verfügbarem Land in einer Karstregion um Naturrisiken zu identifizieren und das Risiko der jährlichen Wasserknappheit und seiner Folgen zu reduzieren.
Kurzfassung auf Englisch: This study was conducted in Karst Gunungkidul Indonesia. Karst regions are characterized by the possibility of water scarcity during the dry season. This encourages local people to develop adaptation strategies to manage limited water and land resources. People have developed the skill to observe natural signs, from climatic features, plants and animal behavior, coupled with physical features identification, to guide them in how to manage annual season changes.
Keen observation of environmental changes, concerning climatic factors particularly, is known as ilmu titen. Ilmu titen has guided people to develop agricultural systems in adaptation to annual season changes. Pranata Mangsa is the most recognizable ilmu titen concerning climatic factor changes followed by plants and animal behavior changes, and is considered local knowledge. In implementation of Pranata Mangsa and physical features identification, people apply the Tumpangsari farming system which takes into consideration the timing of water and land consumption. The cycle of Pranata Mangsa consists of parable phrases to describe natural signs, thus it takes deep understanding and interpretation to derive natural hazards and risk from it. The challenges arise due to global climatic factors which affect the time frame of the Pranata Mangsa cycle.
The skill of ilmu titen on Pranata Mangsa needs to be re-invented to face global challenges within a local context. This study applies qualitative research in a participatory approach using Focused Group Discussion (FGD) and In-depth interview, supported by field observation and spatial analysis using information communication technologies (ICT). Local spatial knowledge that is embedded and embodied in Karst Gunungkidul people is transformed into a landscape model. The model aims to accommodate each time frame of Pranata Mangsa to help people identify, collect and analyze the changes or disturbances in their surrounding environment.
Local knowledge of Karst Gunungkidul needs to be re-invented in accordance with evolving environmental changes. Pranata Mangsa may be old fashioned and outdated, but the skill of gaining knowledge from nature and its relationship with the inhabitants: humans, plants and animals; determines how people manage water and land availability on Karst environments to identify natural hazards and reduce the risk of annual water scarcity and the following effects.
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