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Einfluss einer kompensierten Niereninsuffizienz auf die peri- und postoperativen Ergebnisse bei Patienten nach koronarer Bypass-Operation

Impact of a compensated renal insufficiency on the short- and long term results after coronary artery bypass surgery

Noorin, Mohammad Omar


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-112121
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11212/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Herz- und Gefässchirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.10.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 08.12.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Der Stellenwert der KHK und der Niereninsuffizienz ist für den klinischen Alltag sehr hoch. Für die Diagnose einer KHK ist die Koronarangiografie der Goldstandard. Mittels radiologisch sichtbarer Kontrastmitteldarstellung der Herzkranzgefäße kann der Grad der Gefäßeinengung bestimmt werden und falls notwendig eine chirurgischen Myokardrevaskularisation erfolgen. Eine Niereninsuffizienz liegt vor, wenn die GFR <60 ml/min/1,73m2 beträgt. Im klinischen Alltag wird die GFR nicht direkt gemessen, sondern kann unter anderem über die MDRD-Formel näherungsweise berechnet. Nicht selten weisen KHK-Patienten auch eine Niereninsuffizienz auf und benötigen eine chirurgische Myokardrevaskularisation. Der negative Einfluss einer terminalen, dialysepflichtigen Niereninsuffizienz (<15 ml/min/1,73m2) auf die Ergebnisse nach koronarer Bypass-Operation ist bereits bekannt. Der Wissensstand über den Einfluss einer kompensierten Niereninsuffizienz (GFR ≥15 bis <60 ml/min/1,73m2) auf die besagte Operation ist sehr mager. Deshalb war das Ziel dieser Arbeit, den Einfluss einer kompensierten Niereninsuffizienz auf die Ergebnisse nach koronarer Bypass-Operation zu untersuchen. In einer retrospektiven, multizentrischen Follow-up-Studie wurden 413 niereninsuffiziente und 413 nierengesunde Patienten auf die 30-Tages-Letalität und Langzeitletalität sowie die postoperativen MACCE Ereignisse untersucht. Einflussfaktoren wie Alter, Diabetes mellitus, Sinusrhythmus/Vorhofflimmern, Art der KHK, Lungenerkrankung/COPD, pAVK und eine neurologische Erkrankung bei Aufnahme wurden durch ein Matching gleichgestellt. Das Follow-up erfolgte schriftlich, sowie telefonisch bei Patienten, Angehörigen und behandelnden Hausärzten. Mit dem Programm SAS wurde zunächst eine deskriptive Auswertung durchgeführt, bei der Anhand des 90%-Konfidenzintervalls und dem Mann-Whitney-Kennwert der Gruppenunterschied nach Cohen bewertet wurde. Anschließend erfolgte eine multivariate, abhängige, logistische Regressionsanalyse zwischen den Confoundern und den Zielparametern Kurz- und Langzeitletalität sowie MACCE. Die Auswertung der Ergebnisse haben ergeben, dass die kompensierte Niereninsuffizienz bei unserem Patientenkollektiv keinen Einfluss auf die 30-Tages-Letalität (Pr > ChiSq 0,4473, Odds Ratio 1,528, 95%-Konfidenzintervall 0,512-4,564), die Langzeitletalität (Pr > ChiSq 0,2948, Hazard Ratio 1,226) und ebenfalls keinen Einfluss auf die MACCE Ereignisse hat (Pr > ChiSq 0,8034, Odds Ratio 1,095, 95%-Konfidenzintervall 0,537-2,229).
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