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Einfluss von endogen synthetisierten omega-3 Fettsäuren in einem Mausmodell des endotoxininduzierten Lungenversagens

Kiessling, Almuth


Originalveröffentlichung: (2014) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.999 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-111763
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11176/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik II
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6232-3
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.10.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 13.11.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Das Verhältnis von omega-6/omega-3 Fettsäuren in der Ernährung ist physiologisch von großer Bedeutung. Dies ist die erste Arbeit, die die Auswirkungen von unterschiedlichen omega-6/omega-3 Fettsäureverhältnissen in transgenen Mäusen verglichen mit Wildtyp Mäusen auf eine induzierte akute Lungenschädigung untersucht. Die vorliegenden tierexperimentellen Daten liefern erste Hinweise, dass eine Veränderung des Fettsäureverhältnisses zugunsten von omega-3 zu einer geringer ausgeprägten Entzündungsreaktion und einer schnelleren Erhohlung der Mäuse von der Infektion führt. Es scheint, als würden die omega-3 Fettsäuren einen antiinflammatorischen Effekt ausüben. Dies zeigten insbesondere die Ergebnisse der Lungenhistologie und die Leukozytenanzahl in der broncho-alveolären Lavageflüssigkeit. Die verminderte Zytokinproduktion sowie die schnellere Erholung der Fat-1 Mäuse, wie im Verlauf der Körpertemperatur und motorischen Aktivität der Mäuse gezeigt, sind Hinweise auf die verminderte Entzündungsreaktion bei Fat-1 Mäusen bei einer LPS-induzierten akuten Lungenschädigung.
Intensivpatienten werden weltweit mit Lipidemulsionen mit einem hohen omega-6/omega-3 Verhältnis ernährt. Möglicherweise könnte sich die Gabe von omega-3 positiv auf den Krankheitsverlauf, beispielsweise eines akuten Lungenversagens, bei Intensivpatienten auswirken. Zu diesem Thema müssten zukünftig klinische Studien erfolgen, um die Aussage des Versuchsmodells für die Intensivmedizin bestätigen zu können.
Kurzfassung auf Englisch: The ratio of omega-6/omega-3 fatty acids in a diet is of significant importance physiologically. This is the first paper that investigates the effects of different omega-6/omega-3 fatty acid ratios in transgenic mice compared to wildtype mice with induced acute lung injury. The present animal experiment-gathered data provide initial evidence according to which a change in the fatty acid ratio in favor of omega-3 leads to a less pronounced inflammatory response as well as a faster recovery of mice from the infection. The omega-3 fatty acids seemingly exert an anti-inflammatory effect. This has been shown in the results of the histology of the lungtissue and in the leukocyte count in broncho-alveolar lavage fluid. The decreased cytokine production and faster recovery of fat-1 mice, as shown in the course of locomotor activity as well as body temperature of the mice, are references to the reduced inflammatory response in fat-1 mice in the presence of an LPS-induced acute lung injury.
Around the world intensive care unit patients are nourished with lipid emulsions with a high ratio of omega-6/omega-3. It is deemed possible that the administration of omega-3 could have a positive effect on disease progression, such as acute lung injury in critically ill patients. In future clinical trials should be undertaken on this topic in order to make an affirmative statement for intensive care.
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