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Aktuelle nationale und internationale Angebote zur Stressbewältigung für Medizinstudierende

Gebauer, Lydia


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-111098
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11109/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Medizinstudierende , Stressbewältigung , Gesundheitsförderung
Freie Schlagwörter (Englisch): medical students , coping , health prevention
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.09.2014
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 10.10.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Medizinstudierende leiden verbunden mit der hohen Arbeits- und Stressbelastung im Studium besonders unter psychischen Beschwerden. Deren Zunahme im Studienverlauf und Fortsetzung in das Berufsleben deuten auf mangelnde Stressbewältigungsstrategien hin und beeinflussen letztlich die Patientenbetreuung negativ. Entsprechend wichtig ist die frühzeitige Prävention stressbedingter Belastungen bei Medizinstudierenden.
An der JLU Gießen wird dazu seit dem WS 2008/2009 das Praxisprojekt zur „Stressbewältigung im Medizinstudium“ angeboten. Um zu klären, welche weiteren nationalen und internationalen Stressbewältigungsangebote für Medizinstudierende existieren, wurde eine Literaturrecherche in den Datenbanken Pubmed und DIMDI durchgeführt. Die medizinischen Fakultäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wurden gezielt angeschrieben und es fand eine Onlinerecherche auf der Homepage jeder der kontaktierten 44 Universitäten statt. Die Angebote wurden hinsichtlich Bestehensdauer, zeitlichen Umfangs, Teilnehmer und Leiter, Inhalten und Art der Evaluation untersucht. Aus initial 1029 Suchtreffern der Literaturrecherche wurden 41 Arbeiten und davon 28 aus der internationalen, nicht deutschsprachigen und 13 aus der deutschsprachigen Literatur analysiert. Die Rücklaufquote der Anschreiben an die Universitäten der drei Länder lag bei 93,2 %. Es wurden 66 Programme aus acht Kategorien gefunden. Zwei Drittel der deutschen und fast alle Fakultäten in Österreich und der Schweiz bieten überwiegend in den Bereichen Stressbewältigung, Lernstrategien und Prüfungsängste sowie Mentorenprogramme mindestens ein Konzept an. Bisher wird, exklusive der Mentorenprogramme, die Hälfte der Angebote in variablem Umfang evaluiert.
Der Unterstützungsbedarf Medizinstudierender wurde international wie national erkannt, ist aber bei weitem nicht gedeckt. Insbesondere im deutschsprachigen Raum mangelt es an ganzheitlichen, speziellen Stressbewältigungsangeboten. Der Ausbau niederschwelliger, extracurricularer Angebote, eine stärkere Kooperation zwischen den Universitäten bezüglich effektiver Konzepte und umfassende Evaluationen existenter Angebote hinsichtlich ihrer Effekte auf die Teilnehmer sind zu empfehlen. Langfristig könnte dadurch die Stressbelastung reduziert und die Gesundheit Medizinstudierender verbessert werden, damit sie sich den Anforderungen des Arztberufs gewachsen fühlen.
Kurzfassung auf Englisch: Medical students suffer from mental disorders in association with high workload and stress in medical training. Due to increasing symptoms in the years at university a lack of coping techniques can be assumed. The prosecution of high stress levels and mental disorders in medical profession negativly affects patient care. Accordingly it would be important to early prevent strains for medical students caused by stress at university.
Therefore the Justus-Liebig University of Gießen, Germany since 2008 offers a special stress management training for medical students. A literature research on Pubmed and DIMDI was conducted in order to investigate if there are more stress management programs at international and national universities. Furthermore all German, Austrian and Swiss medical universities were contacted concerning their offers for medical students and every homepage of 44 medical universities was scanned for specific concepts. Existing programs were investigated in view of period of existance, duration
of the course, participants, supervisors, content, and type of evaluation. Out of initially 1029 search results, 41 publications were analyzed, 28 international and 13 papers from Germany, Austria and Switzerland. The return rate after contacting the 44 universities was 93,2 %. 66 programs could be found and were subdivided into eight categories. Two-thirds of German and almoust all Austrian and Swiss medical schools identified the demand of their students. They established at least one special program, mostly referring to learning strategies, exam nerves and mentoring. Apart from
mentoring half of all offers were evaluated to a different extent.
International and national medical schools recognized the demand of their students for support. Still more special offers are needed. Especially in the analyzed Germanspeaking countries there is a deficit of holistic stress management programs aimed at medical students. The development of low-threshold supplies and courses aside of curricular duties are recommended. Universities should strengthen their cooperations. A more comprehensive evaluation of existing programs referring to their effects on student´s stress level is needed. Thereby the strains of medical training and health-habits of medical students could be improved in order to facilitate managing the demands of medical profession.
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