Giessener Elektronische Bibliothek

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Ropivacain (Naropin®) zur Epiduralanästhesie beim Hund

Flatzek, Susanne


Originalveröffentlichung: (2014) Giessen : Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.421 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-110920
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/11092/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinikum Veterinärmedizin, Klinik für Kleintiere, Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6210-1
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.07.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 23.09.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die Epiduralanästhesie wird seit 1901 beim Hund angewandt. Sie ist die am häufigsten eingesetzte Regionalanästhesie beim Kleintier. Verwendet werden verschiedene Lokalanästhetika mit unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen. Ropivacain ist seit 1996 mit dem Handelsnamen Naropin® zur Anwendung beim Menschen in Deutschland zugelassen. In vergleichbarer Konzentration zu anderen langwirkenden Lokalanästhetika zeigt Ropivacain ähnlich ausgeprägte sensorische und motorische Blockaden. Die therapeutische Breite als Differenz zwischen neurotoxischer und kardiotoxischer Dosis ist jedoch größer und trägt so zur Patientensicherheit während der Lokalanästhesie bei. Die vorliegende Arbeit soll die Eignung von Ropivacain zur Epiduralanästhesie beim Hund prüfen. Sie soll die klinischen Wirkungen der unterschiedlichen Konzentrationen untersuchen und die Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Konzentration von Ropivacain darstellen.
Ropivacain zeigte sich in der vorliegenden Untersuchung als sicheres Lokalanästethikum zur epiduralen Injektion beim Hund. Es traten keine relevanten kardiodepressiven oder respiratorischen Nebenwirkungen auf. Die Organfunktionen wurden nicht beeinträchtigt. Die intraoperativen Unterschiede im Bereich des Herz-Kreislaufapparats und des Atmungsapparats zwischen den Gruppen ohne Epiduralanästhesie und mit Epiduralanästhesie lassen darauf schließen, dass der intraoperative Stress für Patienten mit Epiduralanästhesie geringer ist als für Patienten ohne Epiduralanästhesie. Der geringere intraoperative Narkosegasverbrauch in Gruppen mit Epiduralanästhesie reduziert mögliche Nebenwirkungen der Allgemeinanästhesie. Insgesamt kann so die Belastung des Patienten durch die Allgemeinanästhesie gesenkt und das Narkoserisiko vermindert werden. Zusätzlich vermindert die Epiduralanästhesie postoperativen Stress und Schmerzreaktion.
Kurzfassung auf Englisch: The epidural anesthesia is applied since 1901 in the dog. It is the most widely used regional anesthesia in small animals. Various local anesthetics are used with different effects and side effects. Ropivacaine has been approved since 1996 with the trade name Naropin ® for use in humans in Germany. In a similar concentration to other long-acting local anesthetic Ropivacaine shows similar distinct sensorial and motoric blockades. The therapeutic margin as the difference between neurotoxic and cardiotoxic dose will be larger and thus contributes to patient safety during anesthesia. The present study is to examine the suitability of Ropivacaine for epidural anesthesia in dogs. It shall investigate the clinical effects of different concentrations and represent the capabilities of different concentrations of Ropivacaine. Ropivacaine was found in the present investigation as a safe local anesthetic for epidural injections in dogs. There were no significant cardiodepressant or respiratory side effects. The organ functions were not affected. The intraoperative differences in the cardiovascular apparatus and the respiratory system between the groups with and without epidural anesthesia suggest that the intraoperative stress in patients with epidural anesthesia is lower than for patients without epidural anesthesia. The smaller intraoperative anesthetic gas consumption in groups with epidural anesthesia reduces potential side effects of the general anesthesia. Overall, the patient’s general anesthesia stress and the anesthetic risk are reduced. In addition, epidural anesthesia reduces postoperative pain and stress response.
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