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Untersuchung von Cystatin C als prognostischer Parameter bei pulmonaler Hypertonie

Schombert, Katharina Viktoria Ursula


Originalveröffentlichung: (2014) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.685 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-109805
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/10980/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik und Poliklinik II
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5954-5
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 02.07.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 22.07.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Um den Verlauf von Krankheiten besser abschätzen und das Outcome von Patienten verbessern zu können, ist die Etablierung von Biomarkern essentiell. Besondere Aufmerksamkeit ist vor allem den Parametern zu schenken, welche relativ schnell und einfach z.B. durch Blutuntersuchungen erhoben werden können. Die vorliegende Arbeit verfolgte vor diesem Hintergrund drei Untersuchungsziele.
Zunächst war zu klären, ob Plasma-Cystatin C ein Prädiktor hinsichtlich des Überlebens bei verschiedenen Ätiologien von pulmonaler Hypertonie ist. Hierzu wurden 165 Patienten der Ätiologien CTEPH, CVD und IPAH untersucht. Verstorbene Patienten wiesen hierbei erhöhte Werte gegenüber überlebenden Patienten auf.
Für die Differenzierung von Überlebenden und Verstorbenen stellte sich der errechnete Mittelwert von Cystatin C als besonders aussagekräftig heraus. Bei Patienten oberhalb dieses Wertes konnte eine annähernd doppelt so hohe Sterbewahrscheinlichkeit festgestellt werden, das Signifikanzniveau (p < 0,05) wurde hierbei jedoch knapp verpasst (HR = 1,833; p = 0,064). Verdeutlicht wurde dieser Effekt durch die Kaplan-Meier-Überlebenskurven.
Bei Betrachtung der einzelnen Ätiologien konnte nur für die Subpopulation CTEPH ein statistisch signifikantes Ergebnis hinsichtlich des Einflusses von Cystatin C auf das Überleben ermittelt werden, der unbeeinflusst von Variablen wie Kreatinin und Alter war. Dieser Effekt war klinisch jedoch ohne Relevanz. Das Risiko zu versterben erhöhte sich pro ng/ml Cystatin C um 0,3%.
Hinsichtlich der prognostischen Funktion wurde der Parameter TTCW untersucht.
Als Ereignisse waren Tod, Lungentransplantation, Therapieerweiterung um ein PH-spezifisches Medikament und Hospitalisierung aufgrund von Rechtsherzdekompensation definiert. Im Patientenkollektiv von CTEPH konnte ebenfalls ein signifikantes Ergebnis für Cystatin C auch nach Bereinigung um die Faktoren Kreatinin und Alter ermittelt werden.
Schlussfolgernd lässt sich jedoch sagen, dass dieses Ergebnis ohne Konsequenz für die Praxis bleibt und dass Cystatin C keine Funktion als Prognoseparameter hinsichtlich des Überlebens der untersuchten ätiologischen Gruppen hat.
Weiteres Ziel war es, Korrelationen zwischen Cystatin C und laborchemischen, klinischen und hämodynamischen Parametern aufzuzeigen.
Es konnte nur eine signifikante Verbindung (p < 0,001) zwischen Cystatin C und Kreatinin, der Kreatininclearance und Harnstoff ermittelt werden, jedoch nicht zu hämodynamischen Parametern.
Die Untersuchung von Korrelationen zwischen Kreatinin und weiteren Parametern im Rahmen einer internen Kontrolle lieferte nur eine signifikante Verbindung zu Kreatininclearance und Harnstoff, jedoch nicht zu hämodynamischen Parametern.
Kurzfassung auf Englisch: In order to better assess the progression of diseases and to improve outcome of patients, the establishment of biomarkers is essential. Particular attention must be paid to parameters which can be collected in a relatively fast and easy manner, for instance by means of blood tests. In this context, this study had three research objectives.
The dissertation should clarify whether plasma cystatin c is a predictor of survival concerning various aetiologies of pulmonary hypertension. In order to address this question, together 165 patients of the aetiologies CTEPH, CVD and IPAH were examined.
Deceased patients had increased cystatin c values compared to surviving patients.
As a result, the calculated mean value of cystatin c could be established as an important threshold value. Patients above this value showed a clinically visible, almost twice as high rate of death. However, the level of significance (p < 0.05) was slightly missed (HR = 1.833; p = 0.064). This effect was illustrated by the Kaplan-Meier-survival curves.
Addressing individual aetiologies, a significant result of cystatin c was only observed for the survival of the subpopulation CTEPH, the same being unaffected by variables such as creatinine and age. However, this effect was without any clinical relevance. The risk of death increased by 0.3% for every additional ng/ml cystatin c.
Regarding the prognostic function, the parameter TTCW was studied.
Death, lung transplantation, addition of PH-specific medical therapy and hospitalization based on right heart decompensation were determined as events of clinical worsening. In the group of CTEPH patients, a significant result could also be determined for cystatin c after adjustement by factors creatinine and age. In conclusion, it could be shown that this result is without any consequence for the praxis and that cystatin has no function as a prognostic parameter concerning survival of the observed aethiological groups.
Further studies should address possible correlations between cystatin c and laboratory, clinical and hemodynamic parameters. Here, significant correlations (p < 0.001) could be observed between cystatin c and creatinine, creatinine clearance and urea, but not between cystatin c and haemodynamic parameters.
The last research for correlations between creatinine and other parameters with the aim of an internal control provides also a signifikant relation to creatinine clearance and urea, not to haemodynamic parameters.
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