Giessener Elektronische Bibliothek

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Einfluss der periduralen Katheter-Anästhesie auf das Langzeit-Überleben bei Patienten mit kolorektalem Karzinom

Knapheide , Julia Maria


Originalveröffentlichung: (2014) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (3.437 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-108595
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/10859/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6148-7
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 01.04.2014
Erstellungsjahr: 2014
Publikationsdatum: 14.05.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Viele klinische und experimentelle Untersuchungen behaupten, dass die Regionalanästhesie einen positiven Effekt auf die Morbidität und Mortalität von Patienten hat, die an einem Karzinom operiert wurden. Ziel dieser Studie war es, zu zeigen, ob eine intra- und postoperative PDA das Langzeitüberleben von Patienten verbesserten, die an einem kolorektalen Karzinom primär operiert wurden. Nach Zustimmung der Ethikkommission wurden alle Patienten mit einer operativen Versorgung eines kolorektalen Karzinoms im Zeitraum von Januar 2003 bis Dezember 2009 in die Studie eingeschlossen. Ausschlusskriterien waren Patienten mit kleinzelligen Karzinoiden, nach endoskopischer Tumorentfernung, bei unvollständigem Datensatz. Die Datenanalyse erfolgte vergleichend aus den Daten des GTDS sowie des AIMS (NarkoData). Die Patienten mit und ohne PDA wurden mit der Kaplan-Meier-Überlebenskurve und dem log-rank-Test auf das Langzeitüberleben verglichen. Zusätzlich wurde der der Einfluss weiterer Einflussfaktoren in einer multivariaten Analyse untersucht. Insgesamt wurden 749 Patienten eingeschlossen. Patienten mit PDA zeigten ein signifikant (log rank p=0,011) besseres Langzeitüberleben sowie eine 5-Jahres-Überlebensrate von 64% zu 55%. In der multivariaten Analyse stellten sich Tumorstadium, Grading, Alter, Geschlecht, Lymphknotenstatus und PDA als unabhängige Faktoren heraus. Die Unterteilung nach ASA-Klassifikationen zeigte für die Patienten mit erhöhter Morbidität (3-4) ein signifikant besseres Langzeitüberleben, wenn sie eine PDA erhielten. (log-rank p=0,009) In der Gruppe ASA 1-2 zeigte sich kein Effekt. Insgesamt verringerte sich das relative Sterberisiko für Patienten, die eine PDA erhielten, um 28%. Die Studie deutet auf ein verbessertes Langzeitüberleben bei Patienten nach kolorektaler Tumorchirurgie mit PDA hin. Eine mögliche Erklärung wäre die reduzierte Immunsuppression aufgrund der bleibend hohen Anzahl NK. Ein weiterer Ansatz liegt im Konzept der Fast-Track-Chirurgie, wobei die PDA ein fester Bestandteil ist. Zur endgültigen Klärung müssen große prospektive Studien folgen.
Kurzfassung auf Englisch: A lot of animal and clinical studies affirm that regional anesthesia has a positive effect of PDA on morbidity and mortality after cancer surgery. But there doesnt exist any specifications about the long-term outcome after surgery for colorectal cancer. All patients, who underwent an operation of their colorectal carcinoma between January 2003 and December 2009 in the teaching hospital of Giessen and they had general anesthesia with or without PDA were included. The GTDS and the AIMS were combined for one database and retrospective analyze. We made a univariate survival analysis and a multivariate cox regression analysis. In consideration of criterions of exclusion 749 patients were included in the study. They were sectional into either with (n = 442) or without (n = 307) PDA. We noticed a significant long term survival benefit (p = 0.11) in the group with patients, who received PDA and general anesthesia. The 5-years-survival rate with PDA was about 62% versus 54% without PDA. The hazard rate is reduced by 27% in the collective with PDA. Tumor stage, histological grading, nodal status, age, gender and PDA constitute to be autonomous prognostic factors at multivariate analysis. After including all interference factors, the survival benefit of the PDA remains significant (24%). The subgroup analysis shows, that the patient with preoperative ASA 3-4 had an even more improved long-term survival when they achieved a PDA. The patients without pre-existing illness (ASA 1-2) didnt benefit from the additional PDA. The retrospective study hypothesizes PDA as an independent positive variable for long-term survival of patients with surgery of colorectal carcinoma who underwent resection. Further prospective studies are urgently needed, due of the incidence of colorectal cancer in Central Europe.
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