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Paravalvuläre Lecks nach Aortenklappenersatz

Plesch, Max-Frederik


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-106806
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/10680/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie, Zentrum für Chirurgie, Anästhesiologie und Urologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.12.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 10.03.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Paravalvuläre Lecks sind eine seltene Komplikation nach Aortenklappenersatz. Studien, die sich mit Langzeit–Ergebnissen bei Vorliegen eines paravalvulären Lecks beschäftigen, sind rar.
Zwischen Januar 1996 und Dezember 2006 wurde im Herzzentrum Lahr bei 2695 Patienten ein Ersatz der Aortenklappe durchgeführt, bei 107 Patienten (3,9%) wurde postoperativ ein paravalvuläres Leck detektiert (27 % mechanischer Klappenersatz, 73 % biologischer Klappenersatz). Zur Beschreibung des Einflusses eines postoperativen paravalvulären Lecks auf das Überleben und die Reoperationsrate sowie zur Detektion von Risikofaktoren für die Entstehung eines paravalvulären Lecks wurden eine logistische sowie eine Cox – Regression benutzt.
Während des 12-jährigen follow–up verstarben in der Gruppe der Patienten mit paravalvulärem Leck 30 Patienten (28 %), 31,7 % (34 Patienten) der paravalvulären Lecks waren im Verlauf nicht mehr nachweisbar, während bei 17 Patienten (15,8%) das paravalvuläre Leck bestätigt wurde, jedoch ohne hämodynamische Relevanz blieb. 10 Patienten mussten aufgrund eines paravalvulären Lecks reoperiert werden (9,3% der Patienten mit paravalvulärem Leck, 0,3 % aller Patienten). Risikofaktoren für die Entstehung eines paravalvulären Lecks waren ein erhöhtes Lebensalter (OR 0.97), ein männliches Geschlecht (OR 1,58) sowie die Verwendung einer gerüstlosen biologischen Klappe (OR 0,56). Während ein postoperatives paravalvuläres Leck ein Risikofaktor für das kombinierte Ereignis aus Reoperation und Tod darstellt, zeigte die logistische Regression bei isolierter Betrachtung der Überlebenszeit keinen Einfluss eines paravalvulären Lecks.
Die Häufigkeit paravalvulärer Lecks nach Aortenklappenersatz ist gering. Liegt ein paravalvuläres Leck vor, ist eine Reoperation selten notwendig. ( 0,3 % aller Patienten mit Aortenklappenersatz).
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