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Wundinfektion bei Hund und Katze

Vogt, Sabrina


Originalveröffentlichung: (2013) Giessen : VVB Laufersweiler
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Die gedruckte Ausgabe enthält den Anhang auf CD-ROM.


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-105218
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/10521/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Kleintiere – Chirurgie
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6103-6
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.08.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 02.01.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Das primäre Ziel der vorliegenden Studie ist die Überprüfung der These, dass bis zu 20% aller stationären Patienten in der Klinik für Kleintiere Chirurgie der Justus-Liebig-Universität Giessen, die eine geschlossene Wundbehandlung mit Einlegen einer Penrosedrainage oder eine offene Wundbehandlung im Rahmen eines standardisierten Behandlungsregimes erfahren, eine klinisch detektierbare Wundinfektion entwickeln. Diese These wurde anhand einer retrospektiven Datenerfassung des Zeitraums zwischen 2007 und 2011 erhoben. Des Weiteren sollen die aus der Wunde isolierbaren Keime während des stationären Aufenthaltes überprüft werden.
Innerhalb des etwa einjährigen Zeitraumes, in welchem die prospektive Patientengruppe untersucht wird, werden 73 Patienten in der Klinik für Kleintiere Chirurgie der Justus-Liebig-Universität Giessen vorstellig, deren Wundversorgung einen mindestens 3 Tage andauernden stationären Aufenthalt nötig macht. Dokumentierte Parameter sind neben klinischen Anzeichen einer Wundinfektion, Tierart und Geschlecht der vorgestellten Patienten sowie ihr Alter und die Art der vorliegenden Wunde. Des Weiteren werden die Art der Vorbehandlung sowie der im Zuge der weiterführenden Behandlung verabreichte antibiotische Wirkstoff festgehalten. Zusätzlich erfolgen die Dokumentation der Anzahl der angelegten Austrittsöffnungen der verwendeten Penrosedrainagen und der postoperative Zeitpunkt deren Ziehung. Auch die Dauer des stationären Aufenthaltes sowie die Anzahl der Entnahme bakteriologischer Tupferproben und die im Rahmen dieser nachgewiesenen Bakterienspezies bzw. –gruppen werden festgehalten.
15,3% (n = 11) der untersuchten Patienten entwickeln während ihres stationären Aufenthalts klinische Anzeichen für eine Wundinfektion.
Insgesamt handelt es sich in 63% (n = 46) der vorgestellten Patienten um Hunde und in 37% (n = 27) um Katzen. Das Geschlechterverhältnis bei allen vorgestellten Tieren ist nahzu ausgeglichen (47,2% männlich (n = 34), 52,8% weiblich (n = 38)). Bei jenen Tieren, welche während ihres stationären Aufenthaltes eine Wundinfektion entwickeln, handelt es sich in 81,8% (n = 9) um Hunde und in 18,2% (n = 2) um Katzen. Insgesamt entwickeln 19,6% (n = 9) der Hunde und 7,4% (n = 2) der Katzen eine Wundinfektion. Jene Tieren, welche während ihres stationären Aufenthaltes eine Wundinfektion entwickeln, sind zu 54,5% (n = 6) männlichen und zu 45,5% (n = 5) weiblichen Geschlechts. In der Gruppe der Hunde entwickeln männliche Tiere, unabhängig ob kastriert oder nicht, mit je 33,3% (n = 3) am häufigsten eine Wundinfektion. In der Gruppe der Katzen sind 100% (n = 2) der auffälligen Tiere weiblich kastriert.
Von jenen Tieren, deren Alter bei Vorstellung bekannt ist (93, 2 %; n = 68), ist das jüngste Tier 0,25 Jahre alt, das älteste 13,5 Jahre. Der Median des Alters innerhalb der untersuchten Gruppe beträgt damit 4 Jahre. Das jüngste Tier, welches eine Wundinfektion aufweist, ist bei Vorstellung 1 Jahr alt, das älteste Tier 11,5 Jahre. Patienten mit klinischen Anzeichen für eine Wundinfektion (n = 11) sind mit je 18,2% (n = 2) zum Großteil 1 bzw. 3 Jahre alt. Im Median liegt das Alter der bezüglich einer Infektion auffälligen Patienten bei 3,5 Jahren.
Insgesamt weisen die prospektiv ausgewerteten Patienten mit 94,5% (n = 69) ein deutlich höheres Vorkommen der sogenannten „kontaminierten/schmutzigen Wunden“ auf. „Saubere“ Wundtypen, welche durch elektive Eingriffe gesetzt werden, kommen hingegen nur in 5,5% (n = 4) der untersuchten Fälle vor. Bei allen Tieren, welche im Laufe ihres stationären Aufenthaltes eine klinisch detektierbare Wundinfektion entwickeln, liegt der „kontaminierte/schmutzige“ Wundtyp vor. Das bedeutet, dass bei auftretenden klinisch erkennbaren Wundinfektionen die Verletzungen zu 100% präoperativ gemäß der Klassifikation bereits zu den „kontaminierten/schmutzigen“ Wunden zählten. Insgesamt infizieren sich 15,9% der Patienten, welche mit „kontaminierten/schmutzigen“ Wunden vorstellig werden.
Eine Antibiosegabe bei Vorbehandlung erfolgte bei 63,6% (n = 7) der Patienten mit einer Wundinfektion nicht. Bei dem verabreichten antibiotischen Wirkstoff während des stationären Aufenthalts handelt es sich bei Patienten mit Wundinfektionsanzeichen nahzu bei der Hälfte mit 54,5% (n = 6) um Amoxicillin/Clavulansäure.
Von 11 Patienten, welche einen klinisch auffälligen Heilungsverlauf aufweisen, werden 45,5% (n = 5) mit 2 Austrittsöffnungen für die Penrosedrainage versorgt. Bei 36,4% (n = 4) wird 1 Austrittsöffnung angelegt und nur je 9,1% (n = 1) der Tiere werden mit 3 oder 4 Austrittsöffnungen für die Penrosedrainage versorgt. Von denjenigen Patienten, welche während ihres stationären Aufenthaltes keine klinisch detektierbare Wundinfektion entwickeln, benötigen 14,8% (n = 9) keine Versorgung mittels Drainage.
In etwa 1/3 der Fälle (34,4%; n = 21) wird die Drainage 2 Tage post operationem gezogen. Der späteste Zeitpunkt der Drainageziehung liegt bei 12 Tagen nach operativer Versorgung. Im Median wird bei Patienten ohne klinische Wundinfektionsanzeichen die Drainage 2 Tage nach deren Einbringen wieder entfernt. Bei etwa 1/3 (36,4%; n = 4) der 11 Tiere, welche klinische Anzeichen für eine Wundinfektion aufweisen, werden die verwendeten Penrosedrainagen nach 7 Tagen entfernt. Im Median werden die verwendeten Penrosedrainage bei klinischen Anzeichen für eine Wundinfektion 5 Tage nach der operativen Versorgung entfernt.
Bei jenen 11 Tieren, welche klinische Anzeichen für eine Wundinfektion aufweisen, werden im Mittel 4,2 bakteriologische Proben entommen. Die Entnahme der bakteriologischen Proben erfolgt bei jedem Patienten jeweils am Tag der Vorstellung und dann erneut nach 3 Tagen. In der Folge werden die Tiere im Abstand von 48 Stunden über die Dauer ihres stationären Aufenthaltes beprobt. Bei nahzu der Häfte der Fälle (45,5%; n = 5) erfolgt die Entnahme von 5 bakteriologischen Tupferproben und bei je etwa 1/3 (27,3%; n = 3) der untersuchten Tiere werden 3 bzw. 4 Proben entnommen. In der vorliegenden Untersuchung wird in der Gruppe der klinisch unauffälligen Patienten die Hälfte (50,8%; n = 31) bereits nach 3 Tagen entlassen. Der längste stationäre Aufenthalt eines Patienten beträgt 12 Tage. Im Median verbleiben die Patienten ohne eine klinisch detektierbare Wundinfektion 3 Tage in der Klinik. Im Vergleich werden Patienten mit klinischen Anzeichen für eine Wundinfektion zu je 1/3 (jeweils 27,3%; n = 3) über 8 bzw. 9 Tage stationär therapiert. Im Median verbleiben diese Patienten über 8 Tage zur stationären Behandlung in der Klinik. Mit einem p ≤ 0,05 (p = 0,015) zeigt sich die Dauer des postoperativen stationären Aufenthaltes als einzig relevante Variable in Hinsicht auf die Entwicklung einer klinisch auffälligen Wundheilung. Das Verhältnis der Patienten, welche innerhalb 1 Woche stationären Aufenthaltes eine Wundinfektion entwickeln (n = 5; 45,5%) ist dem der Patienten gegenüber, welche innerhalb der 2. Woche klinische Auffälligkeiten zeigen (n = 6; 54,5%) nahezu ausgeglichen.
Im prospektiven Anteil der vorliegenden Studie können insgesamt 51 Keimgruppen bzw. –spezies identifiziert werden, ebenso kann ein fehlendes Keimwachstum dokumentiert werden. Aus Relevanzgründen werden nur Keime verglichen, welche ≥ 5 mal nachgewiesen werden können. In der Gesamtheit aller entnommenen Proben der beiden verglichenen Patientengruppen „klinische Anzeichen für eine Wundinfektion ja“ und „klinische Anzeichen für eine Wundinfektion nein“ kann am häufigsten „kein Wachstum“ von Bakterien festgehalten werden, dies wird in je etwa ¼ der untersuchten Proben beobachtet (Tiere ohne Infektionsanzeichen 25,7%; n = 65), Tiere mit Wundinfektion 23,5%; n = 16)). Während A. baumannii bei klinisch auffälligen Patienten mit 11,7% (n = 7) als häufigster Keim isoliert werden kann, wird er bei den Patienten ohne Wundheilungsstörung nur in 4,3% (n = 11) der Fälle beobachtet. Bei der klinisch unauffälligen Gruppe gelingt der Nachweis von α-hämolysierenden Streptokokken in 7,1% (n = 8), P. multocida in 5,9% (n = 15) und Staph. epidermidis in 5,5% (n = 14) der Fälle, während diese Bakterien bei der klinisch auffälligen Patientengruppe weniger als 5 mal nachgewiesen werden. Während α-hämolysierende Streptokokken und P. multocida immerhin noch jeweils in 5% isoliert werden, gelingt der Nachweis von Staph. epidermidis in dieser Patientengruppe in nur 3,3% der Fälle.
Der Vergleich der klinisch unauffälligen Patienten des prospektiven Studienanteils (n = 61) mit denen der retrospektiv-deskriptiven Gruppe (n = 189) zeigt, dass bei diesen mit 12,8%
(n = 52) deutlich weniger der Tiere „kein Wachstum“ von Bakterien aufweisen. Der Nachweis von P. multocida gelingt mit 8,6% (n = 35) am häufigsten. α-hämolysierende Streptokokken werden in 6,2% (n = 25), Staph. epidermidis in 3,5% (n = 14) isoliert. Diese Bakterienspezies können somit sowohl im prosepktiven als auch im retrospektiv-deskriptiven Anteil der Studie mit einer ähnlichen Häufigkeit kultiviert werden. Allerdings handelt es sich bei den retrospektiv beschriebenen Patienten um eine 3 mal größere Gruppe, zusätzlich werden noch weitere 22 weitere Keimspezies bzw. –gruppen mit einer Nachweishäufigkeit ≥ 5 mal isoliert, so dass kein abschließender Vergleich möglich ist.
Die übrigen zwischen prospektiv und retrospektiv beschriebenen Patienten verglichenen dokumentierten Parameter weisen sehr ähnliche Zahlen und Ergebnisse auf.
Entgegen Beschreibungen der Literatur kann keine Prädisposition männlich unkastrierter Tiere oder das Vorliegen eines extrem hohen bzw. niedrigen Alters für die Entstehung einer Wundinfektion festgehalten werden. Ebenso wenig kann in der vorliegenden Untersuchung die Art bzw. das Ausbleiben einer antibiotischen Vorbehandlung oder der verabreichte antibiotische Wirkstoff bei Weiterbehandlung als ein der Entwicklung von Wundinfektionen zuträglicher Faktor identifiziert werden. Die Vermutung, dass die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Wundinfektion zunimmt, je höher die Anzahl der Drainage-austrittsöffnungen ist, kann durch die hier vorliegenden Untersuchungsergebnisse nicht bestätigt werden.
Statistisch gesehen kann nur die Dauer des postoperativen stationären Aufenthaltes mit einem p = 0,015 als Faktor identifiziert werden, der die Entstehung einer Wundinfektion begünstigt.
Ob die in ihrem Wundheilungsverlauf klinisch auffälligen Patienten aufgrund einer verlängerten Drainage- sowie stationären Therapie eine klinisch detektierbare Wundinfektion entwickeln, oder ob die ausgedehnte Therapie Folge der vorliegenden Infektion ist, kann anhand der vorliegenden Untersuchungsergebnisse nicht abschließend geklärt werden.
Ob die im Laufe der Probenentnahme nachgewiesenen Keimgruppen bzw. –spezies nosokomialen Ursprungs sind, kann anhand der vorliegenden Untersuchungsergebnisse nicht evaluiert werden, da hierzu eine Untersuchung der Bakterien mittels PCR notwendig wäre. Jedoch wird durch die vorliegenden Untersuchungsergebnisse bewiesen, dass unter standardisierten sterilen Therapiebedingungen in jedem Fall mit einer etwa 16%igen Infektion von bereits präoperativ „kontaminierten/schmutzigen“ Wunden zu rechnen ist. Wird die Behandlung, wie bei den retrospektiv betrachteten Tieren, nicht nach einem festgelegten Standard durchgeführt, so muss generell mit einem höheren Risiko (18,5%) der klinisch detektierbaren Wundinfektionen gerechnet werden.
Statistisch gesehen ist kein genereller oder zu einem gewissen Zeitpunkt erfolgter Nachweis einer bestimmten einzelnen Bakteriengruppe oder -spezies für die Entstehung einer Wundinfektion verantwortlich, da kein nachgewiesener Keim ein p ≤ 0,05 aufweist. Jedoch ist bei den prospektiv untersuchten Tieren mit einem klinisch auffälligem Wundheilungsverlauf A. baumannii mit 11,7% der am häufigsten isolierte Keim. Im Vergleich mit der Gruppe der klinisch unauffälligen Patienten (Nachweis von A. baumannii in 4,3%) kann dieser Keim fast 3 mal häufiger bei den Tieren, welche eine klinisch detektierbare Wundheilungsstörung entwickeln, isoliert werden. Auch wenn statistisch keine Relevanz anhand der vorliegenden Ergebnisse nachgewiesen werden kann, so liegt die Vermutung nahe, dass das Vorkommen von A. baumannii eine Wundheilungsstörung begünstigt.
Kurzfassung auf Englisch: The primary objective of this study is the validation of the hypothesis that up to 20% of all in-patients do develop a clinically detectable wound infection. All patients do undergo a standardised treatment protocol attending their wounds by closed wound care using penrose drains or an open wound management. The thesis was formulated based on retrospective data collection between 2007 and 2011. Furthermore, bacteria specimens collected from wound samples during the treatment were documented.
In the study 73 patients are included. Wound management requires at least a 3 day in-patient treatment. Documented parameters besides clinical signs of wound infection are species and sex, as well as age and type of wound. In addition, the type of pretreatment and premedication is recorded. Furthermore, number of exit sites created for penrose drains and their postoperative point of removal are documented. Duration of stationary treatment, number of bacteriologic samples taken and the type of bacteria isolated from those patients are recorded as well.
In total 63% (n = 46) of presented patients are dogs and 37% (n = 27) are cats. The sex ratio is almost balanced (47,2% male (n = 34), 52,8% female (n = 38)). The patients which develop wound infection (15,3 %; n = 11) are mostly dogs (81,8% (n = 9), 18,2% cats (n = 2)). All in all 19,6% (n = 9) of the dogs and 7,4% (n = 2) of the cats develop wound infection. 54,5% (n = 6) of them are male, 45,5% (n = 5) of female gender. In the dog-group male patients, whether neutered or intact, most often do develop a wound infection (each 33,3%; n = 3). In the cat-group 100% (n = 2) of noticeable animals are female.
15,3% (n = 11) of examined patients develop clinical signs of wound infection during their stay.
Of those animals, with known age (93,2 %; n = 68), the youngest is 0,25 years and the eldest 13,5 years old. The median age within the examined group averages 4 years. The youngest animal developing wound infection is 1 year, the oldest 11,5 years old. The bigger part of patients with clinical signs for wound infection (n = 11) is 1 respectively 3 years old (18,2% (n = 2) each). The median age of patients with clinical wound infection is 3,5 years.
In contrast to the retrospective group, prospectively evaluated patients show an obviously greater incidence of so called “contaminated/dirty” wounds (95,4%; n = 69). In contrast, “clean” wound types due to elective procedures occur in only 5,5% (n = 4) of examined cases. All animals that develop a clinically detectable wound infection during their stay show “contaminated/dirty” wounds. This means that in clinical decetable wound infections 100% of the wounds are already pre-operatively categorized as a “contaminated/dirty” wound. All in all, 15,9% of patients presented with “contaminated/dirty” wounds develop an infection.
Premedication with antibiotics did not happen in 63,6% (n = 7) of patients with clinical wound infection. Almost half of the patients with wound infection (54,5%; n = 6) are treated with amoxicillin/clavulanate as antibiotical agent during their stationary stay.
Of 11 patients with an impaired healing process, 45,5% (n = 5) are treated with 2 exit holes for penrose drains. 36,4% (n = 4) are subserved with 1 exit site and only 9,1% (n = 1) each are treated with 3 or 4 exit holes. 14,8% (n = 9) of patients with no clinical signs for wound infection during their stay have no need for drain placement.
In one third of all cases (34,4%; n = 21) drain removement occurs 2 days postoperatively. The latest point of time for drain removement is 12 days after surgery. In median, the placed drain is removed after 2 days in patients without clinical infection signs. One third (36,4%; n = 4) of the 11 animals with clinical signs for wound infection undergo drain removement after 7 days. In median, used penrose drains are removed 5 days after surgical treatment in animals with clinical signs for wound infection.
In average, 4,2 bacteriological swabs are taken from those 11 animals with clinical signs for wound infection. Bacteriological samples are taken from every patient at day of presentation and once more after 3 days. Subsequently samples are taken at an interval of 48 hours during animals’ stationary stay. In nearly half of all cases (45,5%; n = 5) 5 bacteriological samples are taken, in one third of the patients (27,3%; n = 3 each) 3 respectively 4 samples are examined. In the current study half of clinically normal patients (50,8%; n = 31) are already released after 3 days. The longest stay lasts 12 days. In median, patients without clinical detectable wound infection stay for 3 days. By comparison, patients with clinical signs for wound infection undergo in-patient treatment for 8 respectively 9 days in one third of all cases (27,3%; n = 3 each). In median, those in-patients receive therapy for 8 days. Duration of postoperative in-patient care is the only relevant variable in regard to the development of a clinical suspicious wound healing with p ≤ 0,05 (p = 0,015). The ratio of patients developing a wound infection during the first week of stay (n = 5; 45,5%) is almost even to those showing clinical abnormalities during their second week of stay (n = 6; 54,5%).
In the prospective part of the present study, isolation of 51 groups respectively species of bacteria is documented, as well as a lack of bacterial growth in agar culture media. For reasons of relevance only those bacteria are compared, that are isolated at least 5 times. In the total of all samples taken from both patient groups “clinical signs for wound infection yes” and “clinical signs for wound infection no” comparised to each other, a lack of bacterial growth can be observed in approximately one out of four of the evaluated samples (animals without infectious signs 25,7% (n = 65), animals with wound infection 23,5% (n = 16)). While A. baumannii is the most frequently isolated bacteria species in clinical suspicious patients (11,7%; n = 7), it is only cultivated in 4,3% (n = 11) of patients without wound healing deficits. In the clinically unsuspicious group, detection of α-hemolytic streptococci is possible in 7,1% (n = 8), that of P. multocida in 5,9% (n = 15) and Staph. epidermidis in 5,5% (n = 14), while these bacteria can be isolated in clinically suspicious patients less than 5 times. While α-hemolytic streptococci and P. multocida are isolated in 5% each, the cultivation of Staph. epidermidis is successful in only 3,3% in the clinically suspicious patient group.
Comparison of clinically normal patients in the prospective part of this study (n = 61) with those of the retrospective-descriptive patients (n = 189) shows, that in the first group obviously less animals (12,8% (n = 52)) show a lack of bacterial growth. With 8,6% (n = 35) the cultivation of P. multocida is most frequently possible. α-hemolytic streptococci are cultivated in 6,2% (n = 25), Staph. epidermidis can be isolated in 3,5% (n = 14). Therefore these species can be isolated in both, the prospective and the retrospective-descriptive part of the present study, with similar frequency. However, retrospective described patients form a group three times bigger than the prospective one, with 22 additionally cultivated bacteria species or group that were isolated at least 5 times. Therefore no final comparison is possible.
In all remaining parameters documented, there are very similar numbers and results of prospective and retrospective patients.
Contrary to the literature no predisposition for wound infection can be found in intact males or an extremely high respectively low age. Nor is the kind respectively the lack of antibiotical premedication, neither the delivered antibiotic agent a conducive factor concerning the development of wound infection. The assumption that the chance of wound infection development rises with increasing number of exit sites, cannot be validated by the present findings.
Statistically, only the duration of postoperative stay with p = 0,015 can be identified as a factor which facilitates the development of a wound infection.
Whether those patients that show clinical abnormalities develop a clinically detectable wound infection due to the prolonged drain therapy and in-house care, or if extensive therapy is caused by the current wound infection, cannot be validated by the present findings.
Based on the results of the present study there is no clarification possible concerning the question whether the bacteria, isolated from the samples taken during the patients’ stay, are of nosocomial origin, as to that a bacteriological exam by PCR would be necessary. However, the present findings show that under standarised sterile conditions one might expect an infection rate about 16% of preoperatively “contaminated/dirty wounds” by all means. If there is no standarisation in therapy with wound treatment under sterile conditions, a higher risk of clinical detectable wound infection rate (18,5%) has to be expected.
Statistically there is no evidence of particular bacteria being isolated at a specific moment in time facilating the development of wound infection, for there is no bacteria species with p ≤ 0,05. Nevertheless, in the prospective examined group of animals with a clinical abnormal progress in wound healing, A. baumannii can be isolated as the most commonest species in 11,7%. Compared to the clinical normal patients (cultivation of A. baumannii in 4,3%) it can be isolated almost three times as often. Even there is no proven statistical relevance based on the present findings, the assumption is suggested that A. baumannii might facilitate a deficit in wound healing.
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