Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Demographie, Medikation und Krankheitsschwere des Patientenkollektivs der Pulmonalen-Hypertonie-Ambulanz Gießen von 1997 - 2007

Kierok, Simone Marlies


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (866 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-105172
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2014/10517/

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us


Freie Schlagwörter (Deutsch): Pulmonale Hypertonie , Demographie , Medikation
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik und Poliklinik II
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 07.05.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 02.01.2014
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeit analysiert multiple demographische, klinische und medizinische Parameter aller Patienten der PH-Ambulanz Gießen zum Zeitpunkt der Erstvorstellung von 1996 bis 2007:
Ziele:
• Darstellung der demographischen Patientendaten zum Zeitpunkt der ersten Vorstellung (Alter, Geschlechterverteilung und Ätiologie der Erkrankung)
• Analyse der spezifischen Therapie zum Zeitpunkt der Erstvorstellung im spezialisierten Zentrum
• Darstellung des Schweregrades der Erkrankung zum Zeitpunkt der Erstvorstellung anhand von 6-Minuten Gehtest, funktionelle Klasse, pulmonaler Hämodynamik und klinischer Chemie
Die PH ist eine Krankheit, die in einem Verhältnis von 1,5:1 mehr Frauen trifft als Männer und in jedem Alter auftreten kann. Dies ist beides in jeder Altersklasse von 0 Jahren bis zu den über 80-jährigen der Fall. Nur pro Ätiologie gesehen kann der Anteil männlich / weiblich etwas schwanken.
Man kann sagen, dass die Patienten zum Zeitpunkt der Erstvorstellung immer älter werden.
Das erhöhte Alter wirkt sich negativ auf die Strecke im 6MWT aus, die kontinuierlich kürzer wird. Gleichzeitig hat sich die WHO-Klasse über die Zeit leicht verbessert, wenn sie auch weiterhin um 3 bleibt. Dieser Wert zeigt, dass die Patienten erst in einem späten Krankheitsstadium die PH-Ambulanz in Gießen aufsuchen.
Über die Jahre haben sich auch die Ätiologien geändert, denn mittlerweile weiß man mehr über die auslösenden Ursachen der PH. So hat die PAH kontinuierlich abgenommen, während LHD und LD angestiegen sind. Die Ätiologien unterscheiden sich auch in der Strecke des 6MWT. Hier schneiden die CVD-Patienten am schlechtesten ab, während die CHD und FPAH-Patienten die weiteste Strecke zurücklegen können. Der NYHA-Wert schwankt wenig zwischen den einzelnen Ätiologien und bleibt um 3. Besser geworden sind auch die hämodynamischen Werte über die Jahre. So sind der mPAP, und der PVR gesunken. Gestiegen sind der CI, das venöse SO2 aber auch der PAWP. Diese Werte schwanken ebenfalls zwischen den verschiedenen Ätiologien. So hat die PAH den höchsten mPAP und PVR, der höchste PAWP kommt bei der thromboembolischen Ätiologie vor. Der höchste venSO2- und CI-Wert wurde bei der LHD gefunden.
Der größte Teil der Patienten kommt unbehandelt in die PH-Ambulanz Gießen. Bei der Vormedikation machen die CCB den größten Anteil aus. Das liegt vor allem an den Jahren vor 2006, in denen sie am häufigsten verwendet wurden. Die Endothelin-Rezeptor-Antagonisten und PDE-5-Hemmer tauchen vor allem seit 2006 vermehr in der Vortherapie auf.
Erhöhte Werte von GPT oder GOT weisen auf die Ätiologien der portalen Hypertonie oder HIV-Infektion hin. Die Harnsäure ist vor allem bei der PVOD erhöht. BNP, GOT, GPT und Harnsäure steigen über die Jahre von 1996 bis 2007 an.
Kurzfassung auf Englisch: This work describes the age, male/female ratio, aetiologies, therapy, NYHA class, Six-Minute-Walk, clinical chemistry and haemodynamic values of outward patients visiting the Pulmonary Hypertension Clinic Giessen for the first time.
PH is a disease more frequent in women than in men by a ratio of 1,5:1. It occurs in patients of any age. Both these facts apply for any age group from 0 years to above 80 years of age. The male/female ratio may, however, fluctuate slightly per aetiology.
It could be said that the patients age at initial presentation increases.
The increased age has a negative effect on the 6MWT distance, which becomes continually shorter. At the same time, the NYHA class slightly improved over time, even though it continues to remain at about 3. The value shows that patients only come to the PH clinic in Gießen in a late stage of the disease.
The aetiologies changed over the years as well. We now know more about the causes of PH. PAH continually decreased, while LHD and LD increased. The aetiologies also differ in 6MWT distance. CVD patients have the lowest outcome here, while CHD and FPAH patients are able to cover the longest distance. The NYHA value fluctuates only little between the different aetiologies and remains at around 3. The haemodynamic values have also improved over the years. The mPAP and PVR decreased. The CI, venous SO2 and PAWP increased. These values also fluctuate between the different aetiologies. PAH has the highest mPAP and PVR, while the highest PAWP occurs for the throboembolic aetiology. The highest venSO2 and CI values were found for LHD.
Most patients come to the PH clinic in Gießen untreated. The highest share in previous medication is held by CCB. This is mainly due to the years before 2006, where they were used most often. Endotheline receptor antagonists and PDE-5 inhibitors have more often been used as previous therapy in the years after 2006.
Increased GPT or GOT values indicate the aetiologies of portal hypertension or HIV infection. Urea is mainly increased in case of PVOD, BNP, GOT, GPT and urea values increase over the years from 1996 to 2007.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand