Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Digitale Grauwertanalyse am Endometrium puerperaler Stuten

Schlomm, Stefanie


Originalveröffentlichung: (2013) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (4.953 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-99221
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9922/

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us


Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit tierärztlicher Ambulanz
Fachgebiet: Veterinärmedizin
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6055-8
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 27.06.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 23.07.2013
Kurzfassung auf Deutsch: In der Zyklusdiagnostik von Stuten hat sich die digitale Grauwertanalyse als ein sensitives Verfahren zur Erfassung zyklisch bedingter Veränderungen am Endometrium geschlechts-gesunder Stuten bewährt. Darüber hinaus ist mit Hilfe der digitalen Grauwertanalyse die Differenzierung zwischen physiologischen und pathologischen Prozessen am Endometrium zyklischer Stuten möglich.
Ziel dieser Untersuchung war es, herauszufinden inwieweit sich die digitale Grauwertanalyse als diagnostische Methode eignet, Involutionsstörungen am Endometrium von puerperalen Stuten zwischen dem zweiten und achten Tag post partum darzustellen. Dazu wurde diese Methode an insgesamt 60 Stuten im Puerperium angewendet. Im Patientenkollektiv befanden sich Stuten mit einem ungestörten Puerperium (n = 29) und Stuten mit einem gestörten Puerperalverlauf (n = 31). Die Gruppe der Stuten mit einem gestörten Puerperium wurde anhand klinischer Befunde und anamnestischer Daten in zwei Gruppen unterteilt. Die Gruppe III umfasste 13 Stuten mit den klinischen Symptomen eines gestörten Puerperalverlaufs nach dem vollständigen und zeitgerechten Ablösen der Fetalmembranen. Die Gruppe IV bestand aus 18 Stuten mit einer Retentio secundinarum.

Folgende relevante Ergebnisse wurden erzielt:
- Die Wiederholbarkeit der Messergebnisse für den Parameter „mittlerer Grauwert“ am Endometrium puerperaler Stuten mit ungestörtem Puerperium war hoch.
- Der Involutionsprozess der Zervix war bis einschließlich vier Tage post partum zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten signifikant verschieden. Die Zervixinvolution war im ungestörten Puerperium am schnellsten.
- Die Aktivität des linken Ovars war sechs Tage post partum zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten signifikant verschieden. Stuten mit klinisch gestörtem Puerperium ohne Nachgeburtsverhaltung hatten zu diesem Zeitpunkt eine reduzierte ovarielle Aktivität am linken Ovar.
- Die Echogenität des Endometriums war sechs Tage post partum zwischen den Stuten der drei Gruppen signifikant verschieden. An den anderen Untersuchungstagen war der Unterschied zwischen den mittleren Grauwerten am Endometrium nicht signifikant.
- Der Verlauf der mittleren Grauwerte war zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten vom zweiten bis achten Tag post partum signifikant verschieden.
- Der mittlere Grauwert der Stuten mit einer Retentio secundinarum nahm zwischen dem vierten und sechsten Tag post partum deutlich ab.
- Der signifikante Unterschied des mittleren Grauwertes zwischen den drei Gruppen der puerperalen Stuten war unabhängig von der Untersuchungslokalisation.
- Der mittlere Grauwert am Endometrium gravider Stuten nahm ante partum tendenziell ab.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Einsatz der eindimensionalen digitalen Grauwertanalyse unter Auswertung des Texturparameters „mittlerer Grauwert“ in Kombination mit der klinisch-gynäkologischen Untersuchung eine geeignete diagnostische Methode darstellt, um Prozesse am puerperalen Endometrium darzustellen und zu beurteilen.
Kurzfassung auf Englisch: In cycle diagnostics in mares, digital grey-scale analysis has proved to be a sensitive method of detecting cycle-related changes in the endometrium of healthy mares. Moreover, it is possible to differentiate between physiological and pathological process in the endometrium of cyclic mares using digital grey-scale analysis.
The aim of this study was to find out whether digital grey-scale analysis is a suitable diagnostic method for demonstrating involutional disorders in the endometrium of puerperal mares between day two and eight post partum. This method was used in 60 puerperperal mares. These included mares with a undisturbed puerperium (n = 29) and mares with a disturbed puerperium (n = 31). The group of mares with a disturbed puerperium was divided into two groups on the basis of the clinical findings and anamnestic data. Group III included 13 mares with clinical symptoms of a disturbed puerperal course after complete and timely separation of the foetal membranes. Group IV consisted of 18 mares with retention secundinarum.

The following relevant results were obtained:
- The repeatability of the results for the parameter “mean grey scale” on the endometrium of puerperal mares with an undisturbed puerperium was high.
- The involution process of the cervix differed significantly between the three groups of puerperal mares up to and including four days post partum. Cervical involution was fastest in the undisturbed puerperium.
- The activity of the left ovary differed significantly between the three groups of puerperal mares six days post partum. Mares with clinical undisturbed puerperium had a reduced ctivity of the left ovary.
- The echogenicity of the endometrium differed significantly between the mares of the three groups six days post partum. On the other examination days there was no significant difference between the mean grey scales in the endometrium.
- The course of the mean grey scales differed significantly between the three groups of puerperal mares from the second to the eighth day post partum.
- The mean grey scale in the mares with retention secundinarum diminished markedly between the fourth and sixth day post partum.
- The significant difference in the mean grey scale between the three groups of puerperal mares was independent of the examination location.
- The mean grey scale in the endometrium of gravid mares tended to decrease ante partum.
In summary, it can be stated that the use of one-dimensional digital grey-scale analysis with analysis of the “mean grey scale“ texture parameter in combination with clinical gynaecological examination represents a suitable diagnostic method of imaging and assessing processes in the puerperal endometrium.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand