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Die Wirkung von Selbstregulation, Selbstkonzept und Motivation auf die Diagnosekompetenz angehender Lehrkräfte

Wolgast, Anett


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-95662
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9566/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Pädagogische Diagnostik , Lehrerbildung , Motivation , Selbstkonzept
Freie Schlagwörter (Englisch): Educational diagnostic , teacher education , motivation , self-concept
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Abteilung Pädagogische Psychologie: Motivation, Emotion und Lernen
Fachgebiet: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.04.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 22.05.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Im Zuge der Diskussion um die Ergebnisse internationaler Schulleistungsstudien gewann die Forderung nach diagnostischer Kompetenz von Lehrkräften und die Implementierung diag-nosebezogener Lernangebote in der Lehrerbildung an Bedeutung. Darauf Bezug nehmend wurde das Forschungsprojekt „Professionsorientierte Lehrerbildung“ initiiert, durchgeführt und abgeschlossen. Die hier vorgelegte Arbeit ist aus diesem Projekt hervorgegangen. Ein Anliegen im Rahmen des Projekts war die Unterstützung der Entwicklung diagnostischer Kompetenz bei angehenden Lehrkräften in der universitären Studienphase durch fachüber-greifend vernetzte, diagnosebezogene Lernangebote.
Die Fragestellungen der vorliegenden Arbeit beziehen sich auf selbstregulative und damit zusammenhängende motivationale sowie kognitive Aspekte und das Fähigkeitsselbst-konzept als Lernvoraussetzungen für den Aufbau von Diagnosekompetenz bei angehenden Lehrkräften. Zudem waren die Fragen zu klären, ob diagnosebezogenes Wissen sowie diag-nostische Kompetenz aufgebaut wurden.
Ergebnisse der Analysen sind zum einen die heterogenen Lernvoraussetzungen der an-gehenden Lehrkräfte und zum anderen, dass der selbstregulative Aspekt Toleranz gegenüber Misserfolg im Studium den Aufbau von diagnosebezogenem Wissen moderiert. Angehende Lehrkräfte mit hoher Toleranz gegenüber Misserfolg im Studium haben weniger diagnose-bezogenes Wissen erworben als diejenigen, deren Toleranz gegenüber Misserfolg im Studium niedriger ist. Eine Längsschnittanalyse zeigt zudem, dass dieser Moderator vom zweiten zum sechsten Fachsemester signifikant steigt. Ein Test der Diagnosekompetenz hat ergeben, dass angehende Lehrkräfte nach der Nutzung diagnosebezogener Lerngelegenheiten die Mo-tivation und das Fähigkeitsselbstkonzept von computerbasiert simulierten Schülern signifi-kant genauer diagnostizieren als eine Vergleichsgruppe ohne diese Lerngelegenheiten.
In einer zusätzlichen Analyse wurde überprüft, ob die papier- und computerbasierte Bearbeitung zweier standardisierter Instrumente, die in den Erhebungen eingesetzt wurden, vergleichbar ist. Zudem wurde untersucht, welche dieser Bearbeitungsarten eine höhere Rücklaufquote verspricht. Ergebnis daraus ist die psychometrische Vergleichbarkeit und entgegen anderer Berichte war der Rücklauf online höher als papierbasiert.
Kurzfassung auf Englisch: Analyzing teachers’ diagnostic competences constitutes increasing relevance in German teacher education as a consequence of large scale surveys. Among the competences outlined to be relevant for pre- and in-service teachers, diagnostic competence is frequently men-tioned. Teachers need to be able to identify students’ learning dispositions and their level of understanding in order to design instruction accordingly. Even though it seems to be clear that such diagnostic competence plays an important role in teachers’ professional behavior, research rarely explicitly focuses on this competence. Teachers’ competence to diagnose pupils’ learning dispositions and to adapt their instruction to these dispositions are regarded as an integral part of the teacher’s profession.The distinctions are embedded into a model of prospective teachers’ diagnostic competence which serves as a heuristic to analyze the ex-pected progress of prospective teachers during their university education.
This study explores which factors have an impact on knowledge related to diagnoses and if diagnostic competence is developed after the second year at university. A question-naire with established instruments is usually applied to get information about prospective teachers’ self-reported attitudes, the motivation and self-regulated abilities towards learner oriented instruction as well as a test of knowledge related to diagnoses and a virtual envi-ronment to test the diagnostic competence.
On the one hand results of the survey are the heterogeneity of students’ learning dispo-sitions and a moderation effect of the self-reported variable “tolerance regarding bad exams” on the correlation of instruction and increased knowledge related to diagnoses. On the other hand a longitudinal analysis from first to third year at university shows an increased “toler-ance regarding bad exams”. In order to assess not only prospective teachers’ knowledge but also their abilities, a virtual classroom was used. Here, prospective teachers have to identify pupils’ pre-conditions to learn from their responses to questions the virtual teacher asks.
An additional survey examines the psychometric properties and the factor structure of the online version of the Learning and Achievement Motivation Scales (SELLMO) as well as the Academic Self Concept Scales (SESSKO) compared with the paper version. Further-more, the survey clarifies which version (paper/online) effects an increase in the students’ response rate. The online response rate is considerably higher than the paper-based one. The paper and online versions’ psychometric properties are comparable.
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