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Die prognostische Wertigkeit verschiedener Plasmaparameter bei pulmonal arterieller Hypertonie

The prognostical value of different plasmaparameter in pulmonary arterial hypertension

Thamm, Melanie


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-95571
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9557/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Pulmonal arterielle Hypertonie , BNP , hs-CRP , Harnsäure , Troponin T,
Freie Schlagwörter (Englisch): pulmonary arterial hypertension , prognostical value , BNP , hsCRP , PAH
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik und Poliklinik II
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.05.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 05.06.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Schwere pulmonale Hypertonien führen in vielen Fällen zum vorzeitigen Tode des Patienten durch Rechtsherzversagen. Prädiktoren der Überlebenswahrscheinlichkeit für den individuellen Patienten sind bisher nur unzureichend charakterisiert. Ziel der vorliegenden Arbeit war es aufzuzeigen, ob es einen Zusammenhang zwischen nicht-invasiv gewonnenen Laborparametern und invasiv gewonnenen hämodynamischen Parametern von Patienten mit unterschiedlichen Formen der Pulmonalen Hypertonie gibt. Weiterhin sollte die prognostische Relevanz der einzelnen hier untersuchten Parameter im Hinblick auf das Gesamtüberleben der Patienten und im Vergleich zu bislang benutzten Prognosefaktoren untersucht werden.
Zwischen den aussagekräftigsten hämodynamischen Parametern, wie z.B. Herzzeitvolumen, pulmonalvaskulärer Widerstand oder zentraler Venendruck, konnten in unserem Patientenkollektiv für das Plasma-BNP (jeweils p<0,001) und für die Harnsäure (insbesondere für RVEF, CI, SvO2 und AvDO2 p< 0,001; für HZV gilt p = 0,002, für PVR p = 0,001, Ausnahme: CVP p =0,05) Korrelationen gefunden werden, so dass sich diese als potentielle prognostische Parameter in Bezug auf den hämodynamischen Schweregrad der Erkrankung erwiesen. Dem gegenüber waren für hsCRP und TNT keine signifikanten Korrelationen nachweisbar.
Anhand von ROC-Analysen wurden mit Hilfe der Mediane der Gesamtgruppe „cut-off“-Werte für die Plasmaparameter BNP, Harnsäure und hsCRP, sowie als Positivkontrolle vergleichend für die gemischt-venöse Sättigung (SvO2) ermittelt und mittels Kaplan-Meier-Analyse auf ihre prognostische Wertigkeit hin untersucht. BNP -Werte > 195,4 pg/ml zum Zeitpunkt der Erstdiagnostik stellten für Patienten mit IPAH einen starken negativen Prädiktor des Überlebens dar (mit abnehmender Signifikanz auch für APAH und im Trend auch für CTEPH). Überraschenderweise zeigten hsCRP Werte ≥ 2,3 mg/l, trotz vergleichsweise schlechterer Korrelation mit den invasiven hämodynamischen Parametern, eine gegenüber dem BNP stärkere negative prädiktive Funktion in Bezug auf das Überleben der IPAH-Gruppe. Am Besten von allen untersuchten Parametern waren Harnsäure-Werte > 5,6 mg/dl mit einer verminderten Überlebenswahrscheinlichkeit von PAH Patienten assoziiert.
Somit konnten im Rahmen der vorliegenden Arbeit, einfach zu bestimmende Plasmaparameter evaluiert werden, die in Zukunft dazu dienen können, die Überlebenswahrscheinlichkeit von Patienten mit verschiedenen Formen des Lungenhochdrucks besser abschätzen zu können. Zur Validierung dieser Befunde sollten noch weiterführende Untersuchungen in größeren Patientenkollektiven und mit prospektiver Datenerfassung durchgeführt werden.
Kurzfassung auf Englisch: Severe pulmonary hypertension leads to premature death due to right heart failure in many cases.
Easy to assess predictors of survival for the individual patient are characterised insufficiently yet.
The purpose of this study was to identify, whether there is a correlation between non-invasive blood-chemistry parameters and invasive hemodynamic parameters of patients with different forms of pulmonary hypertension. One further aim was to investigate the prognostical relevance of each reviewed blood-chemistry parameter in regard to overall-survival of the patients and in comparison to already established and well reviewed prognostic parameters in patients with pulmonary hypertension.
We were able to demonstrate a good correlation in our patient cohort, between the most significant hemodynamic parameters, such as cardiac output, PVR or CVP and Plasma-BNP as well as uric acid, so that these potential prognostic parameters seem to be predictive regarding the severity of the disease. In contrast, between hsCRP and TNT no significant correlation could be found in our patients.
On the basis of ROC-analysis we established cut-off values for BNP, uric acid and hsCRP and additionally for SvO2 as a control-parameter and tested them with help of kaplan-meier-analysis for their prognostical value. BNP > 195,4 pg/ml at date of primary diagnosis of the disease showed to be a strong negative predictor of survival for patients with IPAH (and with lower significance also vor APAH- and CTEPH-patients). Surprisingly hsCRP showed a stronger negative predictive value regarding the overall-survival of patients with IPAH, despite its worse correlation in comparison to BNP. Uric acid > 5,6 mg/dl showed the strongest negative correlation to overall-survival in PAH-patients at all.
In summary, within the aim of this work, easy to assess blood-chemistry parameters could be evaluated, which may be used to characterise ther overall-survival of patients with different forms of pulmonary hypertension in future. More prospective studies with larger numbers of patients are needed to validate these findings.
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