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Evaluation des saarländischen Schulmilchprojektes zur Entwicklung eines Qualitätsmanagementkonzepts für Projekte schulischer Ernährungsbildung

Evaluation of the school milk scheme of the Saarland developing a quality management framework for nutrition education projects at schools

Scherer, Simone


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (7.563 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-93771
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9377/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Ernährungsbildung , Evaluation , Qualitätsmanagement , Projekt , Schulmilch
Freie Schlagwörter (Englisch): nutrition education , evaluation , quality management , project , school milk
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Ernährungswissenschaft
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 15.02.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 29.04.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der formativen und summativen Evaluation des saarländischen Schulmilchprojektes war es, ein Qualitätsmanagementkonzept zu entwickeln. Die Evaluation, an der 41 Grundschulen teilnahmen, basiert auf Kriterien der Kontext-, Struktur-, Planungs-, Prozess- und Ergebnisqualität. Angewandt wurde ein Methodenmix aus schriftlichen Befragungen, Monitoring, Inhaltsanalysen und Beobachtungen.
Für die Kontextqualität ist entscheidend, die ernährungssituative und ernährungsbildende Begründung des Projektes nicht nur aus allgemein gültigen Daten (z.B. Studien, Lehrpläne), sondern aus den Befragungen der Lehrer und Schüler/Eltern abzuleiten. Die Kriterien der Strukturqualität beziehen sich auf die Qualifikation der Mitarbeiter, die Ausstattung sowie die sachgerechte Planung und Verwendung der finanziellen Mittel. Bei der Planungsqualität ist die Kombination aus verhaltens- und verhältnispräventiven Handlungen von Bedeutung. Die Schüler erlangten durch die Unterrichtseinheiten einen signifikanten Wissenszuwachs; dieser hatte jedoch keinen Einfluss auf die Verzehrshäufigkeit von Milch und Milchprodukten. Nur ein Angebot von Schulmilch führte zu einem häufigeren Verzehr von Milch in der Pausenverpflegung. Nachgewiesen wurde eine hohe Korrelation der Verzehrshäufigkeit bei Kindern und Eltern. Die Einbindung der Eltern in das Projekt gelang jedoch nur bedingt. Im Rahmen der Prozessqualität ist es im Hinblick auf die Optimierung des Projektes wesentlich, die Zufriedenheit der Akteursgruppen (Lehrer, Schulleiter, Schüler, Mitarbeiter) kontinuierlich zu messen. Aufgrund der geringen Bereitschaft der Lehrer zum Schulmilchverkauf und zur selbstständigen Durchführung der Unterrichtseinheiten ist es fraglich, ob das Projekt in den Schulen weitergeführt wird. Die Ergebnisqualität erfolgte durch eine Kombination aus Prozess- und Produktevaluation mit Pretest-Posttest-Designs und Kontrollgruppen.
Die Evaluationsergebnisse boten die Grundlage dafür, ein Qualitätsmanagementkonzept zu entwickeln, das für ernährungsbildende Projekte an allgemeinbildenden Schulen anwendbar ist. Es besteht aus einem Qualitätskreislauf und aus Qualitätskriterien für die genannten Qualitätsdimensionen.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the formative and summative evaluation of the school milk scheme of the Saarland was developing a quality management framework. The evaluation is based on criteria of the context quality, structural quality, planning quality, process quality and result quality. Forty one elementary schools took part in the evaluation. A mixed method design with questionnaires, monitoring, contents analyses and observations was used.
For the context quality the nutrition-education framework of the project has not only to be justified from general valid data (e.g. studies, curricula) but from the survey of the teachers, pupils and parents. The criteria of the structure quality refer to the qualification of the employees, the equipment as well as the appropriate planning and use of the financial resources. Within the planning quality, the combination of behavioural prevention and situational prevention actions is relevant. The pupils gained a significant increase in knowledge by the teaching units; nevertheless, this had no influence on the consumption frequency of milk and dairy products. Only the offer of school milk led to a more frequent consumption of milk in the break catering. A high correlation of the consumption frequency was proved with children and parents. Nevertheless, the integration of the parents in the project succeeded only partly. Within the process quality, it is essential for the optimisation of the project to measure the satisfaction of the actor groups (teachers, headmasters, pupils, employees) continuously. Due to the limited willingness of the teachers to sell school milk and to perform the teaching units by themselves, it is doubtful whether the project will be continued in the schools. The result quality is achieved by a combination of process and product evaluation with a pretest-posttest design and control groups.
The results of the evaluation provided the basis to develop a quality management framework which is applicable for nutrition-education projects at schools of general education. It includes a quality cycle as well as quality criteria for the called quality dimensions.
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