Giessener Elektronische Bibliothek

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Inzidenz maligner Erkrankungen bei Patienten mit primären Gerinnungsstörungen

Rebber, Elisabeth Ilse Gretlies Anna-Maria


Originalveröffentlichung: (2013) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.620 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-92545
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/9254/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Interdisziplinärer Schwerpunkt für Hämostaseologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-6001-5
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 06.02.2013
Erstellungsjahr: 2013
Publikationsdatum: 22.03.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Aktivierung des Gerinnungssystems kann bei fast allen Patienten mit malignen Erkrankungen nachgewiesen werden. Die Gerinnungsaktivierung bei Tumorpatienten trägt einerseits zur Thromboseneigung dieser Patienten bei, beeinflusst aber auch Tumorwachstum und Ausbreitung. Etwa 15% der Tumorpatienten erleiden während ihrer Erkrankung klinisch relevante thromboembolische Komplikationen. Neuere tierexperimentelle Forschungen zeigen Zusammenhänge zwischen Gerinnungssystem, Karzinogenese, Tumorwachstum und Metastasierung. Offen ist bisher, ob Patienten mit thrombophilen Diathesen und daraus resultierender Gerinnungaktivierung ein erhöhtes Tumorrisiko im Vergleich zu Gerinnungsgesunden bzw. Patienten mit hämorrhagischen Diathesen haben. Wir untersuchten daher retrospektiv Patienten mit primärer Gerinnungsstörung bezüglich der Häufigkeit des Auftretens von Tumorerkrankungen. Darüber hinaus wurden zusätzliche Thromboserisikofaktoren (Rauchen, Diabetes mellitus, Hypercholesterinämie und Einnahme von Kontrazeptiva) anhand eines Fragebogens erfasst. Des weiteren wurden Fragebögen zu Verwandten 1.Grades ausgewertet. Unseren Daten zeigen kein gehäuftes Auftreten von malignen Erkrankungen bei Patienten mit einer thrombophilen Diathese (aPC-Resistenz/ Faktor V-Leiden Mutation) im Vergleich zu Gerinnungsgesunden oder Patienten mit hämorrhagischen Diathesen. Nach der Gesamtübersicht unserer Daten besteht kein Hinweis darauf, dass das Vorliegen thrombophiler oder hämorrhagischer Diathesen das Auftreten von Tumorerkrankungen beeinflusst.
Kurzfassung auf Englisch: Nearly all patients with malignant diseases do show activation of coagulation, which supports the increased risk of thrombosis and the influence on cancer growth and expansion. Nearly 15% of all cancer patients do undergo clincally relevant thromboembolic complication during their illness. New research studies show coherency between coagulation, carcinogenesis, cancergrowths and metastasis. To date it still remains unclear, if patients with thrombophilic diathesis and its resulting activation of coagulation show a significant higher risk of tumor manifestation than people with normal health status or patients with hemorrhagic diathesis. In this study we examined patients with primary coagulopathy in terms of incidence of cancer -disease -manifestation, retrospectively. Additionally, thrombosis inducing risk factors, e.g. smoking, diabetes, hypercholesterolemia and intake of oral contraceptive, were examined for cancer patients and their first degree relatives on the basis of questionnaire. Our data reveals no cumulative incidence of malignant diseases, neither for patients with thrombophilic diathesis (aPC-resistence/ factor V-Leiden mutation), or hemorrhagic diathesis, nor for healthy individuals. In summary, our data supports the conclusion, that tumor manifestation and thrombophilic or hemorrhagical diathesis do not corrlate.
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