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Knochendichte und Knochenstoffwechsel von Kindern unter oraler Antikoagulation mit Marcumar

Bone mineral density and bone metabolism in children with oral anticoagulation with Marcumar.

Hack, Florian Joachim


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-100564
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2013/10056/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Knochendichte , Kinder , Knochenstoffwechsel , orale Antikoagulation , Marcumar
Freie Schlagwörter (Englisch): Bone mineral density , children , Bone metabolism , oral anticaogulation , Marcumar
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Radiologie, Abteilung Kinderradiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 17.07.2013
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 10.09.2013
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel dieser Untersuchung war es, Hinweise auf einen, für Erwachsene beschriebenen Einfluss einer oralen Antikoagulation mit einem Vitamin K-Antagonisten auf den Knochen im Kindes- und Jugendalter nachzuweisen, insbesondere bezüglich des Erreichens der maximalen Knochenmasse (Peak Bone Mass) gegen Ende der dritten Lebensdekade.
Wir untersuchten 31 Kinder (16 Jungen, 15 Mädchen, im Median 12,3 Jahre alt) mit einer Mindestdauer der oralen Antikoagulation von zwei Monaten (im Median 28 Monate), ob eine therapiebedingte Verminderung der Knochendichte im Vergleich mit einem zuvor erhobenen Normalkollektiv vorlag, oder ob Parameter des Knochenstoffwechsels außerhalb der Normwerte lagen. Zur Interpretation der Ergebnisse wurden zudem die bekannten Einflussfaktoren Ernährung (Kalzium, Phosphat, Vitamin D, Vitamin K) und körperliche Aktivität erhoben. Zuletzt erfolgte eine Einzelfallbetrachtung der Extremwerte.
Die Knochendichte wurde mittels quantitativer CT gemessen. Die Bestimmungen der Laborwerte erfolgte nüchtern und gemäß einer standardisierten weiteren Verarbeitung oder gemäß der klinischen Routine.
Ein Unterschied bezüglich der Knochendichte fand sich nicht. Die Osteocalcin-Werte der Marcumar-Patienten zeigten sich deutlich erhöht (p=0,002), was den Ergebnissen bei Erwachsenen widerspricht, bei denen meist erniedrigte oder gleiche Osteocalcin-Werte gefunden wurden. Eine verminderte körperliche Aktivität fand sich nicht. Ernährungsbedingte Risikofaktoren lagen in der Marcumargruppe jedoch häufiger vor.
Die Ergebnisse weisen auf einen Einfluss von Marcumar auf den Knochenstoffwechsel hin auch wenn diese in unserem Kollektiv noch keinen relevanten Einfluss auf die Knochendichte zu haben scheinen. Aufgrund des geringen Stichprobenumfangs und der zahlreichen Einflussfaktoren auf den Knochen im Kindes- und Jugendalter sowie des nicht geklärten Einflusses der kardiologischen Grunderkrankung auf den Knochen (meist verbunden mit körperlichen Einschränkungen) sind weitere Studien notwendig.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of this work was to find an influence of oral anticoagulation with vitamin K-antagonists on the bone density in childhood and adolescence that is described in adults, especially respecting the achievement of the peak bone mass at the end of the third life-decade.
We examined 31 children (16 boys, 15 girls, in the median 12,3 years old) with a minimum-duration of oral anticoagulation of two months (median 28 months) whether a difference in bone density compared with a healthy collective exists and whether parameters of the bone metabolism lay outside the normal values. The known influential factors nutrition (calcium, phosphate, vitamin D, vitamin K) and physical activity are examined as well for the interpretation of the results. Finally, an individual case consideration of the extreme values took place.
The bone-density was measured by quantitative CT. The regulations of the laboratory-values took place soberly and in accordance with a standardized further processing (Osteocalcin, bone-specific alcaline phosphatase) or in accordance with the clinical practice.
A difference in bone density couldnt be found. The osteocalcin values of the patients with oral anticoagulation were increased (p=0,002) what is not confirm with the results of adults, where the values are mostly decreased or equal to the compared collective.
The results point out an influence of oral anticoagulation on the bone metabolism even if this seems to have no relevant influence in our collective on the bone density. On the basis of the small sampling value and the many factors of influence on the bone in childhood and adolescence as well as the not examinated influence of the cardiac disease on bone development (usually associated with physical restrictions) further follow up studies are necessary.
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