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Vergleich ökologischer Betriebssysteme mit und ohne Viehhaltung bei unterschiedlicher Intensität der Grundbodenbearbeitung : Effekte auf Flächenproduktivität, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit

Comparison of organic farming systems with and without lifestock raising at different intensities of primary soil tillage

Schulz, Franz


Originalveröffentlichung: (2012) Giessener Schriften zum Ökologischen Landbau, Bd. 5
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (1.695 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-90589
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/9058/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Agrarwissenschaften , Organischer Landbau , viehlos , Grundbodenbearbeitung , Humushaushalt
Freie Schlagwörter (Englisch): agricultural science , organic farming , stockless farming , primary soil tillage , humus balance
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung II, Professur für Organischen Landbau
Fachgebiet: Agrarwissenschaften und Umweltmanagement
DDC-Sachgruppe: Landwirtschaft
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.07.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 13.11.2012
Kurzfassung auf Deutsch: 1. Ziel und Gegenstand der Untersuchung
Es wurden die beiden Problemfelder viehloser Ökolandbau gegenüber einer Bewirtschaftung mit Viehhaltung und eine reduzierte Intensität der Grundbodenbearbeitung hinsichtlich Flächenproduktivität, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit untersucht.
2. Untersuchungsmethoden
Im Jahr 1998 wurde ein 2-faktorieller Dauerfeldversuch mit 3 Betriebssystemen, mit und ohne Viehhaltung, und 4 Bodenbearbeitungsvarianten mit abnehmender Eingriffsintensität angelegt. Den 3 Betriebstypen wurden jeweils praxisübliche 6-feldrige Fruchtfolgen zugeordnet. Schwerpunkte der Arbeit waren die Ergebnisse der 2. Rotation 2004-2009.
3. Ergebnisse
A) Viehloser Ökolandbau: Insgesamt zeigt sich nach zwei Fruchtfolgeumläufen die Überlegenheit des Betriebssystems mit Viehhaltung (Gemischtbetrieb) gegenüber viehloser Ökobewirtschaftung insbesondere hinsichtlich Fruchtfolgeleistungen, N-Salden und Entwicklung der Humusvorräte in 0-30 cm Bodentiefe. Sofern eine viehlose Bewirtschaftung nicht vermieden werden kann, ist neben anderen Maßnahmen die Einordnung einer gemulchten Rotationsbrache in die Fruchtfolge erforderlich, um systembedingte Nachteile wenigstens teilweise zu kompensieren.
B) Bodenbearbeitungsintensität: Eine Reduzierung der Intensität der Grundbodenbearbeitung ist auf dem Standort ohne negative Ertragseffekte möglich, solange die Verfahren noch eine Bodenwendung beinhalten. Pedoökologische Vorteile treten besonders in der Oberkrume auf. Bei völligem Verzicht auf die Pflugarbeit muss mit durchschnittlichen Mindererträgen von 10 % gerechnet werden. Ob diese angesichts der erzeugten hochpreisigen Bioprodukte durch Einsparung an Arbeit und Kapital kompensiert werden können, erscheint fraglich.
Kurzfassung auf Englisch: 1. Target and object of the investigation
The two issues stockless organic farming versus production with cattle and a reduced intensity of primary soil tillage were investigated with regard to productivity per unit area, sustainability and environmental compatibility.
2. Research methods
A long-term field experiment with two factors was set up in 1998. Three farm types, with and without cattle, and four variants of soil tillage with decreasing intensities of intervention were investigated. Commonly practised 6-field crop rotations were assigned to the three farm types. The main focuses of the dissertation are the results of the 2nd cycle of the crop rotations from 2004 to 2009.
3. Results
A) Stockless organic farming: All in all, the superiority of a management system with cattle (mixed farm type) over stockless farming is demonstrated after two cycles of the crop rotations especially with regard to the performance of the crop rotations, N-balance saldi and development of the humus stocks in the topsoil 0-30 cm. Provided that stockless farming cannot be avoided a mulched rotational set-aside should, among other measures, be included in the crop rotation in order to compensate, at least partly, for system-immanent disadvantages.
B) Intensity of soil tillage: At the experimental location a reduced intensity of soil tillage is possible, without negative impact on yields, as long as the procedures include a soil inversion. Pedo-ecological benefits occur particularly in the upper layer of the topsoil (0 15 cm). When avoiding the use of the mouldboard plough, yields approximately 10 % lower have to be taken into account. In the face of the upscale bioproducts it is doubtful whether these reduced yields can be compensated for by savings in labour and capital.
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