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In-vivo Abformgenauigkeit von A-Silikonen

Noack, Thies


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-89172
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8917/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Abformung , Abformmaterialien , Abformtechniken , Dimensionsgenauigkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): impression , impression materials , technique , accuracy
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 16.07.2012
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 20.08.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Randspalten zwischen Restaurationen und der Zahnhartsubstanz stellen ein zentrales Problem in der prothetischen Zahnheilkunde dar. Die Randschlussgenauigkeit muss aufgrund der Gesunderhaltung der Zähne und des Zahnhalteapparates, sowie der Lebensdauer der Restaurationen so hoch wie möglich sein [21].
Das Ziel dieser Untersuchung war es daher, im Rahmen einer retrospektiven Studie, die Abformgenauigkeit von fünf Polyvinylsiloxanen anhand der fertigen prothetischen Restauration zu vergleichen.
94 Zähne wurden für die Aufnahme von Kronen, Brücken oder Teleskopkronen unter standardisierten Bedingungen vorbereitet und durch 55 Abformungen, davon jeweils 11 mit Affinis Putty Super Soft / Affinis Light-Body bzw. Affinis Regular-Body, Aquasil Putty Soft / A-quasil LV, Aquasil Putty Soft / Aquasil Ultra LV, Dimension Penta H / Dimension Garant L und Imprint-II hochviskos / Imprint-II niedrigviskos, auf ein Gipsmodell zur indirekten Restaurationsherstellung im Dentallabor übertragen. Erstabformungen erfolgten in der Doppelmischtechnik, evtl. notwendige Wiederholungen, z.B. aufgrund einer zirkulär nicht komplett dargestellten Präparationsgrenze, in der Korrekturtechnik.
Die Randschlussqualität der fertigen Kronen bzw. Brücken wurden bei der Anprobe im Mund des Patienten mit einem Messsondensatz bestehend aus fünf µm-Messonden (100-500 µm / Abstand 100 µm) an sechs definierten Stellen jedes einzelnen Pfeilers beurteilt.
Die in der Auswertung gemessenen Randschlussfehler lagen je nach Material zwischen <100 µm und <500 µm. In 60% bis 94,4% der Fälle lag der maximale Randschlussfehler pro Zahn je nach Material unter 300 µm.
Beim Vergleich der Materialien waren weiterhin qualitative Unterschiede bei der Beurteilung der Erst- und Wiederholungsabformungen zu beobachten. Das Material Affinis zeigt hier die genauesten Resultate. Bei der Beurteilung der zur Herstellung der Restaurationen genutzten Arbeitsmodelle zeigten die Materialien Affinis und Aquasil Ultra die detailgetreuesten Wiedergaben. Bei den Randspaltmessungen der fertigen Restaurationen zeigt ebenfalls das Material Affinis im Vergleich die geringsten Ungenauigkeiten.
Beim Vorliegen einer Sulkusblutung während der Abformung und bei komplett infragingival lokalisierten Präparationsgrenzen waren über alle Materialien vermehrt Fehler bei den Doppelmischabformungen zu beobachten.
Die Ergebnisse der Untersuchung verdeutlichen, dass neben den Abformmaterialien und den Abformtechniken, klinische relevante Faktoren einen großen Einfluss auf das Gelingen einer Abformung haben und damit in der Folge die Präzision einer prothetischen Restauration im bedeutendem Maß beeinflussen können.
Kurzfassung auf Englisch: Marginal discrepancies between crowns and abutment teeth are a major problem in fixed prosthetic treatments. The accurate marginal fit is mandatory for the periodontal health of the abutment tooth and the longevity of the restoration.
It was therefore the purpose of this retrospective study to determine the effect of five different polyvinylsiloxane impression materials on the marginal accuracy of fixed restorations.
55 impressions were made with Affinis Putty Super Soft / Affinis Light-Body respectively Affinis Regular-Body, Aquasil Putty Soft / Aquasil LV, Aquasil Putty Soft / Aquasil Ultra LV, Dimension Penta H / Dimension Garant L and Imprint-II hochviskos / Imprint-II niedrigviskos from 94 abutment-teeth which have been prepared for the uptake of fixed prosthodontic restorations. The first impression was made using a one-step putty-wash technique. Provided that the finish line or other areas of the prepared teeth were not reproduced sufficiently, a two-step putty-wash technique was used for the second impression.
The marginal discrepancy of the indirect restorations was measured in the patients mouth using explorers with standardized tip diameters of 100 µm, 200 µm, 300 µm, 400 µm and 500 µm at 6 defined measuring sites per tooth.
The marginal discrepancies ranged from <100 µm to <500 µm depending on the impression material used. In 60% to 94.4%, the marginal discrepancies were less than 300 µm. Impressions made with Affinis showed the fewest defects compared with the other materials tested. Master casts, poured from Affinis- and Aquasil Ultra-impressions, showed the best detail reproduction. The crowns of the Affinis-group showed the lowest marginal discrepancies.
Infragingivally located finish lines were reproduced insufficiently by all material combinations on condition that bleeding occurred during impression making (one-step putty-wash technique).
The results clearly indicate that the quality of an impression as well as the resulting prosthodontic restoration is directly affected by different clinical parameters.
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