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Verbesserte Akutreaktion auf inhalatives Stickstoffmonoxid nach langfristiger Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie mit oralem Sildenafil

Petry, Christina


Originalveröffentlichung: (2012) Giessen : VVB Laufersweiler
Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (2.712 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-89132
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8913/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinischen Klinik II, Ambulanz für pulmonale Hypertonie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Zeitschrift, Serie: Edition scientifique
ISBN / ISSN: 978-3-8359-5927-9
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 19.07.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 10.08.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Verbesserte Akutreaktion auf inhalatives Stickstoffmonoxid nach langfristiger Behandlung der pulmonal-arteriellen Hypertonie mit oralem Sildenafil
Die pulmonale Hypertonie ist eine fortschreitende Erkrankung. Sie ist definiert als eine Erhöhung des pulmonal-arteriellen Mitteldrucks über 25 mmHg in Ruhe. Pathogenetisch spielen Umbauvorgänge am Gefäßendothel, das sogenannte Remodeling, eine wichtige Rolle. Die betroffenen Patienten bemerken zunächst einen Abfall der Leistungsfähigkeit. Weiterhin kann es zu Belastungsdyspnoe und im weiter fortgeschrittenen Stadium auch zu Ruhedyspnoe kommen. Die endgültige Diagnose kann nur mittels invasiver Diagnostik gestellt werden. Diese stellt der Pulmonalis-Einschwemmkatheter dar.
Zur Therapie zugelassen sind verschiedene Substanzgruppen, unter anderem Sildenafil, das über eine Hemmung der intrazellulären Phosphodiesterase Typ 5 die intrazelluläre cGMP (cyclisches Guanosinmonophosphat) -Konzentration erhöht und somit eine Vasodilatation der Pulmonalgefäße ermöglicht. Als Anzeigegas für eine akute Vasoreagiabilität der Pulmonal-gefäße und damit als Screeningmöglichkeit für eine Therapie mit Calciumantagonisten dient Stickstoffmonoxid.
101 Patienten unterzogen sich einer pharmakologischen Testung bei liegendem Pulmonal-arterienkatheter. Dabei wurde Stickstoffmonoxid als Anzeigegas für eine Akutreaktion der Pulmonalgefäße verwendet. Nach der initialen Untersuchung erhielten die Patienten durch-schnittlich ein Jahr Dauertherapie mit oralem Sildenafil, danach wurde erneut eine Katheter-testung durchgeführt. Der Anteil der Patienten, die eine wesentliche Reaktion auf inhalatives NO gezeigt haben, ist von 16 auf 31 Patienten gestiegen. Somit hat sich durch die Sildenafil-Langzeittherapie der Anteil der NO-Responder nahezu verdoppelt. Zu vermuten ist, dass eine dauerhafte Erhöhung des cGMP-Spiegels eine dauerhafte Vasodilatation in den Pulmonal-gefäßen erzeugt und damit eventuell dem Remodeling entgegenwirkt. Demnach könnte ein wichtiger pathogenetischer Faktor und somit das Fortschreiten der Erkrankung gebremst werden.
Kurzfassung auf Englisch: Improved acute response to nitric oxide after long-term treatment of pulmonary hypertension with oral Sildenafil
Pulmonary Hypertension is a progressive disease, which is defined as an increased mean pulmonary arterial pressure of more than 25 mmHg at rest. Remodelling of pulmonary arterial vessels is an important pathogenic factor. The patients suffer from decreased exercise capacity and dyspnea. Diagnosis and follow-up are made by right heart catheterization.
Different drugs have been approved for the treatment of pulmonary hypertension. By inhibiting the phosphodiesterase type 5, Sildenafil raises the concentration of intracellular cyclic guanosin monophosphate and thereby leads to vasodilatation. Nitric oxide is used as a screening agent for vasoreagiability and consequently can be used as an indicator for a therapy with calcium channel blockers.
101 patients received acute vasoreagiability testing by nitric oxide during initial and follow-up catheter. Between the two catheter interventions all patients received oral Sildenafil as continuous medication for one year. Then follow-up catheter was done, and the number of patients who had a profound reaction to inhaled nitric oxide raised from 16 to 31. Consequently, the number of NO-responders has almost doubled after long term treatment with Sildenafil.
It may be that a permanent increase of cyclic guanosine monophosphate in endothelial cells acts against remodelling. Finally, an important pathogenic factor and the progress of disease might be inhibited.
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