Giessener Elektronische Bibliothek

GEB - Giessener Elektronische Bibliothek

Nutrient profiles and their potential impact as a tool for public health initiatives in Europe

Nährwertprofile und mögliche Auswirkungen ihrer Anwendung im Rahmen von Public Health Initiativen in Europa

Trichterborn, Jan


Zum Volltext im pdf-Format: Dokument 1.pdf (8.079 KB)


Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-88790
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8879/

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us


Freie Schlagwörter (Deutsch): Nährwertprofile , Public Health , Claims , Kinderernährung
Freie Schlagwörter (Englisch): Nutrient profiles , public health , claims , child nutrition
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institute of Nutrional Sciences
Fachgebiet: Haushalts- und Ernährungswissenschaften - Ökotrophologie
DDC-Sachgruppe: Haushaltswissenschaften
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 05.07.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 06.07.2012
Kurzfassung auf Englisch: Nutrient profiles allow the categorisation of foods and drinks according to their overall
nutritional composition. They are widely applied in Europe and around the world to guide
consumers’ choices towards healthier items. However, existing studies that analyse the
meaningfulness of product categorisation by such schemes are mostly limited to the evaluation of
generic food items as well as the number and type of products that meet the criteria.
This dissertation has addressed this shortcoming by analysing the potential impact of six existing
nutrient profiling schemes on average nutrient contents in commercially available dairy products
and fine bakery wares with a healthy positioning from up to five major European markets.
Additionally, the potential impact of nutrient profiles on dairy-related nutrient intake in German
children and adolescents was evaluated by combining profiling results with product specific
intake data.
It was found that nutrient profiles could be applied to meaningfully and comprehensively identify
dairy products and fine bakery wares with a significantly better nutritional composition than the
average range of products positioned as healthier in major European markets. In addition, the
product specific advice given by such models could help to align energy and nutrient intake
levels of German children and adolescents with dietary recommendations.
It was also found that a nutrient profiling model for dairy products should include criteria for
saturated fatty acids, sugars and sodium in order to obtain the most meaningful results. In this
dataset, the use of separate criteria for cheeses and other dairy products seemed necessary to take
into account intrinsic compositional differences. Especially for cheeses the criteria should be set
carefully to avoid reducing the average calcium and vitamin D contribution of the category to the
overall diet. For fine bakery wares, important parameters to take into account included energy,
saturated fatty acids, sugars, sodium and fibre. Different criteria sets for subcategories of fine
bakery wares did not seem necessary.
Overall, the results demonstrated the importance of testing nutrient profiles against the intended
application and evaluating up-to-date information on the products that would be affected. In
addition, the evaluation of product-specific intake data was critical to fully understand the
potential impact of any profiling based public health intervention on nutrient intake.
Kurzfassung auf Deutsch: Nährwertprofile ermöglichen die Kategorisierung von Lebensmitteln anhand ihrer
Nährstoffzusammensetzung. Derartige Einteilungen finden weltweit vielfältig Anwendung, um
die Kaufentscheidungen von Vebrauchern zugunsten gesünderer Produkte zu beeinflussen.
Bisherige Studien zur Aussagekraft der Ergebnisse beschränken sich im Wesentlichen auf die
Evaluierung generischer Lebensmittel und die Anzahl und Art der ausgewählten Produkte. In
dieser Dissertation wurde diese Forschungslücke addressiert, indem der mögliche Einfluss von
sechs existierenden Nährwertprofilen auf durchschnittliche Nährstoffgehalte in kommerziell
erhältlichen Milchprodukten und Kleinbackwaren mit nährwert- oder gesundheitsbezogenen
Angaben aus bis zu fünf europäischen Ländern untersucht wurde. Zusätzlich wurde die mögliche
Auswirkung ihrer Anwendung auf die Aufnahme von Nährstoffen aus Milchprodukten durch
deutsche Kinder und Jugendliche untersucht. Hierfür wurden die Ergebnisse der Anwendung von
Nährwertprofilen mit produktspezifischen Verzehrsdaten verknüpft.
Die Ergebnisse zeigen, dass Nährwertprofile eine umfassende Auswahl von Produkten mit einer
empfehlenswerteren Nährstoffzusammensetzung im Vergleich zu anderen als gesund
positionierten Produkten ermöglichen. Außerdem könnten auf den Ergebnissen basierende
Verzehrsempfehlungen dazu beitragen, die Energie- und Nährstoffaufnahme von deutschen
Kindern und Jugendlichen im Sinne allgemeiner Ernährungsempfehlungen zu optimieren.
Für aussagekräftige Ergebnisse müssen Nährwertprofile für Milchprodukte Grenzwerte für
gesättigte Fettsäuren, Zucker und Natrium beinhalten. Die Verwendung separater Kriterien für
Käse und andere Milchprodukte erscheint notwendig, um intrinsische Unterschiede in ihrer
Zusammensetzung abzubilden. Käseprodukte im Speziellen bedürfen einer sorgfältigen
Definition der Grenzwerte, um ihren durchschnittlichen Beitrag zur allgemeinen Kalzium- und
Vitamin D-Aufnahme nicht zu reduzieren. Wichtige Parameter für Kleinbackwaren umfassen die
Gehalte an Energie, gesättigten Fettsäuren, Zucker, Natrium und Ballaststoffen. Separate
Kriterien für Unterkategorien erscheinen hier nicht erforderlich.
Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung der sorgfältigen Validierung von
Nährwertprofilen in Zusammenhang mit ihrem vorgesehenen Anwendungsbereich und durch
Evaluierung aktueller Daten zur Zusammensetzung der betroffenen Lebensmittel. Außerdem
erscheint die Evaluierung produktspezifischer Verzehrsdaten entscheidend für das Verständnis
möglicher Auswirkungen jeglicher auf Nährwertprofilen basierender Interventionsmaßnahmen.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen ohne Print on Demand