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Vergleich klinischer und kernspintomografischer Ergebnisse 6 und 12 Monate nach vorderer Hamstring Kreuzbandplastik mit transversaler Pin-Fixation bzw. extrakortikaler Anker- Fixation

Comparative study after hamstring ACL plasty with pin and anchor fixation- clinical and radiological outcome after 6 and 12 months

Kipper, Annika Barbara


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-88420
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8842/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Endobutton , RigidFix , Tunnelerweiterung , vorderes Kreuzband , MRT
Freie Schlagwörter (Englisch): Endobutton , RigidFix , Tunnel-Widening , ACL , MRI
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.04.2012
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 25.06.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Studienziel: Die Ruptur des vorderen Kreuzbandes gehört zu den häufigsten Bandverletzungen des Menschen im jungen Alter. Aufgrund der hohen Inzidenz und der damit einhergehenden funktionellen Einschränkungen besteht ein anhaltendes Interesse an der Verbesserung bestehender bzw. Entwicklung neuer, besserer Techniken zur Rekonstruktion dieses kniestabilisierenden Bandes mit autologen Sehnen. Die stabile und biologisch verträgliche Verankerung des Sehnentransplantates stellt einen der wichtigsten Aspekte für die erfolgreiche Transplantateinheilung dar. Im Rahmen einer prospektiven Fallgruppenanalyse wurde ein Vergleich zwischen einer transversalen Pin-Fixation und einer extrakortikalen Anker-Fixation mit Hamstrings angestellt.
Material & Methoden: 67 Personen, mit einem mittleren Operationsalter von 33 Jahren wurden in eine prospektive Studie eingeschlossen und präoperativ klinisch sowie nach 6 und 12 Monaten postoperativ klinisch und kernspintomographisch untersucht. Alle Patienten erhielten eine autologe Sehnenplastik aus Hamstringsehnen. In einer Gruppe (21 Fälle) wurde der EB als Vertreter der gelenkfernen extrakortikalen Verankerung gewählt. In der zweiten Gruppe (46 Fälle) wurde eine gelenknahe Fixation mittels RF angewendet. Untersucht wurden folgende Aspekte:
1.) Klinische Untersuchungen: KT-1000-Messung, Lachmann-Test, Pivot-Shift-Test, Neutral-Null-Methode.
2.) Klinische Scores: IKDC-Score, Lysholm-Score, Tegner-Score, Meyers-Score.
3.) Kernspintomographie: Reflux, Knochenmarksödem (“bone bruise”), Kniegelenkserguss, Signalintensitäten der Bohrkanäle, Knochenkanalerweiterung ("tunnel widening" = TW).
Ergebnisse: Bei den klinischen Nachuntersuchungen zeigte die RF-Gruppe höhere Stabilitätswerte nach 6 Monaten (t6) in der KT-1000-Messung. Dies relativierte sich jedoch nach 12 Monaten (t12) wieder, wonach kein signifikanter Unterschied mehr zwischen den Gruppen bestand.
Die subjektive Zufriedenheit der Patienten und damit die durchgeführten klinischen Scores zeigten für beide Gruppen vergleichbare Werte zu beiden Zeitpunkten (p≥0.589).
Die gemessenen kernspintomographischen Parameter unterschieden sich zu frühen Zeitpunkten leicht. In der Kategorie "femoraler Reflux" zeigten sich in der EB Gruppe zum t6 „geringe Säume“, die sich aber zum t12 in „keinen Reflux“ zu der RF Gruppe anglichen. Tibial zeigte sich in beiden Gruppen zu beiden Zeitpunkten „kein Reflux“.
Es zeigte sich in keiner der beiden Gruppen ein TW.
Diskussion: Die Vertreter zweier unterschiedlicher Fixationstechniken zeigten im 12monatigen Zeitverlauf keinen wesentlichen Unterschied bei klinischen und MRT radiologischen Ergebnissen. Diskrete Unterschiede im Reflux von Synovialflüssigkeit und KT- 1000 Stabilität zum t6 weisen auf einen unterschiedlichen Einheilungsverlauf in der frühen Phase hin. Nach 12 Monaten gab es anhand der gemessenen Werte jedoch keinen Anhalt mehr auf eine unterschiedliche Integration der Transplantate. Beide Verfahren zeigen sichere Verläufe und erfolgreiche Ergebnisse bei unterschiedlichen Verankerungstechniken. Die Ergebnisse weisen auch darauf hin, dass eine gelenkferne Verankerung alleine nicht für das Auftreten eines TW verantwortlich gemacht werden kann.
Kurzfassung auf Englisch: Aim: Anterior cruciate ligament rupture in young people is a common clinical presentation showing a high incidence and resulting in loss of function and disability. A stable and biological compatible fastening of a tendon graft in ACL reconstruction is a challenge for transplant fixations and causes the success of the tendon graft integration a lot. Within a prospective case group study, two hamstring fixation techniques, a pin fixation with RigidFix® (RF) and an anchor fixation with EndoButton™ (EB) were compared.
Method: 67 patients in the mean age of 33 years were included to the study group. Two series of patients were compared: Both groups underwent a preoperative clinical evaluation; a follow-up including a clinical re-evaluation and a MRI was performed after 6 and 12 months after surgery. All patients had received an autologous quadrupled semitendinosus and gracilis graft. In one group (N=21) EB was used for representing an ab-articular graft fixation. The second group (N=46) with RF was used to represent the juxta-articular fixation. Objective measurements for outcome were chosen:
1.) Clinically: KT-1000-arthrometric stability testing, Lachmann-test, Pivot-Shift-test, range of motion,
2.) Scores: IKDC-score, Lysholm-score, Tegner-score, Meyers-score,
3.) MRI: Reflux, bone bruise, knee joint swelling, signal intensity in the tunnel. Special interest was focused in the question of tunnel widening.
Results: The KT-1000 values for clinical outcome were slightly more stabile at t6 in the RF group but equalized later at t12.
Clinical scores and thereby the subjective impression of the patients showed comparable results for both groups at t6 and t12 (p≥0.589).
The results from MRI showed moderate differences between both groups in the early phases. The category femoral reflux showed slight minimal fringe in the EB group at t6 but aglined to “no reflux” together with the RF group at t12. The median for tibial reflux was stable for both groups at both times (“no reflux”). Tunnel widening was not detectable in neither of the groups.
Conclusions: The substitutes of both different fixation techniques showed no significant differences in clinical scores, clinical outcome and MRI results in a 12-month time course. Discrete varieties in the reflux rate and KT-1000 stability at t6 point at differences in the early integration process. The was no more indication of a different integration after 12 month from the measured values. Both procedures demonstrate to be safe and successful fixation techniques. The results also indicate that an abarticular graft fixation may not alone be responsible for tunnel widening.






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