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Beharrliche Einheit der Vielfalt : Das Ordinarienkollegium der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin 1809-1945

Wagner, Frank


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-86084
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8608/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Universität , Professoren , Berlin , Wissenschaftsgeschichte , Sozialgeschichte
Freie Schlagwörter (Englisch): University , Berlin , professors , scientific history , social history
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Neuere Geschichte, Prof. Dr. Friedrich Lenger
Fachgebiet: Geschichte
DDC-Sachgruppe: Geschichte
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 11.02.2009
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 09.02.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die Arbeit umfasst eine prosopographische Studie zu den etwa 650 an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs lehrenden Ordinarien. Empirische Grundlage ist eine vom Verfasser zusammengestellte Datenbank mit umfangreichen Lebens- und Karrieredaten zu den 650 ordentlichen Professoren, die bis 1945 an die Berliner Universität berufen worden sind.
Ein Einleitendes Kapitel widmet sich zunächst den Rahmenbedingungen der Berliner Ordinariengeschichte und beschreibt das Verhältnis von Stadt und Universität, die Entwicklung der Studierendenzahlen sowie den Ausbau der Friedrich-Wilhelms-Universität vor allem im Kaiserreich, an dessen Ende nahezu jeder fünfte der rund 60.000 deutschen Studierenden hier immatrikuliert war. In der Differenzierung nach Fakultäten lässt den allmählichen Aufstieg der immer deutlicher in Naturwissenschaftler und Geisteswissenschaftler zerfallenden philosophischen Fakultät ebenso erkennen, wie den Bedeutungsverlust der Theologie.
Ein zweites Kapitel analysiert zunächst die Frequenz des Gesamtlehrkörpers der Berliner Universität, nachfolgend eine Differenzierung nach Fakultäten. Diese erlaubt es, Struktur und Entwicklung der Lehrstühle in einzelnen Disziplinen genauer nachzuvollziehen. Die Inkorporierung der tierärztlichen und der landwirtschaftlichen Hochschulen in den 1930er Jahren stellen dabei die tiefsten Einschnitte dar.
Beginnend mit dem dritten Kapitel werden die zusammengetragenen Personen- und Karrieredaten präsentiert und analysiert. Von der Herkunft in geographischer, religiöser und sozialer Hinsicht über den Schulbesuch, Militärdienst, Studium und die einzelnen Schritte der akademischen Karrieren bis hin zum Lebensende werden zahlreiche Lebensumstände der Berliner Ordinarien beleuchtet. Weitere Abschnitte befassen sich mit dem politischen Wirken, dem Connubium, der familiären Vernetzung und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Professoren sowie ebenso mit der staatlichen Anerkennung, die ihnen in Form von Orden und Ehrentiteln zukam.
Die Arbeit zeigt anhand der Ordinarien und einer Auswertung ihrer Lebens- und Karrieredaten detailliert, vor welchem personellen Hintergrund die Berliner Universität in wenigen Jahrzehnten ihre wissenschaftliche Spitzenstellung erreichen konnte und diese seit der Wende zum 20. Jahrhundert nach und nach auch wieder verloren hat.
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