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Bernard Shaw’s reconfiguration of dramatic genres as force-fields in socio-cultural and new aesthetic criticism

Bernhard Shaws Rekonfiguration dramatischer Genres als Kraftfeld soziokultureller und ästhetischer Kritik

Nforbin, Gerald


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URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-86032
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8603/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): George Bernhard Shaw , Übergang , Drama , Kritik
Freie Schlagwörter (Englisch): George Bernhard Shaw , transformation , dramatic genres , criticism
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Anglistik, Internationales Promotionsprogramm (IPP)
Fachgebiet: Anglistik
DDC-Sachgruppe: Englisch
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 25.02.2010
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 09.02.2012
Kurzfassung auf Englisch: This study examines George Bernhard Shaw’s uses and transformations of dramatic genres with a view to exploring the functions of genres, regarding in particular his socio-cultural and aesthetic criticisms. The aim is to demonstrate that the transformatory use of genres can serve strong socio-critical and revolutionary aesthetic purposes. The study argues that Shaw continually experimented with dramatic forms, but his real target was their political and cultural dimensions. For Shaw, the best way of attacking outmoded cultural thought is to reshape the dramatic forms through which they are transmitted or promoted. His drama is part of a larger historical process of revision and social critique exemplified by fin de siècle figures. Shaw was a principal figure among those engaged in the struggle of rewriting Victorian ideas of normality in relation to such subjects and institutions as marriage, gender relations, female stereotypes, patriarchal authority, love, religious conformity etc., subjects that were to have profound effects on the forms of 20th century literature. Underlying the interface of cultural and aesthetic criticism in his work then is also a modernist impulse which this study explores. It posits that Shaw’s critique and dramatic texts remain prime textual exhibits for a demonstration of the transition from the Victorian to the modern era.
Due to the strong focus on the mutual correspondence between text and context(s) in Shaw’s drama, the study takes on a New Historicist approach. New Historicism, which draws from poststructuralist critics of history and literature, incorporates cultural memory, intertextuality, and most significantly, redefines the text-context relation. Like Shaw’s critique of history and literature - discussed in detail in chapter II-, New Historicism situates the literary text in culture, history and in society. The New Historicist notion of culture as text and its idea of a mutual correspondence between various discourses and literary texts also expand the range of available objects to be read and interpreted in Shaw’s drama. Only by applying such an interdisciplinary approach to Shaw’s drama can one perceive the plays’ negotiations with their cultural context and the different strategies and functions of refashioning culture and dramatic forms that are employed in the drama and by which his plays distinctly take controversial stances on contemporary discourses, thereby actively participating in, and contributing to reshaping culture as well as dramatic structures.
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz und die Veränderungen dramatischer Genres in George Bernard Shaws Werk, insbesondere im Hinblick auf Shaws soziokulturelle und ästhetische Kritik. Das Ziel dieser Studie ist zu zeigen, dass der variable Einsatz von Genres gesellschaftskritische sowie revolutionär-ästhetische Zwecke erfüllen kann. Daher wird argumentiert, dass Shaws Experimentieren mit dramatischen Formen politische und kulturelle Ziele verfolgte. Diese Neugestaltung dramatischer Formen stellte für Shaw den besten Weg dar, um unzeitgemäße Ideen auf- und anzugreifen. Shaws Dramen verstehen sich im Zusammenhang von weitgreifenden historischen Prozessen von Revision und Gesellschaftskritik, die durch für das fin de siecle typische Figuren beispielhaft vorgeführt werden. Der Dramatiker galt als bedeutende Persönlichkeit unter denjenigen, die viktorianische Vorstellungen von Normalität im Verhältnis zu unterschiedlichen Themen und Institutionen neu definierten und beschrieben. Zu diesen Themen gehörten u.a. Ehe, Geschlechterverhältnisse, weibliche Stereotypen, patriarchale Autorität, Liebe und religiöse Konformität, die allesamt tiefgreifende Auswirkungen auf literarische Formen des 20. Jahrhunderts hatten. Die Nahtstelle zwischen kultureller und ästhetischer Kritik fußt daher ebenfalls auf einem modernistischen Impuls, den diese Arbeit ebenfalls untersucht. Sie stellt heraus, dass Shaws Kritik und dramatische Werke erstklassige textuelle Manifestationen für den Übergang von der viktorianischen zur modernen Epoche darstellen.
Aufgrund der Schwerpunktsetzung auf die Wechselwirkung zwischen Text und Kontext in Shaws Dramen wählt die vorliegende Arbeit einen Ansatz im Sinne des New Historicism als Ausgangspunkt. Der New Historicism, der auf poststrukturalistische Kritiken zu Geschichte und Literatur aufbaut, bezieht kulturelles Gedächtnis, Intertextualität, und im Wesentlichen auch eine Neudefinition des Verhältnisses zwischen Text und Kontext mit ein. Ebenso wie Shaws Geschichts- und Literaturkritik, die detailliert in Kapitel II betrachtet wird, verortet der New Historicism den literarischen Text entsprechend seiner Kultur, Geschichte und Gesellschaft. Gemäß der Auffassung des New Historicism, Kultur als Text zu verstehen und gemäß der Vorstellung einer gegenseitigen Beeinflussung von Diskursen und literarischen Texten wird das Themenspektrum in Shaws Dramen, das analysiert und interpretiert werden muss, maßgeblich erweitert. Nur durch einen solchen interdisziplinären Blickwinkel auf Shaws dramatisches Werk ist es möglich, die Verhandlung des kulturellen Kontexts im literarischen Text sowie die Strategien und Funktionen der Neugestaltung von Kultur und von dramatischen Formen zu begreifen, die in den Dramen eingeschrieben sind und durch welche die Stücke des Autors ihre eigene kontroverse Haltung gegenüber zeitgenössischen Diskursen einnehmen. Auf diese Weise nehmen die Stücke an ebendiesen kulturellen Prozessen teil und können sowohl dramatische Strukturen als auch kulturelle Prozesse aktiv beeinflussen.
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