Giessener Elektronische Bibliothek

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Messen Einstellungsinterviews das, was sie messen sollen? : Zur Bedeutung der Bewerberkognitionen über bewertetes Verhalten

Melchers, Klaus G. ; Kleinmann, Martin ; Richter, Gerald M. ; König, Cornelius J. ; Klehe, Ute-Christine


Originalveröffentlichung: (2004) Zeitschrift für Personalpsychologie 3 (2004) 4, 159-169; doi:10.1026/1617-6391.3.4.159
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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-85273
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2012/8527/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Strukturiertes Einstellungsinterview , berufliche Anforderungsdimensionen , Multitrait-Multimethod-Matrix , prognostische Validität
Freie Schlagwörter (Englisch): structured selection interview , job performance measurement , multitrait-multimethod matrix , construct validity
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Arbeits- und Organisationspsychologie
Fachgebiet: Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Aufsatz
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 04.01.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Mit strukturierten Einstellungsinterviews wird häufig versucht, verschiedene Anforderungsdimensionen zu erfassen, die für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit nötig sind. Allerdings ist noch weitgehend ungeklärt, inwieweit es gelingt, die angestrebten Dimensionen tatsächlich zu erfassen. Zur Untersuchung dieser Frage wurde im Rahmen eines Bewerbungs-Trainings ein strukturiertes Interview durchgeführt, das aus drei Komponenten (Selbstvorstellung, biographischen Fragen und situativen Fragen) bestand. Eine Analyse der Multitrait-Multimethod-Matrix ergab, dass das verwendete Interview wenig konstruktvalide war. Allerdings zeigte sich, dass die Gesamtbeurteilung im Interview mit der Anzahl der Fragen korrelierte, für die die Interviewten die jeweilige Anforderungsdimension korrekt erkannten. Zudem wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch intraindividuell besser bei Fragen beurteilt, bei denen sie die jeweils relevante Dimension erkannten, als bei Fragen, bei denen dies nicht der Fall war. Es wird argumentiert, dass die Fähigkeit, relevante Anforderungs- und Beurteilungsdimensionen zu erkennen, einen Teil der prognostischen Validität strukturierter Interviews erklären kann.
Kurzfassung auf Englisch: Often, the objective of structured selection interviews is to assess different performance dimensions that are relevant for successful job performance. It is, however, largely unknown whether the intended dimensions are really measured. To evaluate this question, a structured interview was used for an application training that consisted of three components (self-presentation, biographic questions, and situational questions). Analysis of the multitrait-multimethod matrix showed that the current interview had low construct validity. We found, however, that performance evaluations for the interview correlated with the number of questions for which interviewees had correctly identified the respective dimension. Furthermore, at the individual level, participants also received better evaluations on questions for which they identified the respective dimension than on questions for which they did not. We argue that the ability to identify relevant performance and evaluation criteria can explain part of the predictive validity of structured interviews.
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