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Zur Rezeption arabischsprachiger Gegenwartsliteratur des Maghreb im deutschsprachigen Raum : eine empirische Studie

Medghar, Abdelkrim


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-84521
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8452/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Rezeptionsgeschichte , arabische Literatur , arabischsprachige Literatur , Maghreb
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Institut für Germanistik
Fachgebiet: Germanistik
DDC-Sachgruppe: Deutsche Literatur
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.12.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 18.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In meiner Dissertationsarbeit mit dem Titel: „Zur Rezeption arabischsprachiger Gegenwartsliteratur des Maghreb im deutschsprachigen Raum: eine empirische Studie“, geht es um die Rezeption von der arabischsprachigen Gegenwartsliteratur des Maghreb, d.h. der Länder Algerien, Marokko, Tunesien, Libyen und Mauretanien im deutschen Sprachraum.
Das Hauptanliegen meiner vorliegenden Dissertationsarbeit war herauszufinden, wie die arabischsprachige Gegenwartsliteratur des Maghreb im deutschsprachigen Raum rezepiert wird, bzw., ob es ein literarisches Phänomen ‚arabischsprachige Gegenwartsliteratur des Maghrebs’ auf dem deutschsprachigen Buchmarkt gibt. Dies sollte anhand Untersuchungen der verschiedenen Rezeptionsmechanismen- und Instanzen, nämlich der Übersetzung, des Verlagswesens und des Rezensionswesens durchgeführt werden. Wie in der Einleitung dieser Arbeit erörtert wurde, bilden die Übersetzer bzw. die Übersetzung die wichtigste Instanz im Prozess der im deutschen Sprachraum stattfindenden Rezeption arabischsprachiger Gegenwartsliteratur des Maghrebs und der arabischen Länder ganz allgemein, wobei die anderen Instanzen davon positiv oder negativ beeinflusst werden können.
Durch eine Betrachtung der geringen Übersetzungszahlen aus der arabischsprachigen Gegenwartsliteratur des Maghreb wurde herausgefunden, dass diese Literatur keine nennenswerte Rezeption im deutschsprachigen Raum aufweisen kann, sondern man kann über eine Präsenz bestimmter Autoren sprechen. Deshalb scheint es im Falle der arabischsprachigen Gegenwartsliteratur im deutschsprachigen Raum angemessener, von der Rezeption einzelner maghrebinischer Autoren arabischer Sprache zu reden, z. B. von der Rezeption der Werke von von Rachid Boudjedra oder Ibrahim Al-Koni.
Die fehlende Rezeption der arabischsprachigen Gegenwartsliteratur des Maghreb im deutschsprachigen Raum kann man vor allem auf die Schwäche der Hauptinstanz ‚Übersetzung’ zurückführen, was auch auf die arabische Gegenwartsliteratur im Allgemeinen zutrifft. Wird aus der arabischen Gegenwartsliteratur ins Deutsche manchmal „großzügig“ übersetz, so übersetzt man vor allem Werke von Autoren aus dem arabischen Maschrek (vor allem ägyptische und syrische Autoren). An dieser Stelle wurde auf die Gründe dieser Schwäche in der Instanz ‚Übersetzung’ eingegangen. Es wurde vor allem das sowohl auf der deutschsprachigen Seite als auch auf der arabischen zu verzeichnende institutionelle Desinteresse an der Übersetzung aus der arabischen Gegenwartsliteratur des Maghreb beklagt. Die Benachteiligung der arabischsprachigen Gegenwartsliteratur aus dem Maghreb zugunsten der anderen arabischsprachigen Gegenwartsliteratur aus dem Maschrek beschränkt sich nicht nur auf die Buchmarktebene, sondern sie weitet sich auch auf die Wissenschaft aus, vor allem auf die Lehre. Trotz des oben Gesagten scheint der Wunsch der arabischsprachigen Gegenwartsliteratur des Maghreb, in der Zukunft eine größere Präsenz auf dem deutschsprachigen Markt zu haben, keineswegs abwegig, sondern ganz im Gegenteil legitim und realistisch, da sie in der Lage ist, dies zu erreichen.
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