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Zoledronsäure in der Behandlung der postmenopausalen Osteoporose

The treatment of postmenopausal osteoporosis with zoledronic acid

Wamsler, Stefanie


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-84441
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8444/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): Osteoporose , Zoledronsäure , Knochendichte , Frakturen , Schmerzsymptomatik
Freie Schlagwörter (Englisch): osteoporosis , zoledronic acid , measurement of bone mineral density , fractures , pain symptomatic
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik III und Poliklinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.10.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 17.11.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Wirksamkeit von 5 mg Aclasta™ auf die Behandlung der postmenopausalen Osteoporose zu überprüfen. Das hierbei untersuchte Patientenkollektiv bestand aus postmenopausalen Frauen, welche unter bisheriger Therapie mit anderen Bi-sphosphonaten eine Progredienz der Erkrankung erfuhren oder unter starken Nebenwirkungen litten. Es handelte sich außerdem um Probandinnen, welchen auf Grund von primären, gast-rointestinalen Beschwerden die Therapie mit oralen Bisphosphonaten nicht zugänglich war.
Primärer Endpunkt der Untersuchung stellte das Auftreten neuer Frakturen an Wirbelsäule und Hüfte dar. Zu den sekundären Endpunkten zählte die Veränderung der Knochendichte im Bereich der Lendenwirbelsäule (L2-L4) und am Schenkelhals (Neck). Zusätzlich wurde der Verlauf der Schmerzsymptomatik mittels visueller Analogskala beobachtet und die Kontrolle der Laborparameter Calcium und alkalische Phosphatase durchgeführt.
Die Studienpopulation setzte sich aus 33 weiblichen Untersuchungsteilnehmern zusammen, bei welchen bereits im Vorfeld die Diagnose einer postmenopausalen Osteoporose gestellt wurde. Aus oben genannten Gründen musste ein Wechsel der medikamentösen Osteoporose-therapie zu Zoledronat vorgenommen werden. Der Untersuchungszeitraum betrug jeweils 24 Monate. Das Medikament Aclasta™ wurde in einer 15-minütigen Kurzinfusion zu Beginn der Studie verabreicht. Hinzu kam eine Basismedikation mit 1000 mg Calcium und 800 IE Vita-min D3.
Zu Beginn der Untersuchung und nach zwei Jahren wurde die Anzahl vorbestehender, bezie-hungsweise neu aufgetretener Frakturen der Wirbelkörper und der Hüfte ermittelt, die Verän-derung der Knochendichte im Bereich der LWS und am Neck mittels der DXA-Methode ge-messen und der Verlauf der Schmerzsymptomatik an Hand einer visuellen Analogskala fest-gehalten.
Im Rahmen der Studie kam es bei zwei Patientinnen zu einer erneuten Fraktur der Wirbelsäule sowie bei einer Patientin zu einer Fraktur der Hüfte. Die Knochendichte im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Schenkelhalses stieg im Verlauf signifikant an. Alle Studienteil-nehmerinnen zeigten eine deutliche Besserung der Schmerzsymptomatik. Die Laborparameter Calcium und Alkalische Phosphatase lagen im Normbereich.
Da nur wenige neue Frakturen auftraten, die Messung der Knochendichte eine Zunahme auf-zeigte und es zu einer deutlichen Verbesserung der Schmerzsymptomatik kam, entspricht Zo-ledronat den Voraussetzungen einer effizienten Osteoporosetherapie. Hinzu kommen die ein-fache und sichere Verabreichung des Präparates, eine 100% Complience und die Therapie-möglichkeit für Patienten, bei denen orale Bisphosphonate versagten, wodurch die medika-mentöse Behandlung der Osteoporose mit Aclasta™ optimiert wurde.
Kurzfassung auf Englisch: The aim of the study presented here was to ascertain the effectiveness of the treatment of postmenopausal osteoporosis with 5 mg Aclasta™. The patients evaluated compromised of postmenopausal women, while undergoing therapy using another Bisphosphonate and those experiencing severe side effects from treatment with oral Bisphosphonates. Furthermore eli-gible for inclusion were volunteers with a primary gastrointestinal disease, where therapy using oral Bisphosphonates was not accessible to them.
New vertebral fractures and hip fractures were the Primary Endpoints. Secondary Endpoints included changes in the measurement of bone mineral density at the lumbar spine (L2-L4) and the femoral neck. In addition the development of the pain symptomatic was observed by uti-lizing a Visual Analogous Scale and a checkup of the parameters of calcium and alkaline phosphatases was arranged.
The study was conducted over a period of two years and consisted of 33 females with an ex-isting diagnosis of a Postmenopausal Osteoporosis. For the reasons stated above a change in treatment to administering Zoledronic Acid was proved to be consequential. At the baseline the patients were given a 15-minutes single infusion of Zoledronic Acid. In addition, they received a daily base therapy of 1000 mg of Calcium and 800 IU of Vitamin D3.
At baseline and after two years, the actual numbers of preexisting and emerging vertebral fractures an hip fractures were analyzed, changes in the bone mineral density of the lumbar spine and the femoral neck were measured using Dual Energy X-ray Absorptiometry and the trend of the pain symptomatic was established using a Visual Analogue Scale.
During the study period, only two test subjects suffered a new vertebral fracture and one pa-tient sustained a new hip fracture. A significant increase in bone mineral density was verified in both the lumbar spine and femoral neck. All patients displayed a distinct improvement in pain symptomatic. The parameters of calcium and alkaline phosphatases were within the normal range.
Based on the findings of this study, with barely new fractures, the increase in bone mineral density and a considerable improvement in pain symptomatic, one may conclude that Zole-dronic Acid contains the conditions for an efficient treatment of Postmenopausal Osteoporo-sis. Not only is the application of Aclasta™ safe, simple and 100% compliant, it also provides a therapy option for those patients unable to take oral Bisphosphonates, thus providing an optimized treatment for Postmenopausal Osteoporosis.
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