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Untersuchung des 13C - Natriumacetatatemtests zur Diagnostik von Magenentleerungsstörung für flüssige Nahrungsmittel bei Patienten mit Diabetes mellitus im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen

Investigation of the 13C - sodium acetate breath tests for diagnostics of delayed gastric emptying for liquid foods in patients with diabetes mellitus compared to healthy controls

Eilers, Jan Ole


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-83538
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8353/

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Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Medizinisches Zentrum für Innere Medizin, Medizinische Klinik III und Poliklinik
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 08.09.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 28.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Studie wurden ein gesundes Kontrollkollektiv und ein Kollektiv aus Diabetikern auf die Häufigkeit von Magenentleerungsstörungen von flüssiger Nahrung mittels des 13C-Natrium Acetat-Atemtests untersucht. Die praktische Anwendbarkeit und die Aussagekraft dieses Atemtests sollte evaluiert werden.
Des Weiteren sollten die Zusammenhänge zwischen subjektiven Beschwerden und einer tatsächlich vorhandenen Magenentleerungsstörung aufgezeigt werden.
Mögliche Zusammenhänge zwischen veränderten Laborwerten, wie HbA1c, Glucosespiegel sowie Einfluss von Gewicht, Geschlecht, Alter, Diabetes-Typ und dem Vorhandensein einer Polyneuropathie auf die Magenentleerung, wurde ebenfalls untersucht.
Als diagnostische Parameter dienten die Halbwertszeit (HLF), die die Zeit widerspiegelt, in der die Hälfte des verabreichten Substrats (100mg Natrium-Acetat) in der Ausatemluft wieder gefunden wurde und der Gastric-Emptying-Coeffizient (GEC), ein globaler Parameter für die Magenentleerung.
Als Versuchsnahrung diente eine Formula Diät (Fortimel-Trinknahrung), die sich aufgrund ihrer gemischten Zusammensetzung, gut eignete.
Die ermittelten Ergebnisse wurden mit den Ergebnissen eines gesunden Kontrollkollektivs verglichen. Wir konnten in unserer Arbeit hinsichtlich der Magenentleerung keine signifikanten Unterschiede zwischen der Gesamtgruppe der Diabetiker und der gesunden Kontrollgruppe feststellen.
Als mögliche Gründe für unsere Ergebnisse kamen der Einfluss der intraindividuellen Variabilität, die Zusammensetzung der Nahrung, Ungenauigkeiten im verwendeten Rechenmodell, falsches Aufblasen der Atemgasbeutel und die Position des Probanden in Frage.
Letztendlich lies sich aber nicht ausschließen, dass keiner oder nur einzelne Patienten eine Magenentleerungsstörung aufwiesen.
Wie auch in der aktuellen Literatur bereits beschrieben, konnten wir keinen bedeutsamen Einfluss der untersuchten Nebenkriterien auf die Magenentleerung finden.
Der Test lässt sich aber leicht und überall durchführen, es bedarf keiner Vorbereitungszeit und keiner besonderen Expertise.
Die Ergebnisse sollten aber aufgrund der zahlreichen Einflussgrößen kritisch beurteilt werden und durch Mehrfachmessungen an unterschiedlichen Tagen kontrolliert werden. Des Weiteren sollte man bei dem Verdacht auf eine gestörte Magenentleerung sowohl feste als auch flüssige Nahrung als Testmahlzeit verabreichen.
Um einen umfassende Aussage über die HLF und GEC treffen zu können, sollte man die Ergebnisse von kommenden Metaanalysen abwarten.
Kurzfassung auf Englisch: The present study compared a collective of diabetics with a healthy control group
in respect of gastric emptying disorders of fluids with the c13 sodium acetate breathing test. The aim was to evaluate the practicability and value of this breathing test.
Furthermore, the relationship between patient’s discomfort and clinical existence of gastric emptying disorders was investigated.
Possible interactions between altered laboratory results, like HbA1c, glucose level as well as influence of body weight, sex, age, type of diabetes and the presence of polyneuropathy on the gastric emptying were also investigated.
Primary outcome measures were the half-life-time, defined as the time in which half of the incorporated substance of sodium acetate was found in the exhaled air and the gastric-emptying-coefficient, a global parameter for gastric emptying.
A formula diet (Fortimel®) was used as test-nutrition due to its well applicable composition.
Measures of diabetics were compared to those of healthy controls. No significant changes could be found in respect to gastric emptying time.
Possible explanations are intraindividual variability, composition of the test-nutrition, inaccuracy of the statistical model, errors in filling the exhale-gas-balloon and the position of the subjects.
Finally, it could not be clearly detected whether certain subjects were suffering from a gastric emptying disorder or if this was not the case.
In accordance with current literature no significant influence of the secondary outcome measures on gastric emptying could be found.
The test is easy to perform everywhere, with no time for preparations or special experience of the examiner.
The present findings should, however, be critically discussed because of the high number of influencial factors and should in future studies be re-evaluated by examinations on different times at different days. Furthermore, on suspicion of a gastric emptying disorder different consistencies of the test-nutrition should be administered.
For a global statement about HLF and GEC upcoming meta-analyses should also be taken into account.

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