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Vergleich der Hand- und Apparaturbearbeitung bei temporären Kronen- und Brückenwerkstoffen

Surface roughness after manual and semi-automated-finishing of provisional resins

Winkler, Gero


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-83509
URL: http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8350/

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Freie Schlagwörter (Deutsch): temporäre Kronen und Brücken , Oberflächenbearbeitung , Rauheit
Freie Schlagwörter (Englisch): temporary restaurations , surface treatment , surface roughness
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik
Fachgebiet: Zahnmedizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 12.09.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 22.09.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Die Anwendung einer temporärer Versorgungen ist heutzutage aus der zahnmedizinischen
Therapie nicht mehr wegzudenken.4 Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Oberflächenrauheit
der temporären Versorgung, da diese die Adhäsion von Bakterien stark
beeinflusst.15 Somit gilt, dass die Oberflächenrauheit einer temporären Versorgung
möglichst gering sein sollte, da glatte Oberflächen nur geringen Halt für Speisereste,
Epithelzellen und Bakterien bieten. Um eine möglichst geringe Oberflächenrauheit zu
schaffen, muss die temporäre Versorgung bearbeitet werden. Das Ziel einer Oberflächenbearbeitung
dentaler Restaurationen sind Ra-Werte von unter 0,2 μm,18 denn bei
Rauheitswerten von unter Ra 0,2 μm ist keine weitere Reduktion der mikrobiologischen
Kolonisation zu erwarten.88
In den meisten bisher durchgeführte Untersuchungen zur Oberflächenrauheit von temporären
K&B-Werkstoffen wurde die Bearbeitung von einem Behandler durchgeführt.
Da aber der Bearbeitungsdruck von Behandler zu Behandler unterschiedlich ist, war der
Vergleich der Ergebnisse schwer möglich. Aufgrund dieser Problematik wurde in einigen
Untersuchungen die Oberflächenbearbeitung durch eine Oberflächenapparatur
durchgeführt. Allerdings ist aus der Literatur keine Untersuchung bekannt, die die
Vergleichbarkeit der standardisierten Oberflächenbearbeitung temporärer K&BWerkstoffe
mit den klinisch erhobenen Daten betrachtet. Somit war es Ziel dieser Untersuchung
die Vergleichbarkeit der Ergebnisse von Hand- und Apparaturbearbeitung
bei temporären K&B-Werkstoffen zu bewerten. Zu diesem Zweck wurde für diese Untersuchung
ein standardisiertes semiautomatisches Oberflächenbearbeitungsverfahren
für temporäre K&B-Werkstoffe entwickelt. Um generelle Unterschiede bei den temporären
K&B-Werkstoffe zu erkennen, entsprachen die 3 zu untersuchenden Werkstoffe
den jeweils meist vertretenen Werkstoffklassen auf dem Markt. Es gab insgesamt 3 verschiedene
Bearbeitungsreihen mit bis zu 5 Bearbeitungsschritten. Nach jedem Bearbeitungsschritt
wurde die Rauheit der Probekörper mit einem optischen Profilometer bestimmt.
Es zeigte sich, dass zwischen den beiden Bearbeitungsverfahren kein signifikanter
Unterschied (p > 0,05) zu erkennen war. Somit scheint die semiautomatische
Oberflächenbearbeitung ein anwendbares Verfahren zur Ermittlung von klinisch nahen
Rauheitswerten temporärer K&B-Werkstoffe unter standardisierten Laborbedingungen
zu sein.
Kurzfassung auf Englisch: Surfaces of dental restorations have to be smooth to prevent bacterial adhesion. This
applies also to temporary crown and bridge materials (TCBM). However, little information
is currently available about surface finishing of TCBM. Besides, comparisons between
available studies are complicated, due to non standardized treatment procedures.
It was therefore the purpose of this study to develop a semi automated set up to control
speed, direction, machining time and grinding pressure of the finishing procedure and to
compare it to manual finishing.
Three different TCBM (Protemp™ 4/3 M Espe, USA, Luxatemp Automix Solar/DMG,
Germany and Dentalon Plus/Heraeus Kulzer, Germany) were used to produce an overall
of sixty planar specimens (10 mm diameter and 5 mm thickness). Thirty specimens
were treated manually and thirty mechanically with three different consecutive finishing
procedures (tungsten carbide cutter, acrylic polisher and polishing brush). After every
single treatment step surface roughness (Rz) were assessed with a profilometer (Micro-
Prof®/Fries Research Technology, Germany). Changes in surface roughness were calculated
and subjected to a multivariate analysis of variance (p≤0.05).
The analysis showed that there was no significant difference between manual and semi
automated surface finishing (Mean ± SD)(manual:Rz 5.12±1.03μm/
auto:Rz 4.99±1.10μm). Dentalon Plus exhibit the lowest surface roughness after
multistep surface treatment (manual:Rz 1.01±0.19μm /auto:Rz 1.09±0.34μm). The
highest surface roughness values in multi step treatment were determined for Protemp
™ 4 (manual:Rz 2.91±0.6μm /auto:Rz 2.66±0.61μm).
Within the limitations of the study it can be concluded that the developed semi automated
finishing procedure is a viable means to standardize the surface preparation in
TCBM for study purposes. Even more, the developed semi automated technique delivered
results that were comparable to manual finishing in patients.
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