Giessener Elektronische Bibliothek

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Isophonenbasierte Feinanpassung des Hörgerätefrequenzgangs und deren Einfluss auf den Nutzen

Isophone based fine tuning of the hearing aid frequency response and its effect on the benefit

Müller, Michael


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Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende
URN: urn:nbn:de:hebis:26-opus-83105
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Freie Schlagwörter (Deutsch): Feinanpassung , Hörgerät , Frequenzgang , Logatom
Freie Schlagwörter (Englisch): fine tuning , hearing aid , frequency response , logatom
Universität Justus-Liebig-Universität Gießen
Institut: Funktionsbereich Audiologie
Fachgebiet: Medizin
DDC-Sachgruppe: Medizin
Dokumentart: Dissertation
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 09.08.2011
Erstellungsjahr: 2011
Publikationsdatum: 18.08.2011
Kurzfassung auf Deutsch: Das Ziel der Untersuchung war die Frequenzgangsglättung als Instrument zur
Feinanpassung von Hörsystemen zu entwickeln, zu verifizieren und bezüglich ihres
Nutzens zu validieren.
Das Probandenkollektiv unterteilte sich in drei Gruppen: 10
normalhörende Probanden als Kontrollgruppe, 10 schwerhörende Probanden für die
Pilotstudie und 16 schwerhörende Probanden für die Hauptstudie. Die 10 normalhörenden
Probanden führten den Logatom-Test zur Referenzwertbestimmung durch. In der
Pilotstudie wurde eine eigens entwickelte Frequenzgangsglättung untersucht und die
daraus resultierenden Hörsystemeinstellungen objektiv (sprachaudiometrisch) und
subjektiv durch die Probanden bewertet. In der Hauptstudie wurde die Frequenzgangsglättung
in einer erweiterten Version (auf Basis der Erkenntnisse der Pilotstudie) im
Labor und im Feld erprobt.
Bei der Untersuchung an den 10 normalhörenden Probanden zeigte sich
eine starkes Clustering der Schwellen, sowie eine gute Reproduzierbarkeit des Logatom-
Tests. In der Pilotstudie wurde mit der Frequenzgangsglättung das Programm mod
erstellt, welches in der subjektiven Bewertung als etwas besser empfunden wurde als
das basis Programm. In der Hauptstudie zeigte sich eine hohe Reliabilität der erweiterten
Frequenzgangsglättung (für zwei Eingangspegel) sowie des Logatom-Test. Auch in
der Hauptstudie konnte tendenziell eine Präferenz für das geglättete Programm mod
festgestellt werden. Die im zweiten Teil der Hauptstudie eingeführten Fehlertypen
haben die erwarteten Effekte ausgelöst und konnten mit dem Verfahren der Frequenzgangsglättung
detektiert werden.
Die hier entwickelte Frequenzgangsglättung hat sich als ein
nützliches Verfahren im Rahmen der Feinanpassung erwiesen. Ferner hat sich gezeigt,
dass sich der Logatom-Test zur Validierung des Nutzens einer Frequenzgangsglättung
eignet. Dabei weisen die Frequenzgangsglättung und der Logatom-Test eine hohe
Reproduzierbarkeit auf. Schließlich hat die vorliegende Untersuchung gezeigt, dass im
Frequenzgang geglättete Hörsystemeinstellungen ein etwas besseres Silbenverstehen
bieten und subjektiv als angenehmer bewertet werden.
Kurzfassung auf Englisch: It was the aim of this study to develop and to verify a procedure for frequency
response smoothing as an instrument for hearing aid fine tuning and to validate
its practical use.
The entire group of test subjects was subdivided into three
subgroups: 10 normal hearing listeners as reference group, 10 hearing impaired subjects
for the pilot study and 16 hearing impaired subjects for the main study. The normal
hearing listeners performed out a "logatom test" to establish a set of the reference data
for this speech material. In the pilot study a basic (at one input level) frequency response
smoothing procedure particularly developed for this study was examined and the
resultant fitting of the hearing aid for the subjects was assessed both objectively (speech
audiometry) and subjectively (quality judgement). In the main study frequency response
smoothing was tested and evaluated in an extended version (on the basis of the results
of the pilot study) in laboratory tests and field trials.
The results of the logatom test for the 10 normal listeners show a clustering of
speech recognition thresholds and a fairly good reproducibility. In the pilot study the
program mod achieved by frequency response smoothing was rated by the test subjects
to be a little better than the basis program. In the main study high reliability was observed
for the extended (at two input levels) frequency response smoothing as well as
for the logatom test. In this part of the study the subjects also trend to prefer the
smoothed program mod over the basis program. The error-types examined in the second
part of the main study resulted in the expected effects. They could be detected reliably
by the subjects using the frequency response smoothing procedure developed in this
study.
Smoothing of the frequency response as examined in this study has
proved to be as a useful method for hearing aid fine tuning. The study has demonstrated
that the logatom test is an appropriate tool for the validation of the benefit of frequency
response smoothing. In this context, smoothing of the frequency response as well as the
logatom test, show a high reproducibility. Finally, the results of this study suggest that a
smoothed hearing aid frequency response provides a somewhat better recognition of
syllables and its sound is subjectively considered to be more pleasant.
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